Reiten: Turnier der Sieger Schneiders „heißer Ofen“ bleibt im Grand Prix Special cool

Münster -

Dorothee Schneider und Rock‘n Rose hatten alles im Griff im Grand Prix Special. Platz eins für das Duo war der Lohn. Doch dahinter zeigten sich auch zwei Amazonen aus Münster mit ihren Pferden sehr zufrieden. Und auch die Bundestrainerin strahlte.

Von Michael Schulte
Erneut erfolgreich war Dorothee Schneider mit Rock‘n Rose.
Erneut erfolgreich war Dorothee Schneider mit Rock‘n Rose. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Luxusproblem kann Dorothee Schneider nicht erkennen, wenn sie auf ihren herausragenden Beritt angesprochen wird. Im Gegenteil: „Es kann doch nie ein Problem sein, gute Pferde zu haben.“ Es ist eher die Verpflichtung, mit diesen Dressurpferden die erwarteten Erfolge heimzureiten. Mit diesem Druck kann die Mannschaftsolympiasiegerin allerdings bestens umgehen, den Beweis trat sie beim Turnier der Sieger an.

Mit ihrem „heißen Ofen“ Rock`n Rose dominierte sie in der Großen Tour, gewann am Donnerstag den Grand Prix und am Sonntag den Special. Beides nach souveräner Vorstellung. Ihrer 13-jährigen Stute attestierte die Reiterin sogar „vorbildliches Verhalten“ im Viereck, das Pferd blieb ganz cool.

Hinter der Frankfurterin lieferten sich die beiden Münsteranerinnen Anabel Balkenhol auf Heuberger und Ingrid Klimke auf Geraldine ein munteres Wechselspielchen. Ihren zweiten Platz vom Donnerstag hätte Balkenhol am Sonntag sehr gerne wiederholt, hatte dabei aber die Rechnung ohne ihr Pferd gemacht. „Heuberger fing sensationell an, hatte dann aber zwei große Fehler, als er sich von Äußerlichkeiten ablenken ließ.“ Die Reiterin verzieh das dem zehnjährigen Hengst: „Er ist ja noch jung.“

Bei Klimke war die Gemütslage eine andere. Mit ihrer neunjährigen Stute war sie bestens zufrieden, „über mich habe ich geärgert“. Reiterfehler bei den Einerwechseln, für Klimke eigentlich undenkbar. Dennoch langte es zum zweiten Rang, nachdem beide am Donnerstag noch Dritte geworden waren. Und das beim Debüt im Grand-Prix-Sport, wirklich beachtlich.

Bundestrainerin Monica Theodorescu zeigte sich ebenfalls sehr angetan von dem, was sich alles im Viereck getan hatte. Namentlich galt das für das erwähnte Trio in der Großen Tour, aber auch für den hoffnungsvollen Nachwuchs, der auf sich aufmerksam machte. Vor allem Schneiders Sezuan, Balkenhols Crystal Friendship und Destiny von Kristina Bröring-Sprehe seien die Asse von morgen. In der Kür am Samstag siegte Isabell Werth auf Anne Beth.

Dressurchef Michael Klimke zog ebenfalls ein positives Fazit, lobte Ross und Reiter, wünscht sich aber etwas größere Starterfelder bei Kür und Special. Eine Einschätzung, die viele Besucher sicherlich teilen werden.

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