Pferdeprozession Nicht ganz ohne Hindernisse

Warendorf -

Am Samstag findet die Pferdeprozession statt. Doch wegen der Marktplatzbaustelle wird es diesmal Abweichungen vom gewohnten Zugweg geben.

Die Pferdeprozession nimmt aufgrund der Bauarbeiten auf dem Markt eine neue Strecke.
Die Pferdeprozession nimmt aufgrund der Bauarbeiten auf dem Markt eine neue Strecke. Foto: Engels

Am Samstag ist es soweit, dann wird sich eine Prozession der besonderen Art von der Dreibrückenstraße aus über den „Dreisprung“ in Richtung Innenstadt in Bewegung setzen. Um 15 Uhr wird der Zug unter dem Geläut sämtlicher Warendorfer Kirchenglocken in die Innenstadt einziehen. Was in Süddeutschland über Jahrhunderte zur Tradition geworden ist, hat auch in Warendorf einen festen Platz erhalten. Nach neun gelungenen Veranstaltungen, erfreut sich die Pferdeprozession einer riesigen Resonanz bei Teilnehmern und Zuschauern.

In diesem Jahr muss diese einmalig in Deutschland stattfindende Veranstaltung einen geänderten Weg nehmen. Die Baumaßnahmen auf dem historischen Marktplatz zwangen die Veranstalter schon frühzeitig dazu einen alternativen Weg zu finden. Mit dem Wilhelmsplatz wurde ein adäquater Ersatz gefunden, jedoch nicht ganz ohne Hindernisse. So musste eine alternative Strom- und Wasserzufuhr gefunden werden. Die Stromversorgungskästen im östlichen Bereich fielen raus, da eine Kabelbrücke hätte verlegt werden müssen und diese nicht alle Pferde ohne zu Scheuen passieren. So wird der Strom am Samstag aus denen im westlichen Teil des Wilhelmplatzes angesiedelten Stromversorgungskästen fließen. Das Wasser für den Getränkestand wird vom Seniorenwohnheim an der Emspromenade mittels eines langen Schlauches geliefert.

Auch das Sicherheitskonzept musste für die neue Streckenführung angepasst werden. Die Gespannfahrer werden mit den verschiedensten Wagen teilnehmen. Vom über 100 Jahre alten Landauer über Nachbauten bis zum Marathonwagen werden diese, natürlich prächtig geschmückt, zu bewundern sein. Die Reiter starten in verschiedenen Gruppen und Formationen. So werden Barock- und Husarenreiter und die berittene Rettungsstaffel des DRK Warendorf zu sehen sein.

Über 200 Pferde werden sich so ihren Weg durch die „Stadt des Pferdes“ bahnen.

Angeführt wird der Zug durch den berittenen Fanfarenzug aus Freckenhorst, ihm folgt in prächtigen, offenen Landauern mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Doris Kaiser, sämtlichen Pfarrern aus Warendorf, dem Kommandeuer der Sportschule der Bundeswehr, Oberst Michael Maul nebst Gattin. Eine Abordnung der Bogengemeinschaften, ohne deren ehrenamtliche Tätigkeit diese Prozession wohl niemals zustande gekommen wäre, wird ebenfalls in einer offenen Kutsche durch die Stadt gefahren.

Als Vertreter der Kirchen wird Pfarrer Peter Lenfers zusammen mit Prädikantin Sandra Reimann vor Abfahrt jedes Pferd und dessen Reiter/Fahrer segnen.

Für das leibliche Wohl ist auf dem Wilhelmsplatz bestens gesorgt.

Der Ablauf wurde von den Organisatoren und den ehrenamtlichen Helfern auf dem Wilhelmsplatz noch einmal besprochen. „Der Vielzahl der ehrenamtlichen Helfern ist es zu verdanken, dass wir die Prozession überhaupt durchführen können. Besonders bedanken möchten wir uns hier bei der „Markttruppe“, die schon seit der ersten Prozession für den Auf- und Abbau und für die Sicherheit sorgt“, berichtet der zweite Ehrenvorsitzende Walter Steinbach.

Die fachkundige Kommentierung übernehmen Moderator Mike Atig und der Vorsitzende des ausführenden Vereins Jörg Drewes. Auf dem Wilhelmsplatz wird jede Reitgruppe / jedes Gespann dem Besucher einzeln vorgestellt. Die kirchlichen Vertreter stimmen zum Finale, musikalisch unterstützt vom Jagdhornbläserkorps des Hegering Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar, Marienlieder an. Die Zuschauer sind zum Mitsingen herzlich eingeladen.

Wie in den vergangenen Jahren werden nicht die Zuschauer, sondern eine dreiköpfige Fachjury die Wahl der schönsten Reitgruppen bzw. der schönsten Gespanne vornehmen.

Drei Teilnehmer werden herausgestellt und erhalten ihre Ehrenpreise beim erneuten Einfahren auf dem Wilhelmsplatz.

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