Antrag auf einstweilige Verfügung Verdi will verkaufsoffenen Sonntag in Warendorf kippen

Warendorf -

Am zweiten Adventssonntag wollen die Geschäfte in Warendorf im Rahmen der Weihnachts-Plätzchen-Aktion ihre Türen öffnen. Die Stadt rechnet mit 8000 Ladenbesuchern. Doch kurz vor dem vorgesehenen Advents-Shopping hat die Gewerkschaft Verdi einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt.

Von Joachim Edler
Antrag auf einstweilige Verfügung: Verdi will verkaufsoffenen Sonntag in Warendorf kippen
Ob die Läden rund um das Weihnachtswäldchen in Warendorf am Sonntag (10. Dezember) öffnen dürfen, ist noch unklar. Foto: Jonas Wiening

Die Warendorfer Einzelhändler müssen weiter bangen. Der verkaufsoffene Sonntag am zweiten Advent (10. Dezember) steht weiter auf der Kippe. Denn die Gewerkschaft Verdi hat für das vorgesehene Advents-Shopping im Rahmen der Weihnachts-Plätzchen-Aktion eine einstweilige Anordnung gestellt und klagt vor dem Verwaltungsgericht gegen den verkaufsoffenen Sonntag.

Nach dem Verbot des verkaufsoffenen Sonntag im April hatte Verdi von der Stadt gefordert, neue Prognosen zu den Besucherzahlen an den Sonntagsöffnungen zu erstellen. Anhand dieser will die Gewerkschaft überprüfen, ob ein verkaufsoffener Sonntag gerechtfertigt ist. Verdi geht derzeit in mehreren Städten gegen den verkaufsoffenen Sonntag vor.

Stadt Warendorf weiter optimistisch

Die Stadt Warendorf ist weiter optimistisch, dass der verkaufsoffene zweite Advent stattfinden kann. Sie hat ihre Hausaufgaben gemacht. Die Stadt erwartet an dem Sonntag circa 25.000 Besucher und rechnet mit 8000 Ladenbesuchern.

Ergänzen soll der verkaufsoffene Sonntag die „Warendorfer WeihnachtsPlätzchen-Aktion“ (Kulturinitiative in der Altstadt) und das Weihnachtswäldchen. Die Kaufmannschaft möchte die Innenstadt weihnachtlich schmücken, in den Geschäften werden Krippen zu sehen sein. Das Einkaufserlebnis soll musikalisch mit Adventsmusik und -geschichten untermalt werden.

Aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen bestehen keine Bedenken gegen die Freigabe der Ladenöffnung am 2. Advent. Auch der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Laurentius teilt mit, dass er keine Einwände gegen die geplante Öffnung am 10. Dezember erhebt.

Verdi: Veranstaltung steht nicht im Vordergrund 

Verdi argumentiert, dass die Veranstaltung „Warendorfer Weihnachts-Plätzchen“ an sich nicht im Vordergrund stehe und der verkaufsoffene Sonntag nur eine Ergänzung sei: „Bei den von der Stadt angegebenen 25.000 Besuchern und 8000 Kunden lässt sich nicht zuordnen, ob der überwiegende Teil der Besucher tatsächlich aufgrund der Warendorfer Weihnachts-Plätzchen kommen oder ob der Besucherstrom durch den verkaufsoffenen Sonntag ausgelöst wird.“

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