Fußball: Westfalenpokal
Preußen Münster blamiert sich im Viertelfinale gegen Rödinghausen

Münster -

Zum dritten Mal in Serie ist der SC Preußen im Westfalenpokal vorzeitig raus und kann in der Spielzeit 2017/18 nicht mit Einnahmen aus der Hauptrunde rechnen. Das Team von Trainer Benno Möhlmann verlor mit 0:1 (0:1) gegen Regionalligist SV Rödinghausen.

Dienstag, 21.02.2017, 21:02 Uhr

Kein Durchkommen: Tobias Warschewski (l.) und Mirkan Aydin (r.) bleiben an SVR-Verteidiger Fabian Kunze hängen. Unten bejubeln die Gäste das goldene Tor, während Sebastian Mai (l.) und Jeron Al-Hazaimeh finster dreinblicken.
Kein Durchkommen: Tobias Warschewski (l.) und Mirkan Aydin (r.) bleiben an SVR-Verteidiger Fabian Kunze hängen. Unten bejubeln die Gäste das goldene Tor, während Sebastian Mai (l.) und Jeron Al-Hazaimeh finster dreinblicken. Foto: Jürgen Peperhowe

In einer Saison, in der der SC Preußen schon so manchen Nackenschlag hinnehmen musste, die Fans häufig durchgerüttelt worden waren, war das die nächste herbe Enttäuschung. Auf eigenem Platz, vor 1187 Zuschauern, unterlag der Drittligist mit 0:1 (0:1) dem klassentieferen SV Rödinghausen .

Handelfmeter entscheidet Spiel

Azur Velagic verwandelte nach 20 Minuten einen Handelfmeter zum Endstand. Die entscheidende Szene legte Schiedsrichter Philipp Hüwe gegen Lion Schweers aus, der eine Flanke an die Hand bekam. „Sie war angelegt, da konnte ich nichts machen“, verstand Münsters junger Innenverteidiger die Welt und diesen Pfiff nicht mehr. Am Samstag gegen Großaspach war er noch der Held des Tages, nun der Unglücksrabe.

Trainer Benno Möhlmann war jedenfalls mit der Partie vor der Pause alles andere als zufrieden: „Die Gegner haben ihre Chance genutzt. Wir waren gerade in der Anfangsphase nicht gierig genug.“ Die zweite Halbzeit wollte er als Leistungssteigerung gewertet sehen. „Wir haben alles versucht, da kann ich nichts anderes sagen. Über die mangelnde Chancenverwertung sprechen wir schon länger.“

Der SCP war tatsächlich nicht im Punktspielmodus wie zuletzt beim 3:0-Heimerfolg. Vielmehr waren die Gäste griffiger und giftiger. Die Hausherren spulten irgendwie Routine ab und hatten durch Tobias Warschewski (7.) und einen Schweers-Kopfball (9.) erste Chancen. Hüwe zeigte zum Erstaunen auf allen Seiten auf den Punkt, Velagic verwandelte, Ersatzkeeper Patrick Drewes ahnte die Ecke, kam aber nicht an den Ball.

Preußen Münster unterliegt dem SV Rödinghausen im Westfalenpokal-Viertelfinale 2017

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  • 0:1 hieß es am Ende aus Sicht des SC Preußen. Hier jubeln die Rödinghausener Spieler nach dem entscheidenden Tor.

    0:1 hieß es am Ende aus Sicht des SC Preußen. Hier jubeln die Rödinghausener Spieler nach dem entscheidenden Tor.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußens Ersatztorwart Patrick Drewes stand heute für Maximilian Schulze-Niehues im Tor. Den Rödinghausener Elfmeter konnte er nicht halten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verzweifelter Coach: Benno Möhlmann ärgert sich am Spielfeldrand über das Spiel seiner Mannschaft.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Im Zweikampf: Preußens Tobias Warschewski gegen Rödinghausens Fabian Kunze.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Aufsichtsratsmitglied Christoph Metzelder und sein Bruder Malte Metzelder, der bald neuer Sportdirektor wird, verfolgen das Spiel angespannt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nur in dieser Szene ist Preußens Neuzugang Kobylanski seinem Gegner einen Schritt voraus.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Warschewski gegen Lars Hutten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hier kann Danilo Wiebe gegen Rödinghausens Stefan Langemann klären.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel nach dem 1:0: Der SV Rödinghausen feiert Azur Velagic.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz gegen Lars Hutten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis fiebert am Spielfeldrand mit.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Warschewski gegen Azur Velagic.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen scheitert zum dritten Mal in Folge vorzeitig

Sollte der SCP zum dritten Mal in Serie im Westfalenpokal vorzeitig scheitern und die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal verpassen? In den letzten beiden Spielzeiten flogen die Preußen jeweils gegen den damaligen Regionalligisten SF Lotte aus dem Wettbewerb.

Nach der Pause gleich die erste Riesenchance für Martin Kobylanski, der den Ball eroberte, allein auf das Tor zulief und vorbei schoss. Keine zwei Minuten waren vorbei, die Preußen hasteten schon jetzt der Zeit hinterher.

Warschewski traf aus Abseits-Position (51.), Jeron Al-Hazaimehs (52.) missglückte Flanke hätte fast Tormann Tim Paterok überrascht. Etwas mehr kam jetzt von der Möhlmann-Elf. Beim Schuss von Mirkan Aydin (58.) zeigte der Keeper wiederum seine Klasse.

Vorzeitige Entscheidung blieb aus

Und die Gastgeber hatten Glück, als Ex-Preuße Tino Möllering (74.) aus 14 Metern an den Pfosten schoss, es wäre wohl die Entscheidung gewesen. Wenig später hätte Björn Schlottke (80.) aus mehr als 50 Metern Drewes beinahe düpiert. Das lief in die falsche Richtung für die Adlerträger, es sah nicht gut aus, das war nicht wirklich gut – enttäuschend.

Die letzte und wütende Antwort: Ein Pfostentreffer von Aydin (89.), der sich durchgetankt hatte. Und am Ende war es Paterok, der den Gästen den Sieg und das Halbfinale rettete. Die Preußen sind, in fast schon bewährter Tradition, aus dem Westfalenpokal raus. Das große Nebengeschäft DFB-Pokal findet auch 2017/18 ohne Münster statt. Wieder keine Zahltage also.

SCP: Drewes - Tritz, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh - Rühle, Wiebe (75. Rizzi), Schwarz, Kobylanski - Aydin - Warschewski (67. Grimaldi) – SVR: Paterok - Knystock, Kunze (46. Kunze), Harder, Madroch - Möllering, Velagic (84. Jakubiak) - Langemann (68. Holtby), Hutten, Bülter - Schlottke. - Trainer: Nijhuis.

Tor: 0:1 Velagic (20./Handelfmeter) – Zuschauer : 1187. – Schiedsrichter: Hüwe (Köln) – Gelb : Velagic

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