Handball-Bezirksliga Münsterland Bange machen gilt nicht für die Handballer von Vorwärts Gronau gegen Vreden

Gronau -

Der Gegner ist keiner von Pappe. Aber trotzdem möchten die Handballer von Vorwärts Gronau im Topspiel am Samstagabend gegen den TV Vreden bestehen. Ihr Trainer gibt die Richtung jedenfalls schon einmal deutlich vor.

Von Fabian Renger
Vorwärts-Coach Adam Fischer gibt sich vor dem Spitzenspiel seiner Bezirksliga-Handballer tiefenentspannt und durchaus angriffslustig.
Vorwärts-Coach Adam Fischer gibt sich vor dem Spitzenspiel seiner Bezirksliga-Handballer tiefenentspannt und durchaus angriffslustig. Foto: Stefan Hoof

Spitzenmannschaften, die in der Tabelle oben stehen, behaupten ja bekanntlich, man schaue angeblich nicht auf die Tabelle. Das nächste Spiel sei das wichtigste. Adam Fischer, Trainer der Bezirksliga-Herren von Vorwärts Gronau macht da vor dem Topspiel daheim gegen den TV Vreden (Anwurf am Samstag, 19 Uhr, Sporthalle an der Laubstiege), eine erfrischende Ausnahme.

„Ist doch schön, wenn wir oben stehen“, freut sich der Coach wie Bolle auf das Spiel des Tabellendritten (Gronau) gegen den Tabellenzweiten. Mit einem Sieg zieht Vorwärts an den Gästen in der Tabelle vorbei, mit etwas Glück grüßen die Gronauer anschließend sogar vom Platz an der Sonne. Gäbe Schlimmeres, der Haken: Der Kontrahent ist keiner, den man eben so im Vorbeigehen schlägt.

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Das wird kein leichtes Spiel, Vreden ist gut drauf

Adam Fischer

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Besonders im Rückraum tummeln sich bei den Vredenern mit Julius Jetter und Christian Buning zwei Leute, die mit der Kugel umgehen können. „Das wird kein leichtes Spiel, Vreden ist gut drauf“, warnt Fischer daher auch prompt vorm Gegner. Angst und Bange ist ihm trotzdem nicht. Denn auch wenn Vreden im letzten Ligaspiel Kattenvenne mit 37:26 keine Chance ließ, war Vorwärts selbst gegen Hiltrup ebenfalls top motiviert und erfolgreich. „Klar müssen wir besonders in der Abwehr eine Schippe drauf legen, aber letztlich stehen auch bei denen nur sieben Männer auf der Platte und nicht nur die zwei Supershooter!“

Das klingt doch mal nach einer Kampfansage. Besonders gegnerorientiert ließ er daher im Vorfeld des Duells auch nicht trainieren, stattdessen bräuchten seine Jungs am Samstag mehr Zielwasser und eine geringere Fehlerquote als zuletzt. „Wir haben konzentriert trainiert“, lobt Fischer seine Mannen.

Personell ist Vorwärts momentan auf Rosen gebettet. 13 oder 14 Spieler, eventuell auch einer aus der A-Jugend, wären spielbereit. Einzig auf Nils Nagelmann und Carsten Rees muss er verzichten. Sonst sieht‘s gut aus.

Überhaupt: Der Teamspirit passt in Fischers Mannschaft. „Wir lösen alles zusammen, wir müssen uns nicht drauf verlassen, dass ein Einzelspieler einen guten Tag braucht.“ Doch, was ist, wenn es doch schief laufen sollte gegen Vreden? „Ach, wir sind im Soll, lassen das jetzt einfach auf uns zukommen.“

Sehr tiefenentspannt, der Herr. Sein frommer Wunsch: Die Halle soll voll sein, für das entsprechende Resultat würde seine Truppe sorgen. Samstagabend sind wir alle schlauer.

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