Fußball: 3. Liga
Spielerische und kämpferische Glanzleistung der Sportfreunde Lotte

Lotte -

Das war schon richtig gut, was die Sportfreunde Lotte am Freitag gegen VfR Aalen gezeigt haben. Spielerisch zeigten sie im ersten Durchgang eine der besten Leistungen seit langem. Aber auch kämpferisch warf die Elf vom Autobahnkreuz alles in die Waagschale.

Sonntag, 04.02.2018, 17:02 Uhr

Max Oesterhelweg zeigte eine starke Leistung. Das 1:0 bereitete er vor, das 2:0 schoss er selbst.
Max Oesterhelweg zeigte eine starke Leistung. Das 1:0 bereitete er vor, das 2:0 schoss er selbst. Foto: Mrugalla

„Wir haben völlig verdient verloren, haben kaum einen Zweikampf gewonnen. Lotte hat das wirklich clever gemacht.“ Rico Preißinger, Mittelfeldspieler des VfR Aalen und der einzige, der halbwegs Normalform bei seiner Mannschaft erreicht, brachte es auf den Punkt. Die in jedem Punkt überlegenen Sportfreunde feierten am Freitagabend einen hochverdienten 2:0-Erfolg, der eigentlich höher hätte ausfallen können.

Zufrieden dürfte Trainer Andreas Golombek zudem damit sein, dass schein Schachzug funktioniert hat. Mit Kevin Freiberger stellte er einen etatmäßigen Außenspieler in die Sturmmitte. Er traf wie auch sein Angriffskollege Max Osterhelweg ins Schwarze. Mit dem Sieg ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf beruhigende neun Punkte angewachsen. „Ausruhen dürfen wir uns aber noch lange nicht“, verdeutlich Golombek. „Am Samstag wartet mit Jena der nächste schwere Gegner auf uns.“

Mit dem Auftritt gegen VfR Aalen haben die Sportfreunde nach dem 0:5 der Vorwoche in Paderborn die richtige Antwort gegeben. Das meinte auch Kapitän Tim Wendel: „Das war von Anfang bis Ende ein richtig gutes Spiel von uns. Wir haben einen echt klasse Fußball gezeigt und hätten zur Pause schon 3:0 führen können. Wir wollten gerade nach dem Paderborn-Spiel griffiger sein. Das haben wir umgesetzt, waren aggressiv und zweikampfstärker als Aalen. Das sind unheimlich wichtige Punkte für uns.“ Das unterstreicht Kevin Freiberger: „Wir hatten das Spiel jederzeit unter Kontrolle. Mit zunehmender Dauer hatten wir keine Bedenken mehr, das Spiel zu verlieren.“

Freiberger dürfte nach seiner Leistung wohl auch in Jena wieder den Part des noch zwei Spiele gesperrten Bernd Rosinger einnehmen. Auf Andre Dej hat Andreas Golombek ganz verzichtet, obwohl der nach überstandener Knie-Operation wieder im Kader stand. Nach der tadellosen Mannschaftsleistung von Freitag stellt sich allerdings die Frage, wen will das Trainerteam aus der ersten Elf herausnehmen, sollte Dej am Wochenende wieder gesetzt sein? Ein solches Luxusproblem dürften Golombek und sein Co Josef Laumann angesichts der Verletztenmisere im Herbst gerne in Kauf nehmen.

Stolz dürfen die beiden auf die kämpferische Komponente sein, die die Sportfreunde gegen Aalen neben der spielerischen Klasse an den Tag legten. Entsprechend wohltuend waren die Wortes von VfR-Trainer Peter Vollmann: „Wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, gewinnt das Spiel. Das ist meistens so. Das hat Lotte heute vorgemacht. Da muss ich meiner Mannschaft den Vorwurf machen, dass sie die Zweikämpfe nicht angenommen hat. Da war uns der Gegner deutlich überlegen.“

SF Lotte : Fernandez - Langlitz, Straith, Rahn, Schulze - Heyer, Wendel - Pires-Rodrigues (76. Hober) - Lindner (85. Putze), Freiberger (83. Wegner), Oesterhelweg.

VfR Aalen: Bernhardt - Geyer, Rehfeldt, R. Müller, Schulz (71. Wegkamp) - Wetzmüller - Traut, Lämmel (46. Bär), Preißinger (83. Stranese), Morys - Schnellbacher.

Tore: 1:0 Freiberger (15.), 2:0 Oersterhelweg (74.)., - Schiedsrichter: Nicolas Winter (Scheibenhardt). - Gelbe Karten: Pires-Rodrigues - Preißinger, Traut, Welzmüller, Bär. - Zuschauer: 1340.

Trainerstimmen:

Peter Vollmann (VfR Aalen): „Wenn man das Spiel über 90 Minutenbetrchtet, haben wir verdient verloren. Wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, gewinnt auch das Spiel. Das ist meistens so. Das hat Lotte heute vorgemacht. Da muss ich meiner Mannschaft den Vorwurf machen, dass sie die Zweikämpfe nicht angenommen hat. In dem Fall war uns der Gegner deutlich überlegen.“

Andreas Golombek (SF Lotte): „Wir sind der verdiente Sieger, hätten vielleicht das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Aber wir hatten nach dem 0:5 in Paderborn einen Rucksack mitzuschleppen. Deshalb Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat das gut weggesteckt und von Beginn an gezeigt, dass sie das Spiel gewinnen will. Wir waren aggressiv, haben früh gestört und so Aalen zu Fehlern gezwungen. Kevin Freiberger hat auf der Rosinger-Position ein gutes Spiel gemacht und ja auch sein Tor geschossen.“

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