Fußball: Davertpokal Prestigeträchtig, hochwertig, lukrativ – 32. Davertpokal

Ascheberg/Herbern -

Münster hat die „Stadtis“, Warendorf die HKM – und Ascheberg den Davertpokal. Seit 31 Jahren wetteifern Teams aus dem Altkreis und der näheren Umgebung an der Nordkirchener Straße um den begehrten Hallentitel. Favoriten der 32. Auflage (5. bis 7. Januar) sind die üblichen Verdächtigen.

Von Florian Levenig
Titelverteidiger ist der SC Greven 09.Der SV Herbern (l.: Johannes Richter), 2018 mit der Ausrichtung betraut, gewann zuletzt vor zwei Jahren den Davertpokal. Der VfL Senden (hier Florian Kaling) wartet seit 31 Jahren auf einen Turniersieg, stand aber seit 2015 immer im Endspiel.
Titelverteidiger ist der SC Greven 09.Der SV Herbern (l.: Johannes Richter), 2018 mit der Ausrichtung betraut, gewann zuletzt vor zwei Jahren den Davertpokal. Der VfL Senden (hier Florian Kaling) wartet seit 31 Jahren auf einen Turniersieg, stand aber seit 2015 immer im Endspiel. Foto: rau

Der Davertpokal ist fast so alt wie Weihnachten. Und eine ähnlich bedeutende Abfolge von Feiertagen. Jedenfalls für Freunde des Indoor-Kicks. Keine andere Veranstaltung im Altkreis ist so populär bei Fans wie Fußballern, so gut dotiert, so sportlich hochwertig. Das war in den vergangenen drei Jahrzehnten so und wird sich auch bei der 32. Auflage vom 5. bis zum 7. Januar (Freitag bis Sonntag) nicht ändern. Gespielt wird – wie immer – in der Sporthalle Ascheberg (Nordkirchener Straße). Ausrichter 2018 ist der SV Herbern.

Den Part der Losfee hat diesmal SVH-Geschäftsführer Dominik Reher übernommen. Ob er, mit Blick auf das eigene Team, ein glückliches Händchen bewiesen habe, werde sich dann noch zeigen, so der Orga-Chef. Der hiesige Landesligist (und achtfache Davertpokalsieger) trifft am Eröffnungsabend in Gruppe A auf Bezirksligist Union Lüdinghausen (vier Erfolge), Rekordgewinner Davaria Davensberg (zehn Triumphe) und die SG Selm (beide Kreisliga A). Gerade die technisch beschlagenen Davaren seien nicht zu unterschätzen. Trotzdem „muss es das Ziel sein, wie Anfang 2017 das Halbfinale zu erreichen“, so Reher. Mindestens.

Merfeld seltener Gast, Greven Titelverteidiger

In Gruppe B (ebenfalls am Freitag) bekommt es der VfL Senden (Landesliga), zuletzt drei Mal in Folge Zweiter beim Davertpokal, mit Bezirksligist SF Merfeld (seltener Gast in Ascheberg), A-Liga-Meister Concordia Albachten und B-Ligist SV Südkirchen zu tun.

Die Vorrundengruppe C bestücken tags darauf Titelverteidiger SC Greven 09, der FC Nordkirchen (beides spielstarke Bezirksligisten), die U 23 des Ausrichters SV Herbern (Kreisliga A) und der SC BW Ottmarsbocholt. Der B-Liga-Vertreter fehlte wie Senden und die drei Teams aus der Gemeinde Ascheberg in 31 Jahren kein einziges Mal.

Als Kopf in Gruppe D ist der Werner SC gesetzt. Die Sportfreunde Werne, einer der Vorgängervereine des WSC, gewannen den Davertpokal 1996 und 1997. Der Landesliganeuling misst sich am Samstagnachmittag mit A-Ligist (und 1987 Premierensieger) TuS Ascheberg, dessen Klassenkonkurrent SV Bösensell und GS Cappenberg (Kreisliga B).

Je zwei Teams ziehen wie gehabt in die Endrunde am Sonntag ab 13 Uhr ein, die Halbfinals und das Endspiel stehen ab 17.10 Uhr auf dem Programm. Dotiert ist der Davertpokal mit 1000 Euro, allein die Hälfte streicht der Sieger ein. Außerdem werden der herausragende Spieler, der treffsicherste Schütze und der beste Torhüter geehrt.

Seppenrade will nicht

Kurzfristig abgesagt hat den Organisatoren der SC Capelle (nach Trainerwechsel). Fortuna Seppenrade, im Vorjahr nicht eingeladen, hätte Reher diesmal liebend gern dabeigehabt. Zumal der B-Liga-Primus inzwischen über einige besonders versierte, für den Budenzauber also wie geschaffene Fußballer verfügt. Doch das Team aus dem Rosendorf wollte nicht. Zu groß die Sorge, dass sich Spieler, die im Aufstiegsrennen dringend gebraucht werden, verletzen könnten.

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