Fußball: Westfalenliga Frühe Führung reicht Roxel gegen Rödinghausen nicht

Münster -

Für den BSV Roxel geht es keinen Schritt vorwärts. Das Schlusslicht unterlag zu Hause mit 2:3 gegen den SV Rödinghausen II. Auf die Tabelle schaut schon lange niemand mehr bei den Münsteranern, die diesmal sogar in Führung lagen.

Von Michael Schulte
Bester Roxeler Feldspieler war Dickens Toka (l.), der hier Ben Klostermann überspringt.
Bester Roxeler Feldspieler war Dickens Toka (l.), der hier Ben Klostermann überspringt. Foto: Peter Leßmann

Am Ende herrscht die gewohnte Tristesse nach der erneuten Niederlage für den BSV Roxel , diesmal mit 2:3 (1:2) gegen die Reserve des SV Rödinghausen . Aber immerhin gibt es mindestens zwei Höhepunkte.

Es ist das letzte Spiel der Hinrunde, und die Gastgeber feiern ein Novum. Sie gehen in Führung. Erstmals daheim, zum zweiten Mal (nach dem 3:1-Auftaktsieg in Hiltrup) in dieser Serie überhaupt. Und das durch einen verwandelten Foulelfmeter, den Gufäb Hatam herausholt und Kapitän Patrick Gockel in der 26. Minute sicher verwandelt.

Das zweite emotionale Highlight liefert Gäste-Torwart Marvon Bobka . Sein Team führt 3:1, da entscheidet der Unparteiische auf Eckball für Roxel. Das regt den Mann im gelben Sweater so auf, dass er wütend das Leder wegdrischt. Als deswegen niemand Notiz von ihm nimmt, legt er verbal nach. Aber ganz kräftig. Und er unterstreicht seine Worte noch mit hektischen Armbewegungen und wilden Sprüngen gen Referee. Aber noch immer passiert nichts. Das will der Assistent an der Seitenlinie so nicht stehen lassen und bittet den Schiedsrichter zum Smalltalk. Das Ergebnis: gelbe Karte für das Ballwegschlagen plus gelbe Karte für das Meckern ergibt Gelb-Rot.

Um das Blatt noch zu wenden, fehlt den Roxelern die Zeit. Denn Bobka leistet sich seinen doppelten Fauxpas in der 82. Minute. Immerhin gelingt dem emsigen Dickens Toka in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer, mehr geht aber nicht für das Schlusslicht.

Unterm Strich geht der Gäste-Sieg in Ordnung. Rödinghausen stellt das reifere Team, ist feldüberlegen und besitzt in Christian Schmidt einen erfolgreichen Torjäger. Alle drei Treffer (33./39./73.) erzielt der junge Mann, allesamt sauber vorgelegt. Und allesamt ziemlich schlafmützig verteidigt von der BSV-Defensive. „Um hier zu punkten, müssen wir unsere Chancen nutzen. Leider ist das durch Hatam und Benjamin Leifeld bei zwei Top-Gelegenheiten nicht gelungen“, hadert der Sportliche Leiter Gundolf Lorenz. Und Trainer Sebastian Hänsel sagt: „Kein Vorwurf an meine Jungs. Wir haben alles gegeben, leider hat es nicht gereicht.“ BSV: Neuhaus – Groß (72. Taniguchi), Wesberg, L. Saerbeck, Willich – Brand (66. Güllü), Gockel, Andrick, Toka – Leifeld, Hatam

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5299787?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F