Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück will Chemnitz-Sieg gegen den Karlsruher SC vergolden

Osnabrück -

Den 6:1-Kantersieg gegen den Chemnitzer FC vergolden möchte der VfL Osnabrück am Mittwochabend im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC. Doch Vorsicht, der KSC ist seit zwölf Spielen ungeschlagen und die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Und doch ist VfL-Trainer Daniel Thioune zuversichtlich.

Dienstag, 13.02.2018, 16:02 Uhr

Gegen den Chemnitzer FC durften Tim Danneberg, Marc Heider, Marcos Alvarez (von links) und der VfL Osnabrück sechs Tore bejubeln. Dürfen sie sich auch heute Abend gegen den Karlsruher SC über einen Sieg freuen?
Gegen den Chemnitzer FC durften Tim Danneberg, Marc Heider, Marcos Alvarez (von links) und der VfL Osnabrück sechs Tore bejubeln. Dürfen sie sich auch heute Abend gegen den Karlsruher SC über einen Sieg freuen? Foto: Mrugalla

Der 6:1-Sieg gegen den Chemnitzer FC am vergangenen Freitag hat gut getan, richtig gut. Und der VfL Osnabrück kann ihn noch vergolden. Sollte im Nachholspiel am Mittwoch gegen den Karlsruher SC (19 Uhr Bremer Brücke) ein weiterer Dreifach-Triumph gelingen, könnten die Lila-Weißen in der Tabelle gleich drei Plätze gutmachen, hätten auf jeden Fall den Anschluss an das Mittelfeld wieder hergestellt. In jedem Falle gehen die Osnabrücker guten Mutes und mit breiter Brust in diese Partie, die erstmals Mitte Dezember angesetzt war.

Allerdings, und das ist jedem bewusst, wird es kein Zuckerschlecken. Der Karlsruher SC ist die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Nach schwachem Saisonstart blieb der KSC zuletzt zwölf Mal ohne Niederlage, kassierte in den zurückliegenden zehn Punktspielen nur zwei Gegnertreffer. Bis auf vier Zähler hat sich die Mannschaft von Trainer Aloys Schwarz an den Relegationsplatz herangekämpft. „Entsprechend gut sind Stimmung uns Selbstvertrauen“, weiß der Coach.

Mit David Pisot kehrt ein langjähriger Osnabrücker zurück. Auch er sieht der Aufgabe an alter Wirkungsstätte zuversichtlich entgegen: „Osnabrück wird uns nichts schenken, aber da können wir gut dagegen halten mit unserer Aggressivität und unserem Spielwitz. Es wird sehr gute Stimmung sein, aber wir wollen was mitnehmen und haben genügend Selbstvertrauen.“

So gut die jüngste Bilanz der Badener ist, in der Fremde fuhren sie nur zwei Siege ein. Mit Mittelfeldspieler Marcel Mehlem (Oberschenkelprobleme) ist zudem ein wichtiger Spieler angeschlagen. Gestern hat sich der KSC auf den Weg gen Norden gemacht. In Baden zurückerwartet wird er erst in der Nacht zu Sonntag, da die Mannschaft direkt weiterfährt zum nächsten Auswärtsspiel nach Halle.

VfL Osnabrücks Trainer Daniel Thioune zeigt großen Respekt vor der Karlsruher Defensive: „Die stehen hinten sehr gut und können vorne immer ein Tor machen. Wir müssen höllisch auf der Hut sein.“ Aber er gibt sich auch kämpferisch: „Wir haben gezeigt, dass wir zuhause bestehen können. Und wir wollen die Serie des KSC beenden.“ Die letzten fünf Heimspiele hat der VfL nicht mehr verloren.

Kleine Fragezeichen stehen hinter Marius Gersbeck und Sebastian Klaas. Der Keeper hat wegen einer Erkältung am Montag und Dienstag nicht trainiert, dürfte am Mittwochabend aber dabei sein. Youngster Klaas hat gegen Chemnitz mehrere Tritte abbekommen und gestern ausgesetzt. Ob Neuzugang Stephen Sama zu seinem dritten Startelfeinsatz in Folge kommt, ist ebenfalls noch nicht sicher. „Sama ist die Verstärkung, die wir uns erhofft hatten“, hält Thioune große Stücke auf den Innenverteidiger. „Mit seiner Aggressivität gegen den Ball hilft er uns sehr, aber ihm fehlt Wettkampfpraxis.“ Deshalb sei es nicht ausgeschlossen, dass er gerade vor dem Hintergrund der Englischen Woche eine Pause bekomme.

Trotz des Karlsruhe-Spiels blicken die Osnabrücker schon auf den kommenden Sonntag, wenn das Nachbarschaftsduell in Lotte ansteht. „Wir wollen am Mittwoch Werbung machen für den Sonntag, damit uns möglichst viele Fans begleiten und für Heimspielatmosphäre in Lotte sorgen“, sagt Daniel Thioune.

VfL Osnabrück: Gersbeck - Renneke, Sama, Susac, Wachs - Groß, Danneberg - Heider, Klaas, Reimerink - Alvarez.

Karlsruher SC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Marc. Mehlem, Wanitzek - Muslija, Thiede - A. Fink, Schleusener.

Schiedsrichter: Eric Müller (27, Bremen).

Anstoß: 19 Uhr Bremer Brücke

Nächstes VfL-Spiel: Sonntag, 18. August, 14 Uhr bei SF Lotte (Frimo-Stadion).

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