Handball: 3. Liga West Gibt‘s noch was vom Nikolaus? – Ahlener SG sucht Süßes beim Leichlinger TV

Ahlen -

Kommt er wohl noch oder hat er die Ahlener SG in diesem Jahr vergessen? Wenn es etwas Süßes gibt, das sich die Drittliga-Handballer aus der Wersestadt vom Nikolaus wünschen dürften, dann wäre es sicher der süße Geschmack von zwei Punkten gegen den Leichlinger TV. Dafür müsste der Mann mit dem Rauschebart aber wohl richtig tief in seinen Sack greifen.

Von Henning Tillmann
Wieder fit und am Start ist Marvin Michalczik (rechts). Der Ahlener wird im Duell mit dem Tabellenvierten Leichlinger TV auch gebraucht. Zu risikoreich ist Coach Sascha Bertow dagegen ein Einsatz des gerade erst genesenen Kevin Wiegers.
Wieder fit und am Start ist Marvin Michalczik (rechts). Der Ahlener wird im Duell mit dem Tabellenvierten Leichlinger TV auch gebraucht. Zu risikoreich ist Coach Sascha Bertow dagegen ein Einsatz des gerade erst genesenen Kevin Wiegers. Foto: René Penno

Denn Ahlens Gegner, der Tabellenvierte aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, ist eine Mannschaft, die nur ganz selten Geschenke an andere Teams verteilt. Das sagt auch die Tabelle: Dort spielt der TuS Ferndorf mit seinen 28:0 Punkten zwar bereits in einer ganz andere Liga, und auch Bayer Dormagen (23:5) ist ein bisschen enteilt. Dahinter aber kabbeln sich in der 3. Liga West mit der HSG Krefeld (20:8), eben dem Leichlinger TV (19:9) und der SG Schalksmühle-Halver (ebenfalls 19:9) drei Clubs um den Titel des Spitzenreiters hinter den Spitzenreitern.

Gespickt mit Top-Leuten

Keine Frage: Es ist eines der Top-Teams, zu der die Mannschaft von Sascha Bertow da am Freitagabend zu ihrem allerletzten Spiel des Kalenderjahres 2017 muss. Deswegen gerät der ASG-Trainer auch schon fast ins Schwärmen, wenn er über den „super ausgeglichenen“ und „super starken“ Kader der Gastgeber spricht.

Ein Kader, der in der jüngeren Vergangenheit durch zurückgekehrte Langzeitverletzte wie den fast ein Jahr fehlenden Linkshänder Marcus Bouali oder auch Rechtsaußen Mike Schulz deutlich an Qualität hinzugewonnen hat. Von der wäre aber auch ohne diese Rückkehrer eine Menge vorhanden: Zum Beispiel auf Rückraummitte Valdas Novickis, der schon beim SC Magdeburg auflief. „Wie gut sie sind, zeigen ja auch die Ergebnisse“, sagt Sascha Bertow.

10:2 Punkte in Serie – nur der Spitzenreiter war minimal besser

Die waren wirklich mehr als ordentlich. Eine Serie von zuletzt 10:2 Punkten hat die Sieben von Frank Lorenzet bis in die obersten Tabellenregionen gespült. Die einzige Niederlage in dieser Zeit fügte den Leichlingern Spitzenreiter TuS Ferndorf bei, und der war in eigener Halle gerade mal um ein Tor (23:22) besser als der TV.

„Es muss schon sehr viel zusammenkommen, damit wir gegen die was holen“, erkennt Sascha Bertow die doch recht ungleichen Kräfteverhältnisse an. Zu den Dingen, die für etwas Zählbares zusammenkommen müssen, zählt für den ASG-Übungsleiter eine insgesamt sehr kompakt stehende Abwehr, die zudem die von Leichlingen gern genutzten Eins-gegen-Eins-Situationen unterbindet.

Michalczik zurück, Kevin Wiegers noch nicht

Positiv ist, dass Marvin Michalczik nun nach der zweiwöchigen Pause wieder fit ist und spielen kann. Auf Kevin Wiegers trifft das nicht zu. Theoretisch wäre zwar auch der Außen wieder einsatzfähig. „Aber ihn werde ich definitiv rauslassen. Wir wissen: Wenn wir ihn zu früh einsetzen, geht am Ende noch mehr kaputt. Das Risiko gehe ich nicht ein“, so Bertow. Auf der anderen Seite wird Torhüter Carsten Mundhenk fehlen. Für ihn steht zum ersten Mal Dean Christmann im Kader.

Im Fall der Fälle wäre es übrigens der erste Erfolg der Ahlener gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte. Gäbe es eine sinnvollere Gelegenheit, sich selbst so großzügig zu beschenken, als im letzten Spiel vor Weihnachten?

Anwurf: Freitag, 20 Uhr; Ostermann-Forum

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