Fußball: Bezirksliga Vorwärts Epes Kollektiv anstatt Torjäger

Epe -

In Topfform sieht Dirk Bültbrun seine Mannschaft noch nicht. Vorwärts Epe startet nach sechs Wochen Vorbereitung mit dem Duell bei Adler Weseke in die Meisterschaft. Die Jungs vom Wolbertshof haben sich überlegt, wie sie den Abgang von Torgarant Aleksandar Temelkov kompensieren wollen.

Von Alex Piccin
Zum Bezirksligaauftakt trifft Vorwärts Epe um Marcel Deeren (r.) und Richard Schopf auf Adler Weseke. Potenzial, wieder oben anzugreifen, haben die Kicker vom Wolbertshof, doch Trainer Dirk Bültbrun mahnt zur Vorsicht.
Zum Bezirksligaauftakt trifft Vorwärts Epe um Marcel Deeren (r.) und Richard Schopf auf Adler Weseke. Potenzial, wieder oben anzugreifen, haben die Kicker vom Wolbertshof, doch Trainer Dirk Bültbrun mahnt zur Vorsicht. Foto: Angelika Hoof

So richtig bereit scheint Vorwärts Epe für den Bezirksliga-Start am Sonntag bei Adler Weseke nicht zu sein. Dies verkündet zumindest Trainer Dirk Bültbrun : „Einige Spieler haben noch Rückstand.“

Die Vorbereitung habe Licht und Schatten gezeigt, sei es in Bezug auf Testspielleistungen wie auch in der Trainingsbeteiligung. Besonders Letzteres hilft beim Umbruch am Wolbertshof nicht weiter. Mehr als zehn neue Spieler muss Bültbrun ins Team integrieren, dafür seien sechs Wochen einfach nicht genug, wie er sagt: „Dieser Prozess benötigt Zeit und dauert noch an.“

Trotzdem, für Sonntag gibt der Chef an der Linie eine klare Linie vor und verlangt gleich die ersten Punkte der Saison: „Nur eine ordentliche Halbzeit wie am vergangenen Sonntag im Pokalspiel in Rödder wird nicht ausreichen. Wir müssen über 90 Minuten unentwegt Bereitschaft zeigen.“

In Weseke muss Bültbrun auf Jan Engemann (Fußprellung), Stefan Kurtdili, Tiago Araujo (beide muskuläre Probleme) sowie Bernd Möllers (beruflich verhindert) verzichten. Der Einsatz von Patrick Leuders (Erkältung) und Jan Beverborg (Rückenprobleme) entscheidet sich kurzfristig.

Der vorzeitig zum Senior erklärte A-Jugendliche Beverborg ist einer, dem die Vorwärts-Verantwortlichen eine Menge zutrauen. Wie die anderen Jungspunde ist er engagiert und in Sachen Spieltempo wie Robustheit auf einem guten Weg.

Vor allem zwischen den Pfosten sieht Torwarttrainer Dirk Werenbeck das Team klasse aufgestellt: „Zwischen Marcel Peters-Kottig und Felix Kortbus werden Nuancen entscheiden. Ein Torwartproblem haben wir definitiv nicht.“ Eine Rotation für das Trikot mit der Nummer eins sei denkbar, auch wenn Werenbeck als Ex-Schnapper wahrlich kein Freund davon ist.

Die Durchlässigkeit zwischen erster und der frisch in die Kreisliga A aufgestiegenen zweiten Mannschaft ist eine Option, die die jeweiligen Trainerteams ins Auge fassen. „Wir möchten alle Spieler ans Spielen kriegen“, sagt Werenbeck und Bültbrun ergänzt: „Wir müssen schauen, ob eventuelle Interessenskonflikte einvernehmlich gelöst werden können.“

Beide Teams haben rund 20 Mann im Kader. Wenn Vorwärts von Verletzungen verschont bleibt, kann Reserve-Coach Ahmet Durmaz seine Hoffnung, „hin und wieder Unterstützung von oben“ zu bekommen, vielleicht erfüllt sehen.

In der Vorbereitung hat Vorwärts auch die Dreier-Abwehrkette ausprobiert, vor allem, um auf Spielsituationen flexibel reagieren zu können. Den Verlust von Torgarant Aleksandar Temelkov soll die Mannschaft als Kollektiv auffangen. Über die flinken Außen und Möllers sowie Devin Hoffmann in der Zentralen scheint der Weg zum Torerfolg relativ kurz. Steht unter dem Schlussstrich im Mai ein einstelliger Tabellenplatz, so wäre Bültbrun schon froh: „Die Liga ist sehr stark, unsere jungen Spieler müssen sich etablieren. Man muss stets wachsam sein, nicht unten reinzurutschen.“

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