Jugendhandball Mehr als nur Tore werfen

Greven -

Der Handballkreis hat seinen E-Junioren neben dem Spielbetrieb ein Vielseitigkeitsturnier verordnet. Die Premiere fand in der Rönnehalle in Greven statt. Mit Erfolg.

Parcours bestanden: Unter den 300 E-Junioren-Handballern waren auch die E2-Juniorinnen des SC Greven 09 sowie die E-Junioren der Handballfreunde.
Parcours bestanden: Unter den 300 E-Junioren-Handballern waren auch die E2-Juniorinnen des SC Greven 09 sowie die E-Junioren der Handballfreunde. Foto: Heidrun Riese

Um in der Tabelle möglichst weit nach oben zu kommen, müssen sich die E-Jugend-Teams seit dieser Saison nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in einem Vielseitigkeitsparcours beweisen. Zum allerersten Mal veranstaltete der Handballkreis Münster am Sonntag ein verpflichtendes Turnier für alle Mannschaften, bei dem es ausnahmsweise mal nicht ums Torewerfen ging. Mehr als 300 Kinder nahmen an dieser Premiere in der Rönnehalle teil, bei der die Jugendabteilungen des SC Greven 09 und der Handballfreunde als Ausrichter fungierten.

„Gerade im E-Jugend-Bereich sind die körperlichen Unterschiede sehr groß“, erklärte Alexander Seitz vom ASV Senden , der sich als Jugendausschussvorsitzender des Handballkreises um die Turnierleitung kümmerte, den Hintergrund. „Mannschaften, die handballerisch noch nicht so weit sind, haben dadurch ebenfalls ein Erfolgserlebnis. Außerdem gehört zum Handball mehr als nur das Tore werfen.“ Und genau das wird mit den Übungen im Vielseitigkeitsparcours geschult. Was die Neun- und Zehnjährigen dort leisten, fließt am Ende übrigens auch in die Saisonwertung ein. Je nachdem, wie gut die Mannschaften bei den beiden angesetzten Turnieren abschneiden, werden ihnen bis zu fünf Punkte gutgeschrieben. „Das spornt natürlich an“, betonte Seitz.

An sechs Stationen galt es am Sonntag, Übungen mit und ohne Ball zu absolvieren. So ging es zum Beispiel darum, sich zuerst bäuchlings über eine Bank zu ziehen und sich dann im Spinnengang, mit den Hacken auf der Bank, zurück zum Ausgangspunkt zu bewegen. Oder darum, den Ball so an die Wand zu werfen, dass er auf einen schräg gestellten Kasten zurückprallte - mit jeder Hand drei Mal. Welche der 30 vorgegebenen Aufgaben bei der Premiere auf dem Programm standen, entschied das Los.

Einige davon kannten die beiden Mannschaften des SC Greven 09 um Rosi Wagemann, Heike Schäpermeier, Lara Pütter und Aaliyah Aileru bereits. „Wir machen manchmal Zirkeltraining und bauen die Übungen ein“, verriet Wagemann. Die Mädchen machten ihre Sache sehr gut, genau wie die Jungs der Handballfreunde um Andreas Rottmann, Konrad Seidemann und Clemens Lodde. „Alle haben sich unheimlich angestrengt“, freute sich Rottmann.

Ein dickes Lob gab es auch von Melanie Wierzejewski, Lehrwartin im Jugendausschuss, die das Turnier mitorganisiert hatte. Sie bedankte sich über die tatkräftige Unterstützung der Gastgeber: „Die beiden Vereine haben viel Vorarbeit geleistet und Manpower eingebracht.“

Am Ende gab es viel Applaus für alle Beteiligten. Und für die 30 Mannschaften außer den Urkunden sicherlich auch den ein oder anderen Muskelkater.

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