Handball: Bezirksliga Münsterland
HSG Hohne/Lengerich und TV Kattenvenne noch längst nicht gesichert

Tecklenburger Land -

Der TV Kattenvenne und die HSG Hohne/Lengerich blieben am Wochenende in der Handball-Bezirksliga Münsterland der Männer siegreich und feierten damit eminent wichtige Erfolge. Der TVK klettert gar auf Rang fünf. Sicher dürfen sich die beiden heimischen Vertreter dennoch nicht fühlen. Im Gegenteil.

Dienstag, 30.01.2018, 16:01 Uhr

Der TV Kattenvenne, hier mit Hinrich Hukriede (von links), Mario Postert und Kevin Reiser (grüne Trikots), sowie die HSG Hohne/Lengerich mit (hinten von links) Jan Steinigeweg, Torhüter Christoph Hockenbrink, Frederik Grune, Dennis Suhre und Frederic Schallenberg, dürfen sich trotz der derzeit guten Tabellenstände nicht in Sicherheit wiegen.
Der TV Kattenvenne, hier mit Hinrich Hukriede (von links), Mario Postert und Kevin Reiser (grüne Trikots), sowie die HSG Hohne/Lengerich mit (hinten von links) Jan Steinigeweg, Torhüter Christoph Hockenbrink, Frederik Grune, Dennis Suhre und Frederic Schallenberg, dürfen sich trotz der derzeit guten Tabellenstände nicht in Sicherheit wiegen. Foto: Uwe Wolter

Der TV Kattenvenne und die HSG Hohne /Lengerich blieben am Wochenende in der Handball-Bezirksliga Münsterland der Männer siegreich und feierten damit eminent wichtige Erfolge. Der TVK klettert gar auf Rang fünf. Sicher dürfen sich die beiden heimischen Vertreter dennoch nicht fühlen. Im Gegenteil. Aufgrund der gleitenden Skala und den aktuellen Platzierungen der Mannschaften aus der Region in den höheren Ligen bahnt sich ein vermehrter Abstieg an.

In den verbleibenden Spielen bis zum Saisonfinale bahnt sich ein Hauen und Stechen an, der Abstiegskampf verspricht spannender denn je zu werden. Für die HSG und den TVK gilt es, am Saisonende mindestens Platz zehn zu erreichen. Dann wären sie auf der sicheren Seite. Doch auch nach dem 14. Spieltag sind es nur zwei Punkte, die den Tabellenfünften TVK von einem möglichen Abstiegsplatz trennen.

Auch wenn es noch ein gutes Stück auf dem Weg zum rettenden Ufer ist, spricht doch einiges dafür, dass sich die HSG und TVK retten können. Ganz starke Argumente für den Klassenerhalt lieferten zuletzt die Kattenvenner, die nur eines der letzten acht Spiele verloren. „Wir wissen, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Aber ich sehe uns auf einem guten Weg, weil wir nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten immer stabiler geworden sind“, sagt TVK-Trainer Florian Schulte . Mit den Siegen gegen die beiden Top-Teams der Liga, SuS Neuenkirchen und Warendorfer SU, untermauerten die Kattenvenner nachhaltig ihren Anspruch, auch im kommenden Jahr in der ersten überkreislichen Liga spielen zu dürfen. Schulte spricht von „Bonuspunkten“, sie sein Team zuletzt geholt habe. Aber es sind gerade diese Zähler, die der Mannschaft weiterhelfen.

Auch die HSG Hohne/Lengerich kehrte am vergangenen Samstag mit dem Sieg beim heimstarken TV Borghorst auf den Pfad alter Tugenden zurück. Das ist umso bemerkenswerter, weil sich das Verletzungspech wie ein roter Faden durch die Saison zieht und Trainer Stefan Ritterbach deshalb praktisch nie aus dem Vollen schöpfen konnte. Es hat wohl auch etwas mit dem Charakter einer Mannschaft zu tun, wenn man diesen Unbilden trotzt. Wie sagte Ritterbach nach dem Spiel in Borghorst noch? „Wir haben uns für eine gute Leistung belohnt.“ Gelingt es, diese Moral zu konservieren, sollte das letztendlich auch die Basis für den Klassenerhalt sein.

Weshalb in diesem Jahr in der Bezirksliga ein Massenabstieg droht, liegt an der Konstellation in den übergeordneten Landesligen. Denn in Staffel 2 steht die Ibbenbürener SpVgg praktisch als Absteiger fest, und auch in Staffel 3 droht die DJK Coesfeld als Tabellenletzter das Klassenziel zu verfehlen. Erwischt es in Staffel zwei auch noch den SC Everswinkel oder eine andere Mannschaft aus der Region, dann kämen gleich drei Absteiger in die Bezirksliga Münsterland zurück. Und das hätte zur Folge, dass es in der ersten überkreislichen Liga gleich vier Clubs träfe, die zurück in die Kreisliga müssten.

Nach aktuellem Stand der Dinge wären das neben Eintracht Hiltrup und TV Emsdetten 3 sowie die beiden münsterischen Vertreter HSG Preußen/Borussia und HSG Gremmendorf/Angelmodde.

Will man dieser Konstellation überhaupt etwas Positives abgewinnen, dann ist es der Umstand, dass in der Verbandsliga die beiden münsterländischen Vertreter ASV Senden und TV Emsdetten II gesichert sind. Denn ginge auch noch eine dieser beiden Mannschaften – wider Erwarten – durchs Loch, dann könnte sich die Zahl der Absteiger in der Bezirksliga sogar auf fünf erhöhen.

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