Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC kann massive Personalnot in Vilsbiburg nicht kompensieren

Münster -

Diese Personalnot lässt sich nicht mehr ausgleichen. Der USC Münster muss Woche für Woche schwere Rückschläge verkraften. So war es kein Wunder, dass das Team bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 0:3 unterlag. In Niederbayern war es letztlich sehr deutlich.

Sonntag, 11.02.2018, 17:02 Uhr

Einen schweren Stand hatte nicht nur Lina Alsmeier in dieser Szene gegen Laura Künzler (l.) und Münsters frühere Kapitänin Leonie Schwertmann. Der verletzungsgeplagte USC unterlag in Vilsbiburg mit 0:3.
Einen schweren Stand hatte nicht nur Lina Alsmeier in dieser Szene gegen Laura Künzler (l.) und Münsters frühere Kapitänin Leonie Schwertmann. Der verletzungsgeplagte USC unterlag in Vilsbiburg mit 0:3. Foto: Wolfgang Fehrmann

Arg gebeutelt hatte der USC Münster seine längste Auswärtsfahrt nach Niederbayern angetreten. Neben den Langzeitausfällen Ivana Bulajic und Lena Vedder musste Trainer Teun Buijs bei den Roten Raben Vilsbiburg auch auf seine routinierte Stammlibera Lisa Thomsen sowie auf seine Hauptangreiferin Ivana Vanjak (beide Sprunggelenksblessuren) verzichten. Es war letztlich des Guten zu viel, die Hypothek wog zu schwer. Beim 0:3 (17:25, 18:25, 13:25) mühte sich Münsters Verlegenheitsensemble nach Kräften, eine Chance aber hatte es nicht.

„Wir haben so viele Probleme durch diese Verletzungen. Es war ja fast die halbe Mannschaft zu Hause“, sagte Buijs, der seiner Mannschaft erneut eine tadellose Einstellung attestierte. „Wir haben wie immer sehr gut gekämpft. Aber es reicht nicht“, meinte der Coach.

Zumindest nicht über die gesamte Spielzeit, denn phasenweise hielt der USC durchaus mit. Wie in Satz eins, als der Gast vor 1505 Zuschauern mit 11:7 und nach einem Punkt von Lina Alsmeier mit 12:11 noch führte. Doch dann merkte man dem USC, der mit Aushilfslibera Chiara Hoenhorst sowie mit Diagonalangreiferin Luisa Keller sein Glück versuchte, die fehlende Stabilität an. Es hakte im USC-Spiel in allen Elementen, die Roten Raben machten Münster zudem mit ihrem Aufschlag sowie ihrem soliden Angriff über Vanessa Agbortabi, Dayana Segovia oder Laura Künzler das Leben schwer.

So eindeutig der erste Abschnitt endete, so klar waren die Machtverhältnisse auch zum Start des zweiten Durchgangs. Vilsbiburg nutzte die Verunsicherung der Unabhängigen, die sich aber nach dem zwischenzeitlichen 0:4 und 5:11 wieder aufrappelten. Als Ines Bathen das 12:13 erzielt hatte, war Münster wieder dran – zumindest kurz. Ein 5:0-Lauf der Raben ließ den Gastgeber vorentscheidend enteilen, Segovia machte letztlich den Deckel drauf.

In seiner typischen Art und Weise aber wollte der USC nicht klein beigeben. Noch nicht. Denn der Alsmeier-Angriff zum 4:2 war für sieben Ballwechsel der letzte Punkt der Gäste, die sich nach diesem Nackenschlag noch ein letztes Mal aufbäumten und auf 7:9 verkürzten. Doch die folgende 0:4-Serie und dann der Anti-Lauf von 9:15 auf 9:21 bedeuteten den endgültigen K.o. – Münster hatte nichts mehr entgegenzusetzen. „Wir haben alles probiert“, konstatierte Buijs.

Mehr ging nicht, zu sehr geschwächt war der USC, der nun in der Tabelle auf den siebten Platz zurückgefallen ist. Die anvisierten Ränge vier und fünf sind weit weg – auch eine Folge des Verletzungsfluchs, der auf Münster lastet.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5512171?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Debatte über Eklat in Ratssitzung in Münster
Pro & Contra: Debatte über Eklat in Ratssitzung in Münster
Nachrichten-Ticker