Turnier der Sieger 2017 Dorothee Schneider schnürt in der Dressur den Doppelpack

Münster -

Wenn schon, denn schon: Dorothee Schneider setzte sich zum Auftakt sowohl im Prix St. Georges als auch im Grand Prix de Dressage die Krone auf. Ihre Stute Rock’n Rose machte ihrem Namen alle Ehre.

Von Henner Henning
Zweiter Start, zweiter Sieg: Dorothee Schneider gewann nach dem Prix St. Georges auch den Grand Prix de Dressage – im Sattel von Rock’n Rose.
Zweiter Start, zweiter Sieg: Dorothee Schneider gewann nach dem Prix St. Georges auch den Grand Prix de Dressage – im Sattel von Rock’n Rose. Foto: Jürgen Peperhowe

Dorothee Schneider war kaum aus dem Sattel ihrer Stute Rock’n Rose gesprungen, da sprudelte es schon aus der zierlichen Dressurreiterin heraus. „Ich bin total happy“, sagte Schneider nach ihrem Erfolg im Grand Prix de Dressage. Es war bereits der zweite bei dem noch jungen Turnier der Sieger 2017, schon den Prix St. Georges am frühen Donnerstag hatte die Team-Olympiasiegerin von Rio de Janeiro mit Nachwuchspferd Sezuan gewonnen.

Der zweite Erfolg des Tages kam für Schneider durchaus überraschend. „Ich habe nicht damit gerechnet. Aber es war der beste Grand Prix, den sie bisher gezeigt hat“, meinte Schneider, die sich über die 75,180 Prozent ungemein freute. „Rock’n Rose liegt mir sehr am Herzen. Sie hat einfach alles, ist aber manchmal etwas nervig.“ Die Nerven hatte die 13-jährige Stute vor dem Schloss jedoch im Griff, „schön konzentriert“ (Schneider) absolvierte sie die Lektionen im münsterischen Viereck. So gut, dass die Konkurrenz sich vergebens mühte.

Viel Zeit, die beiden Erfolge zu genießen, gönnte sich die gebürtige Mainzerin nicht. Direkt nach der Prüfung reiste Schneider für einen Tag ins heimische Framersheim, um sich unter anderem ihrem EM-Pferd Sammy Davis jr. zu widmen. Doch pünktlich zum Wochenende kehrt Schneider zurück, ehe am Sonntag im Special mit Rock’n Rose das Turnier der Sieger für sie den Abschluss findet.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten zwei Amazonen des RV St. Georg Münster. Als letzte Starterin vor der Pause hatte Anabel Balkenhol mit Heuberger die Führung übernommen. 74,140 Prozent gab es für die 45-Jährige von den Juroren, die Ingrid Klimke mit Geraldine nahezu gleichauf sahen. Nur 0,02 Prozent zurück war die zweifache Team-Olympiasiegerin der Vielseitigkeit, die in der kommenden Woche mit den deutschen Buschreitern in Strzegom (Polen) um den EM-Titel kämpft. Als Vorbereitung unter Wettkampfbedingungen probte sie mit Hale Bob vor der gut besuchten Tribüne den Ernstfall, ehe sie mit Geraldine zur Siegerehrung einreiten durfte.

Bei der war Isabell Werth dabei. Sie hatte sich mit Anne Beth und 72,940 Prozent auf Rang vier platziert – und war damit einverstanden. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Werth über ihren Ritt mit der zwölfjährigen Stute, die im Besitz von Lisa Müller – Ehefrau des Fußball-Nationalspielers Thomas – ist. Am Samstag starten Werth und Anne Beth, die im Januar beim K+K-Cup in der Halle Münsterland erstmals gemeinsam angetreten waren, unter Flutlicht in der Kür. Und auch da soll Anne Beth wieder lernen, um in Zukunft auch mit Lisa Müller im Sattel zu glänzen.

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