Fußball: Bezirksliga Piggen-Power am Ende belohnt

Borghorst -

Der SV Wilmsberg siegte im Borghorster Lokalderby gegen Preußen Borghorst mit 3:0. Die Treffer gegen tapfer sich wehrende Borghorster fielen aber erst spät.

Von Heiner Gerull
Das tat weh: Borghorsts Schnapper Ismael Beckers (r.) ist soeben mit Wilmsbergs Stürmer Thomas Grabowski zusammengerasselt.
Das tat weh: Borghorsts Schnapper Ismael Beckers (r.) ist soeben mit Wilmsbergs Stürmer Thomas Grabowski zusammengerasselt. Foto: Heimspiel / Christian Lehmann

70 Minuten rannte der SV Wilmsberg im Bezirksliga-Derby gegen Preußen Borghorst vergeblich an, biss sich am Preußen-Abwehrbollwerk die Zähne aus oder scheiterte an eigenen Schwächen im Abschluss. Doch am Ende vermochten die Borghorster den Vollgas-Fußball der Wilmsberger nicht mehr zu bremsen, so dass die Piggen am Freitagabend noch zu einem letztlich verdienten 3:0 (0:0)-Sieg kamen.

Danach sah es in der Anfangsphase allerdings nicht aus. Denn der bereits als Absteiger feststehende SC Preußen versteckte sich nicht und hatte in der Anfangsphase Feldvorteile.

Das änderte sich aber nach gut zehn Minuten. Jetzt übernahm der SV Wilmsberg das Kommando und hatte nach einer Viertelstunde die ersten Großchancen, als Alexander Hesener zwei Mal an SCP-Keeper Ismael Beckers scheiterte. Fortan blieben die Wilmsberger am Drücker. Doch der SC Preußen wehrte sich, indem er vor dem eigenen Strafraum die Räume eng machte, so dass der letzte Pass der Piggen vorne meistens keinen Abnehmer fand. Und wenn die Bälle hoch in den Strafraum geflankt wurden, zeigten die beiden starken Borghorster Innenverteidiger Tobias Mader und Nico Matic Präsenz. So dauerte es bis zur 42. Minute, ehe die Gastgeber zu einer weiteren Chance kamen. Jannick Hagedorn steckte den Ball zu Hesener durch, der aber erneut scheiterte.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich Einbahnstraßen-Fußball in Richtung SCP-Tor. Die erste Riesen-Möglichkeit besaß Grabowski. Nachdem sich Hesener fast bis zur Torauslinie getankt hatte, flankte er den Ball in den Strafraum. Grabowski kam zum Kopfball. Doch er konnte die Kugel nicht mehr richtig platzieren. Sie flog über die obere Torstange.

Der überfällige Treffer fiel aber in der 72. Minute. Nach Eckstoß von Jan Gedenk kam Wilmsbergs aufgerückter Innenverteidiger Johannes Wesselmann zum Ball und köpfte zum 1:0 ein. Acht Minuten später brachte Hagedorn das Kunststück fertige, den Ball gut anderthalb Meter vor dem Tor frei stehend an die obere Torstange zu schießen. Doch Wilmsberg macht weiter Druck, rannte und spielte den SCP jetzt förmlich platt. Das 2:0 erzielte Alexander Wehrmann nach Flanke von Grabowski. Das 3:0 resultierte aus einem verwandelten Foulelfmeter in der 89. Minute. Hagedorn hatte bei Samuel Sierra Osorio „eingefädelt“ und kam zu Fall. Hagedorn selbst nahm das Geschenk an und stellte mit dem verwandelten Strafstoß den 3:0-Endstand her.

SV Wilmsberg: Abdul-Rahman – Köhler, Wesselmann, Langer – Dobbe, Thoms, Ochse (69. Wies), Gedenk (80. Kroening) – Hagedorn – Grabowski, Hesener (65. A. Wehrmann). – SC Preußen Borghorst: Beckers – Barragan Castro, Matic, Mader, Sierra Osorio – Chiappetta (73. Menke), Schabos – Groll, Maia Rego (86. Wierling), Colalongo – Asllani.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4857182?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F