Johanneskirche in Telgte
Staatspreis für Umbau

Telgte -

Für die Umgestaltung der ehemaligen Johanneskirche erhält die katholischen Kirchengemeinde St. Marien den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege.

Dienstag, 13.02.2018, 19:02 Uhr

Die Kirchengemeinde St. Marien bekommt für den Umbau der profanierten Johanneskirche den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege.
Die Kirchengemeinde St. Marien bekommt für den Umbau der profanierten Johanneskirche den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege. Foto: Große Hüttmann

Die Kirchengemeinde St. Marien wird für die Umgestaltung der ehemaligen Johanneskirche den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege bekommen. Das erfuhren die Westfälischen Nachrichten aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen.

Im Rahmen einer Feierstunde am 25. Februar im Erbdrostenhof in Münster werden André Kuper , Präsident des Landtages NRW, und Albert Simons von Bockum-Dolffs, Sprecher der Jury, die hohe Auszeichnung an Propst Dr. Michael Langenfeld und Vertreter der Kirchengemeinde überreichen. Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, und Landeskonservator Dr. Holger Mertens werden die Laudatio halten.

„Die Jury ist sich einig, dass die Katholische Kirchengemeinde St. Marien einen herausragenden Beitrag zum Denkmalschutz in Westfalen geleistet hat“, heißt es in einem Schreiben. Dank der Bemühungen etlicher Beteiligter sei ein sakrales Baudenkmal von hoher Bedeutung gerettet worden. „Vorbildlich ist neben der beispielhaften Bauausführung insbesondere die vorbildliche Zusammenarbeit der Denkmaleigentümer, der Kommune und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, um gemeinsam Lösungsansätze zu finden“, heißt es weiter in einem Schreiben der Fachkommission.

Zur Erinnerung: Die in den 1960er Jahren erbaute Pfarrkirche St. Johannes sollte nach der Profanierung, das ist die Aufgabe als Kirchengebäude, zunächst abgerissen werden. Daraufhin gab es teilweise massiven Widerstand gegen die Pläne. Politische und kirchliche Gremien suchten schließlich nach einem Weg, das Gebäude zu erhalten. Es entstand die Idee, in die ehemalige Kirche das Pfarrheim zu integrieren, zudem ist in dem Gebäude der Mehrzweckraum des nahen Kindergartens untergebracht.

„Ein Architektenwettbewerb brachte dann einen sowohl funktionalen als auch ästhetischen Innenraumeinbau hervor“, betont die Fachkommission.

Die Jury sieht die Kirche als ein gutes Beispiel „für eine städtebauliche Problematik an, die durch Planungskultur innovativ gelöst wurde“, heißt es ebenfalls in der Begründung. Positiv wird in diesem Zusammenhang zudem hervorgehoben, dass das Kirchengebäude weiterhin als Begegnungsraum der Gemeinde fungieren kann.

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