Fußball: Westfalenliga
Gievenbecker Frust nach dubioser Nachholspiel-Absage in Beckum

Münster/beckum -

Zunächst die Fakten: Das Nachholspiel der Westfalenliga zwischen der Beckumer SpVg und Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck, angesetzt für Sonntagnachmittag, fiel aus. Über die Umstände der Absage gibt es allerdings verschiedene Meinungen. Die Münsteraner sind sauer.

Sonntag, 11.02.2018, 16:02 Uhr

Gegenbeweis: Ein zur Römerkampfbahn entsandtes FCG-Mitglied machte am Samstag dieses Bild vom Spielfeld.
Gegenbeweis: Ein zur Römerkampfbahn entsandtes FCG-Mitglied machte am Samstag dieses Bild vom Spielfeld. Foto: 1. FC Gievenbeck

Taktik gehört zum Fußball dazu wie das Abseits. Die angesetzte Nachholpartie in der Fußball-Westfalenliga zwischen der Beckumer SpVg und dem 1. FC Gievenbeck erweiterte am Samstag dieses Kapitel. Die dritte Absage der Begegnung wies mehr als kuriose Züge auf. Während selbst Staffelleiter Hans-Dieter Schnippe (Rheine) Zweifel hegte, fühlte sich der FCG verschaukelt. Trotz Karnevals fand der Tabellenführer die Umstände nicht lustig – aber komisch.

Am Samstag gegen 14 Uhr informierte BSV-Geschäftsführer Klaus Schirmer den Staffelleiter sowie den Gast über die Absage. Die Stadt hatte die gesamte Anlage gesperrt. Zuvor war eine Platzbegehung mit Präsident Günter Sundermann und einem Vertreter der Gemeinde erfolgt. „Ich dachte, wir tun Gievenbeck einen Gefallen“, überraschte Sundermann am Sonntag auf Nachfrage und konnte weder den Ärger noch das eigene Fotodokument („Wohl ein Scherz“) verstehen.

Als dem FCG am Samstag ein Foto mit einem schneebedeckten Platz zugestellt wurde, hegte der Club Zweifel. „Wir haben jemanden zum Platz geschickt, der uns ein zweites Bild gemacht hat“, teilte Trainer Benjamin Heeke mit. Das zweite Foto zeigt ein freies Gelände. Entsprechend groß war die Verärgerung in Münster. „Spielchen im Fußball sind normal. Aber das geht uns zu weit“, zürnte Heeke. „Jetzt bin ich nachtragend. Wichtig ist, dass so etwas angesprochen wird und auch andere in der Liga mitbekommen.“

Was der Staffelleiter verstehen kann: „Gievenbeck glaubt beim ersten Bild an ein altes Foto, kein aktuelles. Was soll ich also vermuten? Aber mir sind, sobald eine Bescheinigung vorliegt, die Hände gebunden. Und die soll am Dienstag vorliegen“, klärt Schnippe auf. Er setzte die Partie nun für den Ostermontag (2. April) an, stellt es beiden Vereinen aber frei, sich auch auf Gründonnerstag zu verständigen.

Geeinigt hatten sich beide Vereine ursprünglich auf den vergangenen Samstag, dann aber bat Beckum um Verlegung. „Unser Trainer hat mich überrascht. Er wollte lieber Sonntag spielen“, staunte Sundermann. Bemerkenswert ist aber auch dessen Begründung, was die Absage angeht: „Die Stadt sah sich aufgrund der Karnevalsfeiern nicht in der Lage, Kräfte abzustellen.“ Da aber der Parkplatz und der abschüssige Eingangsbereich der Römerkampfbahn (Sundermann: „Nicht direkt der Platz“) Gefahren boten, erfolgte die Sperrung.

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