Turnier der Sieger 2017 Am Freitag übernehmen die Springreiter

Münster -

Nachdem der erste Tag beim Turnier der Sieger traditionell auch in diesem Jahr wieder fest in den Zügeln der Dressureiter war, übernehmen am Freitag ihre springreitenden Kollegen. Aus dem Viereck wird flugs ein Parcours, die ersten Goldenen Schleifen werden in der Youngster- sowie der Mittleren und Großen Tour verteilt.

Von Henner Henning
Turnier der Sieger 2017
Turnier der Sieger 2017 Foto: Wilfried Gerharz

Marcus Ehning , Ludger Beerbaum und Steve Guerdat – die Namen der drei letzten Gewinner im Großen Preis beim Turnier der Sieger lassen die Zungen der Springreitfans schnalzen und die Herzen höher schlagen. Für Spektakel mit Wimpernschlagentscheidungen war in den Großen Preisen vor dem Schloss immer gesorgt, die Konkurrenz trieb die Topstars zu Höchstleistungen. Und auch in diesem Jahr dürfen sich die Zuschauer auf besten Sport mit bester Unterhaltung freuen. Schließlich ist es Hendrik Snoek , Präsident des gastgebenden Westfälischen Reitervereins, erneut gelungen, ein attraktives Starterfeld nach Münster zu locken.

„Die Mischung stimmt, es kommen namhafte wie interessante Reiter“, sagt Snoek und denkt dabei nicht nur an Beerbaum, Christian Ahlmann, die EM-Starter Laura Klaphake und Philipp Weishaupt, den Olympia-Zweiten (2016) Peder Fredricson oder die früheren Weltranglistenersten Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) und den Schweizer Pius Schwizer. Nein, auch die Lokalmatadoren aus Münster und Umgebung setzen in steter Verlässlichkeit Akzente – oder gar mehr.

Wie im Vorjahr Jens Baackmann, der beim Turnier der Sieger das „erfolgreichste Wochenende“ seiner Karriere erlebte. Die Qualifikation zum Großen Preis gewann der Reiter des RV Albachten im Sattel von Carmen vor Ehning mit Pret a tout, ehe der Routinier im abschließenden Höhepunkt den Spieß umdrehte und Baackmann auf Rang zwei verwies. Mit ganzen sieben Hundertsteln Sekunden Vorsprung. Eine Winzigkeit, die stellvertretend zeigt, wie spannend der Große Preis von Münster ist.

Neben Baackmann ist auch Felix Haßmann (RV Lienen) als Vorjahresdritter zu großen Taten bereit. Seit Wochen eilt der 31-Jährige von Erfolg zu Erfolg, Goldene Schleifen gab es für den kleinen Bruder von Toni unter anderem in den Großen Preisen von Kakegawa Tsumagoi (Japan), Nörten-Hardenberg und Spangenberg sowie im Championat von Balve. Es läuft bei Haßmann, der mit Cayenne und Balzaci schon seit Jahren ein harmonisches, eingespieltes Team bildet.

Wenn die 100.000 Euro Preisgeld im Hauptspringen verteilt werden, wollen auch die starken Amazonen ein gewichtiges Wort mitreden. Etwa Simone Blum, die nach ihrem DM-Titel bei den Springreiterinnen 2016 in diesem Jahr mit ihrer Stute Alice als zweite Frau nach Meredith Michaels-Beerbaum (2008) die gemischten Meisterschaften gewann und zuletzt auf der Global Champions Tour in Berlin hervorragende Zweite wurde. Als logische Folge und Belohnung nominierte sie Bundestrainer Otto Becker für die Europameisterschaften in Göteborg, die zwei Wochen nach dem Turnier der Sieger beginnen.

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