„Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Telgte
Von Connie zu Conny

Telgte -

Die Band „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ präsentierte im Bürgerhaus Schlager der Wirtschaftswunderzeit.

Sonntag, 11.02.2018, 22:02 Uhr

Die Band „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ sorgte dafür, dass der Funke im Bürgerhaus übersprang. Das Publikum ging mit, wippte und klatschte.
Die Band „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ sorgte dafür, dass der Funke im Bürgerhaus übersprang. Das Publikum ging mit, wippte und klatschte. Foto: Zinkant

„Wir spielen, was bereits unsere Eltern altmodisch fanden“ – so lautet ein offizieller Slogan der Band. „Lady Sunshine & The Candy Kisses “ ist seit knapp 15 Jahren eine Top-Adresse für Schlagermusik der Wirtschaftswunderzeit. Liebevoll interpretiert, mit einem Augenzwinkern, aber immer mit Respekt für die Interpreten der Adenauer-Jahre. Vielleicht sogar schon etwas zu viel Respekt. Was verständlich ist – denn gerade das Leichte erfordert hohes Können, wenn der Funke überspringen soll.

Und das tat er am Samstag im Bürgerhaus auf jeden Fall. Das Publikum ging mit, wippte mit, klatschte mit – und tanzte mit. Denn das war ausdrücklich von der Band gewünscht. Im hinteren rechten Bereich des Saals war eine kleine Tanzfläche freigehalten worden, die von einigen Paaren auch fröhlich genutzt wurde. Kein Wunder, denn dafür waren diese Hits ja mal geschmiedet worden: damit sie nicht nur ins Ohr gehen, sondern auch ins Bein. „Ein einzelner Herr wartet auf Damenwahl!“, rief ein kecker, tanzlustiger Senior mit Lederjacke in den Saal. Leider vergebens. Die Telgter „Golden Girls“ blieben so zurückhaltend, wie’s ihre Großeltern vorgemacht haben.

Überhaupt war die mit Andeutungen spielende Frivolität ein roter Faden dieser Hits. Dass allerdings „Schuld war nur der Bossa Nova“, der Mega-Erfolg von Manuela, im Jahr 1963 auf dem Index des Bayerischen Rundfunks landete, ruft heute nur noch Kopfschütteln hervor. Solche Anekdoten hatte „Mister Moon“ (Gitarrist Uwe Tack) parat, während er lässig die Klampfe nachstimmte. Er und die männlichen Kollegen waren meist nur als akkordische Background-Boys unterwegs – die Bühne gehörte der Sängerin, die in ihrem Kleid candy-süßer aussah, als Caterina Valente und Conny Froboess zusammengenommen.

Sie interpretierte sämtliche Schlager mit leichter und kraftvoller Stimme. Die erkrankte Kollegin hätte wohl etwas mehr Abwechslung in den Sound gebracht, aber sei es drum. Alle Arrangements waren knackig und nostalgisch – vor allem „Mister Finsh“ Jan Hupe wechselte gekonnt zwischen Saxofon und Querflöte.

Von Connie zu Conny. Die Stars Connie Francis und Conny Froboess gaben sich kess ein Stelldichein – letztere natürlich auch im Duett mit Peter Kraus (den wiederum Gitarrist Tack darstellte). Ob „Stupid Cupid“ oder „Pretty little Baby“ – das nostalgische Feeling begeisterte die Zuhörer. Merke: Alles, was mal altmodisch war, kommt irgendwann wieder.

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