Veranstaltung im Museum Religio
Eiserkuchen schmeckt vielen

Telgte -

Freier Eintritt und frische Eiserkuchen lockten kurz vor dem Jahreswechsel rund 1000 Besucher ins Museum Religio.

Montag, 01.01.2018, 11:01 Uhr

Mitglieder des Fördervereins des Museums zusammen mit der Museumsleiterin Dr. Anja Schöne beim Backen der leckeren Eiserkuchen.
Mitglieder des Fördervereins des Museums zusammen mit der Museumsleiterin Dr. Anja Schöne beim Backen der leckeren Eiserkuchen. Foto: Pohlkamp

Ein herrlicher Duft von frischem Gebäck durchzog das Museum an der Herrenstraße, als dort anlässlich eines Tages der offenen Tür vor Silvester Eiserkuchen, ein typisches Neujahrsgebäck, gebacken wurden. Bei etlichen Besuchern kam beim Gang durch die Krippenausstellung regelrecht Jahreswechsel-Stimmung auf. Das Backen von Neujahrskuchen hat im Religio Tradition. Auch dieses Mal versorgte der Freundeskreis des Museum die Besucher und Gäste mit frischen Backwaren und heißen Getränken.

Die Besucher, die teilweise einen langen Anfahrtsweg hatten, wurden zudem mit einem freien Eintritt „überrascht“. So etwa eine Familie aus Marl, die sich auf den Weg nach Telgte gemacht hatte, um sich die Krippenausstellung anzuschauen und das Angebot sehr gerne und dankend annahm oder eine elfköpfige Wandergruppe des Baumberge-Vereins aus Münster.

Die elf Wanderer hatten sich am Hauptbahnhof in der nahen Domstadt getroffen und waren mit dem Bus nach Lauheide gefahren und von dort entlang der Ems zum Krippenmuseum gewandert. Ingrid Gering, eine Wanderin aus der Gruppe, freute sich: „Wir hatten uns vorher informiert und fanden das Angebot des Museums sehr attraktiv und sind trotz des Regenwetters nach Telgte gewandert, um nicht nur die Krippen anzuschauen, sondern uns auch im Kaminraum mit leckeren Neujahrsröllchen verwöhnen zu lassen.“

Museumsleiterin Dr. Anja Schöne hatte mit ihrem Team alle Hände voll zu tun: „Wir erwarten heute rund 1000 Besucher. Entsprechend haben wir uns mit einem 14-köpfigen Team – alles Mitglieder des Freundeskreises Museum Religio – auf diesen letzten Museumstag des alten Jahres vorbereitet.“

In der Backstube des Rochus-Hospitals wurde tags zuvor der Teig zubereitet: Insgesamt wurden umgerechnet 24 Haushaltsportionen verbraucht. Aus jeder Portion konnten 70 Neujahrsröllchen geformt werden: Das sind insgesamt fast 1700 Stück. „Die fanden bis zum Abend alle ihre Abnehmer,“ freute sich die Museumsleiterin.

Christian und Ingrid Nachtigäller gehörten mit zum ehrenamtlichen Backteam. Sie waren wie alle mit dem Eiserkucheneisen sehr vertraut. Die dünnen Waffeln konnten sie immer nur im heißen Zustand formen. Und dafür hatten sie eine kleine Holzrolle.

Weil die Gastgeber an diesem „Tag der offenen Tür“ besonders viele Besucher erwarteten, gab es am Abend vorher sogar eine „Generalprobe“. Dr. Anja Schöne: Wir haben etwa 300 Eiserkuchen vorgebacken und geformt. Und wenn weiterer Bedarf bestehe, werde sie persönlich noch Teig rühren, um auch wirklich alle Besucher in den Genuss von Neujahrsröllchen kommen zu lassen, versprach sie am Nachmittag. Während im Herdfeuerraum Hochbetrieb herrschte und der frische Duft durch das Erdgeschoss zog, waren eine Etage höher in der Küche Frauen der DLRG damit beschäftigt, das Geschirr zu spülen, Kaffee zu kochen und so immer wieder für Nachschub zu sorgen. Der Eintritt ins Museum und auch der Verzehr von Waffeln und Getränken waren frei. Spenden wurden daher gerne gegeben und werden der DLRG Telgte für deren Jugendarbeit zur Verfügung gestellt.

Bis zum 28. Januar zeigt das Museum Religio die 77. Krippenausstellung mit dem Titel „Friede auf Erden“.

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