Fußball: Bezirksliga Westfalia-Express trifft im Derby auf das Bollwerk von BW Aasee

Münster -

Derbyzeit am zehnten Spieltag der Bezirksliga: Westfalia Kinderhaus empfängt im Topspiel den Stadtrivalen BW Aasee, der etwas überraschend in der Spitze mitmischt und weiß, wie man die bislang ungeschlagenen Kinderhauser bezwingen kann.

Von Henner Henning
Wiedersehen im Derby: Aasees Julian Stiens (l.) und Westfalias Fidan Zeqiri.
Wiedersehen im Derby: Aasees Julian Stiens (l.) und Westfalias Fidan Zeqiri. Foto: fotoideen.com

Derby, Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und seinem ersten Verfolger, dazu angesagte 22 Grad mit Sonne – viel bessere Voraussetzungen für ein packendes, rassiges Stadtduell gibt es wohl nicht. In dem will am Sonntag (15 Uhr) Westfalia Kinderhaus seine Pole Position in der Bezirksliga verteidigen und seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf BW Aasee ausbauen.

Noch ungeschlagen sind nach acht Partien (sieben Siege, ein Remis) die Kinderhauser, die am vergangenen Wochenende durch die Spielabsage beim SC Altenrheine ausgebremst wurden. Nun aber will der Westfalia-Express, der mit 28 Treffern die stärkste Offensive der Liga stellt, wieder Fahrt aufnehmen. „Wir gehen mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in die Partie und wollen die drei Punkte holen“, sagt der Kinderhauser Coach Marcel Pielage. Dabei vergisst er aber nicht, die 2:3-Niederlage nach Verlängerung in der ersten Runde des Kreispokals zu erwähnen – schließlich waren es die Blau-Weißen, die Kinderhaus die bislang einzige Niederlage zugefügt hatten. „Da haben wir etwas gutzumachen. Aber wir sind gut vorbereitet und haben eine Spielidee, um Aasees bombensichere Defensive zu knacken“, so Pielage, der auf den rotgesperrten Matthias Brockhoff sowie auf Gerrit Göcking (muskuläre Probleme) verzichten muss. Dazu ist der Einsatz von Kevin Schöneberg fraglich, der in diesen Tagen Vater wird.

Ohne drei Stammkräfte

Eine Menge Respekt bringt BWA mit an die Große Wiese. Von „brutaler Qualität“ in Westfalias Reihen spricht Aasees Trainer Matthias Gerigk , der nicht nur die spielerischen Fähigkeiten des Tabellenführers schätzt. „Auch körperlich ist Kinderhaus unglaublich stark. Für uns wird es ganz wichtig sein, dass wir in die Zweikämpfe kommen und nicht ängstlich agieren. Dafür müssen wir uns aber im Vergleich zum 2:2 gegen Amisia Rheine steigern“, sagt Gerigk, der ein Kinderhauser Plus in Sachen Ballbesitz erwartet. „Wir wissen, dass wir einen guten Tag erwischen müssen, um dort zu bestehen. Wir müssen uns vom Druck befreien und Nadelstiche setzen“, meint Gerigk. Dabei muss der Coach seine Elf umstellen – notgedrungen. Denn neben dem Ausfall von Paul-Moritz Dietz (Bänderdehnung im Sprunggelenk) fehlen mit Gerrit Borgers (Zerrung) und Kapitän Enno Stemmerich (Klassenfahrt) zwei Säulen des BWA-Gerüsts.

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