Zwei wesentliche Änderungen beim Abfall
Sondermüll kommt ab Januar ins Mobil

Warendorf -

Der Wertstoffhof nimmt ab Januar keinen Sondermüll. Dafür kommt regelmäßig das Schadstoffmobil. Und der Sperrmüll wird nur noch mitgenommen, wenn kein Bauschutt drin ist.

Freitag, 22.12.2017, 03:12 Uhr

Bleibt ab Januar liegen: Bauschutt, beispielsweise aus Haus- oder Gartensanierungen wie hier.Falsch: Stefanie Schulden und Thomas Dust zeigen, wie man‘s nicht machen sollte. Kartons gehören vor der Entsorgung zerrissen.
Bleibt ab Januar liegen: Bauschutt, beispielsweise aus Haus- oder Gartensanierungen wie hier.Falsch: Stefanie Schulden und Thomas Dust zeigen, wie man‘s nicht machen sollte. Kartons gehören vor der Entsorgung zerrissen. Foto: Heidrun Riese

Aus dem Auge, aus dem Sinn? Nicht immer – und nicht alles. Denn ab Januar ändert sich bei der Abfallentsorgung in Warendorf etwas. Konkret: Sondermüll nimmt am Wertstoffhof ab dann niemand mehr an. Und alle Arten von Bauschutt inklusive alter Fenster und Türen haben im Sperrmüll nichts mehr zu suchen. Die WN haben mal bei der Verwaltung nachgehört.

Mengen beim Sperrmüll nahmen immens zu

„Sie brauchen immer eine speziell ausgebildete Fachkraft für die Sondermüll-Annahme“, sagt Stefanie Schulden, stellvertretende Sachgebietsleiterin Umwelt- und Geoinformation. „Und der bisherige Mitarbeiter scheidet aus“, fügt Sachbearbeiter Thomas Dust hinzu. Bei der allgemeinen Betrachtung, wie es danach weitergehen könnte – auch Wirtschaftlichkeit spielte dabei laut Schulden natürlich eine Rolle – sei das herausgekommen, wofür sich der Fachausschuss schließlich entschieden habe: der Zugriff aufs Schadstoffmobil. Es kommt auf den Wendehammer am Hartsteinwerk. Außerdem gebe es zusätzliche dezentrale Annahmetermine in den Ortsteilen. „Zusätzlich haben wir für nicht so mobile Bürger außerdem zwei Termine am Wilhelmsplatz neu dazu genommen – im März und November. Und zwar an Samstagen, damit wir dem Markt da nicht ins Gehege kommen“, so Schulden.

Das Mobil kommt auf den Wendehammer am Hartsteinwerk.

Stefanie Schulden

Weil das Aufkommen an Sperrmüll in den letzten Jahren immens gestiegen und dessen Bauschuttanteil ebenfalls stark gewachsen sei, ist die genaue Definition für Sperrmüll in der dafür geltenden Satzung geändert. „Wir haben überlegt: Was gehört eigentlich dazu? Es sind eben sperrige Abfälle – Klassiker wie das alte Bett, der Kleiderschrank, das Sofa“, erzählt Stefanie Schulden beim Termin im Besprechungsraum an der Freckenhorster Straße. „Selbst das alte Fenster oder die ausgediente Tür müssen die Bürger dann selbst zum Wertstoffhof bringen“, ergänzt Kollege Dust.

Kartons nur zerrissen in die Container

Besondere Probleme beim Loswerden von Ungebrauchtem beobachten die beiden Verwaltungsleute vor Ort nicht. Das eine oder andere wäre aber schon eine Erwähnung wert. Die Altkartons zum Beispiel. „Man muss die Leute schon drauf hinweisen, dass sie ihre Kartons vor der Entsorgung kleinreißen sollten“, sagt Thomas Dust. Sauber zusammenfalten reiche nicht. Stefanie Schulden hält achselzuckend fest: „Müll wächst eben. Immer.“ Dabei solle sich jeder klarmachen, dass Mitarbeiter bei unerlaubt hingekippten Papiermengen auch genauer hinsehen. „Wenn wir da Adressen finden, gehen wir dem nach.“ Dann könne es teure Bußgelder geben.

Einfach weggeworfenes Papier kann teuer werden

Das Team der Abfallberatung berät bei Fragen jederzeit gern. „Uns ist immer lieber, die Bürger wenden sich an uns, um sich zu informieren“, so Schulden. Per Telefon gibt es Auskunft unter ✆ 54 66 66, per E-Mail unter abfallberatung@warendorf.de.

Im neuen Abfallkalender sind alle regulären und Sondertermine bei der Müllabfuhr und -abgabe enthalten. Er wird gerade an alle Haushalte verteilt. Bis 10. Januar sollte jeder einen haben.

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