Fußball: 3. Liga
Preußen-Gala zum Feierabend: 4:0 gegen RW Erfurt

Münster -

Eindrucksvoll, wie sich Preußen Münster mit dem 4:0 (3:0)-Heimerfolg der Heimaufgabe gegen RW Erfurt vor 6524 Zuschauern entledigte. Michele Rizzi, eine Eigentor Mario Erb, Tobias Warschewski und Amaury Bischoff trafen. Bereits am nächsten Spieltag geht es aber wieder richtig zur Sache.

Samstag, 19.11.2016, 07:11 Uhr

Jubel in schwarz und grün: Torschütze Tobias Warschewski, Tobias Rühle, Jeron Al-Hazaimeh und Torschütze Michele Rizzi beim Triumphmarsch vorbei an Erfurts bedauernswerten Abwehrspielern..
Jubel in schwarz und grün: Torschütze Tobias Warschewski, Tobias Rühle, Jeron Al-Hazaimeh und Torschütze Michele Rizzi beim Triumphmarsch vorbei an Erfurts bedauernswerten Abwehrspielern.. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Wiederbelebung des SC Preußen Münster ist in vollem Gang. Es war vor zehn Monaten, als der SCP letztmals zwei Partien in der 3. Liga in Folge gewinnen konnte. Nun, nach dem 1:0-Kampfsieg bei Fortuna Köln, meldete sich der SCP auch im Heimspiel gegen RW Erfurt vor dem eigenen Anhang zurück mit einem am Ende furiosen 4:0 (3:0)-Heimtriumph. Trainer Benno Möhlmann scheint den Nerv dieser Mannschaft getroffen zu haben, die bislang mehr schlecht als recht durch die Saison geholpert war. Sieben Punkte aus den letzten drei Partien, das gibt den Adlerträgern so etwas wie Aufwind. Mit Selbstvertrauen und Mut geht es in neun Tagen zum Kellerkinderduell beim FSV Zwickau.

Preußen Münster - RW Erfurt - die Einzelkritik

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  • Spielernoten_960x640mm_image_1024_width Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torwart Max Schulze Niehues - Note 3:

    Er hatte praktisch nichts zu tun, seine Vorderleute hatten alles im Griff.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Stephane Tritz - Note 3:

    Hinten konzentriert, bei den Offensivausflügen nicht so stark.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Ole Kittner - Note 3:

    Er erledigte alle Abwehrarbeiten unaufgeregt und kompromisslos.

    Foto: Peter Leßmann
  • Innenverteidiger Sebastian Mai - Note 3:

    Er ist weiterhin in einer sehr soliden Verfassung, macht wenig falsch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh - Note 2,5:

    Er ist sichtbarer Teil des Aufschwungs der letzten drei Spiele, brachte viel Tempo mit ins Spiel, manchmal aber auch etwas überhastet.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff - Note 3:

    Er zeigte sich verbessert, mutig und sicher beim Elfmeter zum 4:0.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Benjamin Schwarz - Note 3:

    Er arbeitete sich wie immer ab, musste mit Kniebeschwerden raus.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Tobias Rühle - Note 2,5:

    Er rührte in vielen Töpfen in der gegnerischen Hälfte herum, durfte das Elfmetergeschenk seiner eigenen Cleverness zuschreiben.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Michele Rizzi - Note 1,5:

    Er war omnipräsent vor der Pause, markierte das 1:0 und erzwang das 2:0 - der Ex-Großaspacher wird immer mehr zur festen Größe bei den Preußen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Sinan Tekerci - Note 2:

    Die Leihgabe aus Dresden zeigte eines seiner besten Spieler im Preußen-Dress.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Tobias Warschewski - Note 2,5:

    Er markierte sein zweites Saisontor und sammelte weitere Pluspunkte als Alternative zum verletzten Torjäger Adriano Grimaldi.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Jesse Weißenfels - Note 3:

    Er kam für Warschewski, hatte seine Chance zum Torerfolg, fügte sich ansonsten problemlos in das SCP-Gefüge ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Lennart Stoll - keine Note:

    Er kam für Schwarz und setzte einige Akzente in der Offensive, hatte Pech mit einem Weitschuss.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Mehmet Kara - keine Note:

    Er kam für Rizzi und hatte kaum noch Möglichkeiten, Akzente zu setzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Münster marschierte mit einer 3:0-Führung in die Halbzeit, gefühlt war es Lichtjahre her, dass das zuletzt gelang. Für alle Preußen war das ein bisschen wie Weihnachten, ein Geschenk nach Wochen voller Frust und Fußball-Folter. Das ging runter wie Öl. Endlich einmal. „Wir waren effektiv. Grundsätzlich haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Nach der Pause haben wir uns entscheidend gewehrt, den Sieg haben wir uns verdient“, sagte Möhlmann. „Wir haben schlecht verteidigt, Münster war extrem effektiv. Das Spiel ist schnell erklärt“, fügte auch Erfurts Coach Stefan Krämer an.

RE-LIVE

Den Liveticker zum Nachlesen findet ihr hier .

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Holpriger Start und überragende Chancenverwertung

Obwohl man sagen musste, dass es vor der Pause nicht immer nach diesem Resultat aussah, weil die Hausherren praktisch mit der zweiten vernünftigen Chance zum 1:0 trafen. Die Vorarbeit von Sinan Tekerci verwertete Michele Rizzi zum 1:0 (15.) – gerade erst hatten sich die Gäste aus Erfurt alles eingerichtet, dann der kühle Auftritt der Preußen-Offensive. Möglichkeit Nummer drei nach 33 Minuten führte bereits zum 2:0, als der bedauernswerte Mario Erb einen Rizzi-Freistoß formvollendet ins eigene Tor katapultierte. Es wurde noch besser, und damit stieg die Chancenverwertung auf 75 Prozent vor dem Pausentee, als Tobias Warschewski nach 41 Minuten den Querpass von Benjamin Schwarz zum 3:0 verwertete.

Michele Rizzi

Mehr zum Spiel von Michele Rizzi: Michele Rizzi schießt sich frei

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Viel effektiver geht es kaum, zumal Warschewski wie ein alter Hase dieses Angebot in die Maschen zauberte. Kein Vergleich zum verschwenderischen Auslassen von Chancen im Westfalenpokal gegen Neuenkirchen, als Coach Möhlmann richtig wütend auf seine Jungs war. Apropos Jungs: Warschewski, dieser 18-jährige Jüngling, ist voll angekommen in der 3. Liga. Nach 56 Minuten war sein Arbeitstag vorbei, und die Tribüne stand auf für den Ex-Dortmunder, der sich immer mehr in den Vordergrund schlendert. Eine leichte Wadenblessur stoppte ihn.

Saison 2016/17: Preußen Münster - RW Erfurt

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  • IMG_2878
  • Vor Beginn der Partie gab SCP-Coach Benno Möhlmann seinen Spielern ermunternde Worte mit auf den Weg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Adlerträger agierten in der 1. Halbzeit sehr konzentriert wie Michele Rizzi (l.) hier im Zweikampf mit Erfurts Liridon Vocaj.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bereits früh gab es Grund zum Jubeln: Michele Rizzi erzielte in der 15. Spielminute das 1:0 für den SCP.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Trainer Benno Möhlmann forderte derweil höchste Konzentration von seinen Spielern ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Adlerträger blieben weiter aufmerksam. SCP-Abwehrspieler Sebastian Mai versucht in dieser Szene, Erfurts Stürmer Carsten Kamlott bei der Ballannahme zu stören.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • In der 33. Spielminute konnten sich die Preußen wieder freuen - dieses Mal hatte Erfurts Mario Erb ins eigene Tor getroffen - das 2:0 für den SCP.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Sieg locker nach Hause gespielt

Auch nach dem Wechsel kam von Erfurt wenig. Der eingewechselte Jonas Struß foulte Tobias Rühle nach 58 Minuten nicht, Schiedsrichter Alexander Sather sah das anders als alle anderen und schenkte Münster einen Elfmeter. Das war genau der richtige Moment für Amaury Bischoff, seine zuletzt gezeigten Schwächen vom Elfmeterpunkt zu glätten – er traf sicher zum 4:0. Die Hausherren hatten in der Folge noch gute Konter, die wurden schön vorgetragen, aber die Abschlussquote der ersten Hälfte wurde nicht gehalten, weil Bischoff, Rizzi, Rühle, Jesse Weißenfels und Lennart Stoll jetzt nicht mehr trafen.

Kein Beinbruch, denn wann hatte der SCP zuletzt so hoch gewonnen? Unter Horst Steffen gegen Werder Bremen – gar nicht lange her noch in dieser Saison. Der neuerliche Erfolg unter Flutlicht an diesem Freitag dürfte nun eine ganz andere Strahlkraft für die Preußen haben.

Aufstellung

Preußen Münster:

  • Schulze Niehues
  • Tritz, Kittner, Mai, Hazaimeh
  • Schwarz (62. Stoll)
  • Bischoff, Rizzi (73. Kara), Rühle, Tekerci
  • Warschewski (56. Weißenfels)

RW Erfurt:

  • Klewin
  • Pigl, Vocaj, Erb, Sumusalo
  • Bergmann (46. Struß)
  • Aydin (67. Uzan), Tyrala, Brückne (73. Benamar)
  • Kammlot,Bieber
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Statistik

Tore: 1:0 Rizzi (15.), 2:0 Erb (33./Eigentor), 3:0 Warschewski (41.), 4:0 Bischoff (59./Foulelfmeter).

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