Westpreußisches Landesmuseum: Dr. Lothar Hyss feiert Dienstjubiläum
20 Jahre voller Leidenschaft

Warendorf -

Dr. Lothar Hyss ist geborener Schlesier, der früh eine Begeisterung für Kunst und Geschichte entwickelte. Kein Wunder also, dass er in Bonn Kunstgeschichte studierte. Für ihn war es zuerst ein Hobby. Später konnte er sich einen Traum erfüllen und seine Liebe zur Kunstgeschichte zu seinem Beruf machen. Ein Praktikum nach seinem Studium im Haus Schlesien ebnete seinen Weg. Er wurde fest übernommen und arbeitete fortan zehn Jahre in dem renommierten Haus in Königswinter. Als Ende 1997 Hans-Jürgen Schuch, der damalige Direktor des Westpreußischen Landesmuseums, in Rente ging, witterte Hyss seine Chance. Er bewarb sich auf den Posten – erfolgreich.

Sonntag, 01.04.2018, 12:04 Uhr

Dr. Lothar Hyss feiert Dienstjubiläum. Seit 20 Jahren ist der gebürtige Schlesier jetzt Direktor des Westpreußischen Landesmuseums, das seit 2014 im alten Franzsikanerkloster beheimatet ist. Foto: Jonas Wiening

Dr. Lothar Hyss hatte viel Glück in seinem Leben. Das sagt er zumindest über sich selbst. Mit gerade einmal 38 Jahren wurde er zu einem der jüngsten Museumsdirektoren Deutschlands. Das war 1998. Am 1. April feierte er sein 20-jähriges Dienstjubiläum. Hyss erinnert sich gerne zurück, wierft aber auch einen Blick in die Zukunft.

So trat Dr. Lothar Hyss am 1. April 1998 seinen Dienst in Münster-Wolbeck, dem damaligen Sitz des Landesmuseums, an. „Meine Aufgabe war es, dem Museum neue Akzente und Schwerpunkte zu geben“, erinnert sich Hyss. Und das ist ihm gelungen: Er sorgte dafür, dass das Museum mit bedeutenden Einrichtungen kooperierte und von deren Wissen und Exponaten profitiert. So steht das Landesmuseum nun unter anderem in enger Partnerschaft mit dem Nationalmuseum oder dem Historischen Museum in Danzig.

Hyss‘ Lebenswerk ist aber ohne Zweifel der Umzug des Westpreußischen Landesmuseum nach Warendorf.

„Wir haben uns in Münster-Wolbeck immer sehr wohlgefühlt, aber die technischen Gegebenheiten waren auf dem Drostenhof nicht mehr gegeben. Das Museum war nicht behindertengerecht, es war schlecht isoliert und die Lagerkapazitäten sowie die Räumlichkeiten reichten für die Ausstellungsstücke einfach nicht mehr aus“, erinnert sich der 58-jährige Kunsthistoriker. So suchte er ab 2007 nach möglichen neuen Standorten für das Museum. Als sich die Möglichkeit ergab, das alte Franziskanerkloster in Warendorf zu nutzen, zögerte er nicht lange. 2011 wurde der Mietvertrag unterzeichnet, 2014 wurde nach einem großen Umbau die Eröffnung gefeiert.

„Als Kunsthistoriker und Museumsmensch hatte ich immer den Wunsch, dem Museum ein neues Gesicht zu geben. Das habe ich für mindestens die nächsten 20 Jahre geschafft“, erklärt Hyss stolz. Für ihn ist das Westpreußische Landesmuseum mehr als nur ein Beruf: „Ich verbringe fast mehr Zeit im Museum, als zu Hause. Ich bin jetzt seit 20 Jahren hier Direktor – das ist ein großer, wichtiger Abschnitt meines Lebens.“

Stolz ist Dr. Lothar Hyss auch auf die museumspädagogischen Angebote im Landesmuseum. Zu den beiden Themenschwerpunkten „Migration – gestern und heute“, sowie „Kunstunterricht im Museum“ sind Schulen eingeladen, mit der Bildungseinrichtung zu kooperieren. „Ich wünsche mir, dass in Zukunft noch mehr Schulen dieses Angebot wahrnehmen“. Ab dem 14. April wird es zudem eine neue Sonderausstellung geben. Im Landesmuseum wird dann alles rund um Bernstein, das „Gold der Ostsee“ präsentiert. Der Jubiläumswunsch von Hyss: „Eine gelungene Ausstellung mit vielen interessierten Besuchern.“

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