Fußball: 3. Liga Preußen-Gala zum Feierabend: 4:0 gegen RW Erfurt

Münster -

Eindrucksvoll, wie sich Preußen Münster mit dem 4:0 (3:0)-Heimerfolg der Heimaufgabe gegen RW Erfurt vor 6524 Zuschauern entledigte. Michele Rizzi, eine Eigentor Mario Erb, Tobias Warschewski und Amaury Bischoff trafen. Bereits am nächsten Spieltag geht es aber wieder richtig zur Sache.

Von Alexander Heflik
Jubel in schwarz und grün: Torschütze Tobias Warschewski, Tobias Rühle, Jeron Al-Hazaimeh und Torschütze Michele Rizzi beim Triumphmarsch vorbei an Erfurts bedauernswerten Abwehrspielern..
Jubel in schwarz und grün: Torschütze Tobias Warschewski, Tobias Rühle, Jeron Al-Hazaimeh und Torschütze Michele Rizzi beim Triumphmarsch vorbei an Erfurts bedauernswerten Abwehrspielern.. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Wiederbelebung des SC Preußen Münster ist in vollem Gang. Es war vor zehn Monaten, als der SCP letztmals zwei Partien in der 3. Liga in Folge gewinnen konnte. Nun, nach dem 1:0-Kampfsieg bei Fortuna Köln, meldete sich der SCP auch im Heimspiel gegen RW Erfurt vor dem eigenen Anhang zurück mit einem am Ende furiosen 4:0 (3:0)-Heimtriumph. Trainer Benno Möhlmann scheint den Nerv dieser Mannschaft getroffen zu haben, die bislang mehr schlecht als recht durch die Saison geholpert war. Sieben Punkte aus den letzten drei Partien, das gibt den Adlerträgern so etwas wie Aufwind. Mit Selbstvertrauen und Mut geht es in neun Tagen zum Kellerkinderduell beim FSV Zwickau.

Münster marschierte mit einer 3:0-Führung in die Halbzeit, gefühlt war es Lichtjahre her, dass das zuletzt gelang. Für alle Preußen war das ein bisschen wie Weihnachten, ein Geschenk nach Wochen voller Frust und Fußball-Folter. Das ging runter wie Öl. Endlich einmal. „Wir waren effektiv. Grundsätzlich haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Nach der Pause haben wir uns entscheidend gewehrt, den Sieg haben wir uns verdient“, sagte Möhlmann. „Wir haben schlecht verteidigt, Münster war extrem effektiv. Das Spiel ist schnell erklärt“, fügte auch Erfurts Coach Stefan Krämer an.

RE-LIVE

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Holpriger Start und überragende Chancenverwertung

Obwohl man sagen musste, dass es vor der Pause nicht immer nach diesem Resultat aussah, weil die Hausherren praktisch mit der zweiten vernünftigen Chance zum 1:0 trafen. Die Vorarbeit von Sinan Tekerci verwertete Michele Rizzi zum 1:0 (15.) – gerade erst hatten sich die Gäste aus Erfurt alles eingerichtet, dann der kühle Auftritt der Preußen-Offensive. Möglichkeit Nummer drei nach 33 Minuten führte bereits zum 2:0, als der bedauernswerte Mario Erb einen Rizzi-Freistoß formvollendet ins eigene Tor katapultierte. Es wurde noch besser, und damit stieg die Chancenverwertung auf 75 Prozent vor dem Pausentee, als Tobias Warschewski nach 41 Minuten den Querpass von Benjamin Schwarz zum 3:0 verwertete.

Michele Rizzi

Mehr zum Spiel von Michele Rizzi: Michele Rizzi schießt sich frei

Viel effektiver geht es kaum, zumal Warschewski wie ein alter Hase dieses Angebot in die Maschen zauberte. Kein Vergleich zum verschwenderischen Auslassen von Chancen im Westfalenpokal gegen Neuenkirchen, als Coach Möhlmann richtig wütend auf seine Jungs war. Apropos Jungs: Warschewski, dieser 18-jährige Jüngling, ist voll angekommen in der 3. Liga. Nach 56 Minuten war sein Arbeitstag vorbei, und die Tribüne stand auf für den Ex-Dortmunder, der sich immer mehr in den Vordergrund schlendert. Eine leichte Wadenblessur stoppte ihn.

Sieg locker nach Hause gespielt

Auch nach dem Wechsel kam von Erfurt wenig. Der eingewechselte Jonas Struß foulte Tobias Rühle nach 58 Minuten nicht, Schiedsrichter Alexander Sather sah das anders als alle anderen und schenkte Münster einen Elfmeter. Das war genau der richtige Moment für Amaury Bischoff, seine zuletzt gezeigten Schwächen vom Elfmeterpunkt zu glätten – er traf sicher zum 4:0. Die Hausherren hatten in der Folge noch gute Konter, die wurden schön vorgetragen, aber die Abschlussquote der ersten Hälfte wurde nicht gehalten, weil Bischoff, Rizzi, Rühle, Jesse Weißenfels und Lennart Stoll jetzt nicht mehr trafen.

Kein Beinbruch, denn wann hatte der SCP zuletzt so hoch gewonnen? Unter Horst Steffen gegen Werder Bremen – gar nicht lange her noch in dieser Saison. Der neuerliche Erfolg unter Flutlicht an diesem Freitag dürfte nun eine ganz andere Strahlkraft für die Preußen haben.

Aufstellung

Preußen Münster:

  • Schulze Niehues
  • Tritz, Kittner, Mai, Hazaimeh
  • Schwarz (62. Stoll)
  • Bischoff, Rizzi (73. Kara), Rühle, Tekerci
  • Warschewski (56. Weißenfels)

RW Erfurt:

  • Klewin
  • Pigl, Vocaj, Erb, Sumusalo
  • Bergmann (46. Struß)
  • Aydin (67. Uzan), Tyrala, Brückne (73. Benamar)
  • Kammlot,Bieber

Statistik

Tore: 1:0 Rizzi (15.), 2:0 Erb (33./Eigentor), 3:0 Warschewski (41.), 4:0 Bischoff (59./Foulelfmeter).

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