Fußball: 3. Liga Andreas Golombek: „Druck liegt bei Magdeburg“

Lotte -

Vor einer Herkulesaufgabe stehen am Freitagabend die Sportfreunde Lotte. Zum Abschluss der Hinrunde gastieren die Blau-Weißen sechs Tage nach dem 0:0 gegen Preußen Münster beim Tabellenzweiten 1. FC Magdeburg (19 Uhr).

Von Uwe Wolter
Im Mai dieses Jahres verloren Tim Wendel (rechts), der am Freitag wieder spielberechtigt ist, und die Sportfreunde Lotte in Magdeburg mit 0:2.
Im Mai dieses Jahres verloren Tim Wendel (rechts), der am Freitag wieder spielberechtigt ist, und die Sportfreunde Lotte in Magdeburg mit 0:2. Foto: Mrugalla

Zum dritten Mal treffen die Sportfreunde und der 1. FCM in der 3. Liga aufeinander. Und erneut gibt es dieses Duell am jeweils letzten Spieltag der beiden Halbserien. Im Mai dieses Jahres verlor Lotte am letzten Spieltag der vergangenen Saison an der Elbe mit 0:2. Das Hinspiel gewannen die Magdeburger mit 3:1. Für Lotte traf damals Mannschaftskapitän Gerrit Nauber , heute MSV Duisburg, zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer.

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40 Punkte lügen nicht, aber man kann auch gegen so eine Mannschaft punkten

SFL-Trainer Andreas Golombek

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Für Lottes aktuellen Trainer Andreas Golombek hat das Spiel noch eine besondere Bedeutung, schnürte er doch von Sommer 1999 bis Frühjahr 2002 die Fußballstiefel für die Magdeburger. Zu den Höhepunkten gehörten in der Saison 2000/2001 die Erfolge im DFB-Pokal. Nacheinander kickte der damalige Nordost-Oberligist den 1. FC Köln, Bayern München und den Karslruher SC aus dem Wettbewerb. Erst Schalke 04 stoppte den Magdeburger Pokal-Siegeszug. „Das war damals ähnlich, wie im vergangen Jahr in Lotte“, erinnert sich Andreas Golombek. Der SFL-Coach freut sich richtig auf die Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte. „Ich habe dort noch viele Freunde“, so Golombek. „Aber ob die nach dem Spiel noch freundlich zu mir sind, wenn Lotte gewonnen hat, muss man sehen. Aber so ist halt dann der Fußball.“

Andreas Golombek Foto: Mrugalla

Ja, Lottes Trainer will sich beim Tabellenzweiten am Freitagabend nicht verkriechen. „Unser Ziel ist es natürlich, dort zu punkten.“ Golombek weiß aber, welche Aufgabe da auf seine Truppe wartet. „40 Punkte lügen nicht, aber man kann auch gegen so eine Mannschaft punkten.“ Sich nur hinten rein zu stellen., wäre aber völlig falsch. „Dann kommt in der 91. Minute so ein Ding und du verlierst doch. Dann heißt es, hätten wir doch mehr getan“, sagt der SFL-Coach. Den größeren Druck sieht er bei den Gastgebern. „Wir sind krasser Außenseiter, die wollen aufsteigen.“

Erfreut ist Golombek über die Tatsache, dass er wieder reichlich personelle Alternativen hat. „Leider hat der DFB etwas dagegen, dass wir mit 13 Leuten auflaufen. Es können halt nur elf sein.“

Nach der Partie in Magdeburg folgt am Samstag, 16. Dezember, noch das erste Rückrundenspiel bei Hansa Rostock. Dann geht es in die recht kurze Winterpause. Am 20. Januar geht es mit dem ersten Heimspiel gegen FSV Zwickau in 2018 weiter.

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