Volleyball: 3. Liga Damen BW Aasee hat sich neu aufgestellt

Münster -

Nach einer mehr als beachtlichen ersten Saison in der 3. Liga muss BW Aasee einen heftigen Umbruch wegstecken. Doch die Zuversicht ist den Damen und ihrem Trainer Nils Kaufmann dadurch nicht abhanden gekommen.

Von Wilfried Sprenger
Blau gewinnt. Tatsächlich? Vor dem Start in die neue Spielzeit machen Aasees Damen um Trainer Nils Kaufmann (hinten rechts) einen optimistischen Eindruck.
Blau gewinnt. Tatsächlich? Vor dem Start in die neue Spielzeit machen Aasees Damen um Trainer Nils Kaufmann (hinten rechts) einen optimistischen Eindruck. Foto: Peter Leßmann

Die Frauen von Blau-Weiß Aasee sind in der 3. Liga angekommen. Das erste Jahr im neuen Umfeld bestand die Mannschaft mit Auszeichnung. Zwischenzeitlich flog der Aufsteiger sogar so hoch, dass sich Trainer und Vorstand Gedanken über den nächsten Schritt machten. Tatsächlich wurde im Führungskreis die 2. Bundesliga diskutiert. Die Gespräche erledigten sich aber, weil der Mannschaft auf der Zielgeraden die Puste komplett ausging. Im Frühjahr folgte eine scharfe personelle Zäsur. Mehr als die Hälfte der Spielerinnen beendete ihr Engagement aus unterschiedlichen Gründen. Trainer Nils Kaufmann blieb und formte ein neues Ensemble. Das kämpft am Sonntag beim TV Cloppenburg um die ersten Punkte.

Nach dem Aderlass musste der Coach nicht groß werben, die meisten der Neuzugänge kamen auf ihn und seine Mitstreiter zu. Im clubinternen Casting qualifizierten sich Anika Bauer und Vera Sperling für den Kader der Ersten. In der Vorbereitung gab es viel zu tun. „Von allen Teams der 3. Liga hatten wir sicherlich den größten Umbruch zu leisten“, sagt Teamsprecherin Kerstin Theis . Die ehemalige Zweitliga-Spielerin ist eine von sechs Aktiven, die schon in der vergangenen Saison zum Kader zählten. Sie hat viel Erfahrung und weiß Dinge einzuschätzen. „Ich glaube, wir sind ziemlich gut unterwegs. Es fühlt sich im Wettkampf und im Training jedenfalls so an“, erklärt sie. Kaufmann widerspricht da nicht, auch er spürt den „Wohlfühlfaktor“. Der Trainer sagt aber auch: „Die Sturmphase haben wir noch vor uns. Im Gegenwind wird sich zeigen, wie stabil alles ist.“

Der Kader

Zuspiel: Louisa Janning, Saskia Schafberg

Außenangriff: Kerstin Theis, Hannah Niehues, Anika Bauer, Maren Lamschik, Friederike Domin, Johanna Brockmann

Mittelblock: Pia Kramer, Vera Sperling, Dana Kolthof

Diagonal: Patricia Lomölder, Ronja de Boer

Universal: Anna Walke

Libero: Melanie Czubernat, Frauke Bartonitz

Insgesamt zwei Turniere haben die Münsteranerinnen in der Vorbereitung gespielt. In Bonn wurden sie Zweiter, jüngst in Oldenburg Vierter. Theis: „Das war in Ordnung, wir sind bereit und ziemlich heiß auf den Start.“ Erklärtes Ziel der neu formierten Mannschaft ist der Klassenerhalt. „Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen. Wichtig ist, jetzt schnell zueinander zu finden. Das sollte klappen. Unser Kader ist ziemlich erfahren, außerdem haben alle richtig Bock auf Volleyball“, meint sie.

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