Handball: TSV Ladbergens Coach zieht erste Bilanz
„Giga“ und sein starkes Team

Ladbergen -

„Giga“ Cerniauskas, Trainer des TSV Ladbergen, trainiert seit Saisonbeginn den TSV Ladbergen. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga heißt seine Aufgabe den Neustart in der Landesliga zu bewerkstelligen. Zum Jahreswechsel zieht der Coach eine erste Bilanz.

Mittwoch, 03.01.2018, 19:01 Uhr

Am Jahresende  hatten sich die Handballer des TSV Ladbergen, hier mit Lennart Friese (Mitte) wieder gefangen.
Am Jahresende  hatten sich die Handballer des TSV Ladbergen, hier mit Lennart Friese (Mitte) wieder gefangen. Foto: Jörg Wahlbrink

Über ein halbes Jahr hält er das sportliche Ruder bei den Handballern in Ladbergen nun in seinen Händen. Gelenkt hat er seine mitunter sehr junge Mannschaft zur Winterpause auf den siebten Tabellenplatz, steht als Absteiger der Vorsaison mit zehn Punkten zwischen den Extremen des Tableaus - sozusagen im Niemandsland der Tabelle. Die Rede ist von TSV-Coach Giedrius „Giga“ Cerniauskas, der zu Beginn der Saison vom ASV Senden kam. Wie er auf das erste halbe Jahr im Heidedorf zurückblickt und welche Perspektiven er für das neue Jahr sieht, verriet er im WN-Gespräch.

Hier lieben und leben die Menschen den Handball.

„Giga“ Cerniauskas

Nur ein Tor hatte damals gefehlt, ein Treffer hätte gereicht - der TSV wäre dem Abstiegsgespenst in den Relegationsspielen gegen die HSG Plettenberg/Werdohl von der Schüppe gesprungen. Das alles Zetern der Vergangenheit in einer solchen Situation nicht zur Besserung führt, war Cerniauskas direkt klar: „Viele konnten es nicht direkt ausblenden, sowas bleibt eben auch in den Köpfen. Für mich war es wichtiger die Spieler psychologisch zu packen, damit sie die Liga, in die sie abgestiegen sind, nicht unterschätzen und sie ernst nehmen.“ Man habe in der Sportgeschichte oft genug erlebt, wie Mannschaften einen Abwärtsstrudel nicht aufhalten konnten, so der Coach, der an den Respekt seiner Spieler appellierte, dennoch bei einzelnen Spielern eine Leichtigkeit im Training wahrnahm. Dass diese vom Training auf das Spielfeld sich übertrug, das konnte er nicht verhindern und sagt selber: „Die ersten beiden Spiele haben wir gewonnen, danach fünf am Stück nicht – da haben meine Jungs so manchen Gegner nicht ernst genug genommen.“ Angefangen habe alles mit der Heimniederlage gegen den HC Ibbenbüren, die „besonders unglückliche Niederlage“ in Havixbeck sei für Cerniauskas ein Tiefpunkt gewesen: „Solche Niederlagen knallen im Kopf.“ Gefangen habe sich sein Team in der Folge – nicht durch einzelne Spieler, deren Leistung heraus stachen, sondern durch die mannschaftliche Geschlossenheit, ist sich der Trainer sicher.

Diesen Teamgeist merkt er auch bei seinen Neuzugängen Bent Jebsen und Niklas Beckmann, die er beide aus seiner Zeit beim ASV Senden mitgebracht hatte: „Sie sind voll in die Mannschaft integriert, passen sehr gut zum Team.“ Zu einem Team mit einem neuen Torhüter, bei dem auch er ins Schwärmen kommt: „Wir sind ja nicht blind: Er ist ein richtig guter. Das müssen wir ihm aber nicht sagen, das weiß er selber.“ Die Rede ist von Dustin Mechelhoff, der in einigen Spielen seinem Team vieles gerettet habe.

Und wie zufrieden ist der Trainer, den alle nur „Giga“ nennen, mit der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft? „Mein Motto bleibt weiterhin schneller und packender Handball, der Gegner soll sich an uns anpassen. Dafür brauchen wir gute und schnelle Abwehrspieler. Im 3-2-1 passt das schon sehr gut, es fehlt uns manchmal aber noch an einer konstanten Spieltaktik, an die sich alle halten müssen und die konsequent durchgezogen werden muss.“ Dabei appelliert der Coach vor allem an die Disziplin der einzelnen Spieler.

Insgesamt sieht er sein erstes halbes Jahr „als gelungen“, erkennt „eine Tendenz nach oben“, dabei sei es aber nicht an der Zeit von konkreten Tabellenplätzen zu reden. Bewahrheitet habe sich dafür seine Vorkenntnisse aus dem Heidedorf: „Ladbergen ist im positiven Sinne Handball-verrückt. Deswegen bin ich auch hier hin gewechselt: hier lieben und leben die Menschen den Handball.“

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