Leichtathletik: Volksbank-Münster-Marathon Start frei für den Staffellauf – und der ist meist schnell ausgebucht

Münster -

Die letzten Urkunden der diesjährigen Auflage wechselten am Mittwoch noch aus den Händen der Veranstalter in die der schnellsten Studenten und Handwerker. Doch nun gilt der Blick der Organisatoren des Münster-Marathons schon der Auflage 2018. Für die Staffel sind ab Donnerstag Anmeldungen möglich.

Von Jürgen Beckgerd
Die Schnellsten der Studierenden-Wertung: (v.l.) David Schönherr, Pia Kleine Vorholt, Friederike Poppenborg und Sascha Weber wurden von Michael Brinkmann (r., Marathon-Vorsitzender) ausgezeichnet.
Die Schnellsten der Studierenden-Wertung: (v.l.) David Schönherr, Pia Kleine Vorholt, Friederike Poppenborg und Sascha Weber wurden von Michael Brinkmann (r., Marathon-Vorsitzender) ausgezeichnet. Foto: Beckgerd

45 Minuten für einen Marathon? Auch für die Teilstrecke im Staffelwettbewerb dürfte die Zeit sehr, sehr ambitioniert sein. Dennoch: Gerade diese Dreiviertelstunde dauerte es im vergangenen Jahr, bis der Fiducia &GAD-Staffelmarathon komplett ausgebucht war. Diesmal wird es wohl nicht viel länger brauchen. Interessierte sollten bei der Anmeldung also schneller sein als beim Laufen. An diesem Donnerstag wird das Online-Anmeldeportal um 12 Uhr geöffnet. Bei der Pressekonferenz am Mittwoch gaben der Marathon-Vorsitzende Michael Brinkmann und Benjamin Hoffmann vom Titel-Sponsor den symbolischen Startschuss. „Unsere Server sind gerüstet, telefonieren nutzt nichts“, kündigte Brinkmann den erwarteten Run auf die freien Plätze zum 17. Volksbank-Münster-Marathon am 9. September 2018 schon mal an.

Als Nachlese der 16. Auflage vom September des vergangenen Jahres wurden am Mittwoch noch die Schnellsten der Studenten- und Handwerkerwertung geehrt: Magdalena Mayerhoffer (3:21,36 Stunden), Pia Kleine Vorholt (3:24,49 Stunden) und Friederike Poppenborg (3:26,35 Stunden) sowie David Schönherr (2:36,47 Stunden), Julian Stürznickel (2:51,13 Stunden) und Sascha Weber (2:55,57 Stunden) waren die schnellsten Studierenden und nahmen das Preisgeld in Höhe von 421,95 Euro für Platz eins, 200 Euro für Platz zwei und 100 Euro für Platz drei entgegen. In dem Zusammenhang warb Brinkmann für die erneute Ausrichtung der Hochschul-DM. Sein Argument: Mit über 250 teilnehmenden Studenten an der Sonderwertung überstieg der Marathon in Münster die Anmeldezahlen der Vorgänger-Veranstaltung in Mainz um ein Vielfaches.

Barbara Menßen (3:44,02 Stunden), Ruth Merschformann (3:53,21 Stunden) und Monika ­Böckelmann (4:04, Stunden 04) sowie Heinz van Dongen (2:43,30 Stunden), Johannes Otte (2:59,55 Stunden) und Markus Steffen (3:03, Stunden58) waren die schnellsten ihrer Gilde.

Thema Doping auch in Münster diskutiert

Das Doping-Thema bleibt dem Sport treu. Beim Volksbank-Münster-Marathon wurde es ausgespart. Bislang. Gut möglich, dass sich da was dreht. Bei der Mitgliederversammlung der German Road Races (GRR), dem Zusammenschluss der größten Laufveranstalter in Deutschland, war jedenfalls auch dieser Punkt einer. Michael Brinkmann, Vorstand des Münster-Marathon e. V., war am Wochenende in Würzburg dabei, wurde darüber aufgeklärt, dass die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) die Kosten (etwa 300 Euro pro Test) übernimmt, und denkt auch über Tests in Münster nach. „Dass es nun kostenlos für den Veranstalter ist, heißt nicht, dass wir es auch machen müssen“, sagte Brinkmann und weist auf die organisatorischen Anforderungen hin. „Es gab auf der Versammlung jedenfalls keinen abschließenden Impuls“, beschrieb Brinkmann die Veranstaltung mit TV-Journalist Wolf-Dieter Poschmann und ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt. Auch die Frage, ob die Marathons in Deutschland unbedingt die Phalanx der afrikanischen Läufer brauchen oder sich durch deren Vormachtstellung im Feld selbst einer gewissen Spannung berauben, wurde diskutiert, sagte Brinkmann. Ergebnis: offen. Er werde diese Diskussion in die Versammlung des Münster-Marathon e. V. am kommenden Montag tragen. „Wir werden aber auf jeden Fall weiter mit den uns bekannten und seriösen Managern zusammenarbeiten“, betonte Brinkmann.

„Preisträger“ war wieder der Bundesverband Kinderhospiz. Geschäftsführerin Sabine Kraft nahm mit ihren prominenten Mitstreitern, „Panik-Rocker“ Steffi Stephan und Songwriter Daniel Wirtz 2148 Euro an Spendengeld entgegen. Hinzu kamen noch 30 000 Euro der Agravis Raiffeisen AG. Das Unternehmen aus Münster fungiert als Namenssponsor des „Gesundheits-“ und des „Charity-Laufs“, die auch im kommenden Jahr über zehn und 6,7 Kilometer fester Bestandteil des Marathons sind.► Anmeldungen zur Staffel ab dem 7. Dezember unter:  

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