Eulensammlung
Imposant, stolz und majestätisch

Telgte -

Seit vier Jahrzehnten sammelt Christa-Maria Brüggemann Eulen. Von allen Kontinenten – aus 100 Ländern – hat sie Eulenmotive in ihrem Haus, auf dem Balkon und im Garten verteilt. „Das sind einfach wunderbare Vögel“, sagt die Hobbysammlerin. Eulen sieht sie auch als Glücksbringer.

Freitag, 29.12.2017, 20:12 Uhr

Eulensammlung: Imposant, stolz und majestätisch
Christa-Maria Brüggemann liebt Eulenmotive jeglicher Art. Nicht nur auf Fingerhüten, Teetassen, Broschen, Parfümdöschen, Servietten, Kuscheltieren, Kissen, Kerzenständern und Spieluhren sind die Vögel verewigt. Foto: Pohlkamp

Ein faszinierendes Hobby hat Christa-Maria Brüggemann verzaubert: das Sammeln von Eulen. Sie erinnert sich an die Geburtsstunde ihrer Sammlung. 1977 – also vor 40 Jahren – war sie Lehrerin an der Kardinal-von-Galen-Realschule in Mettingen. Dort wünschten ihre Schüler immer wieder, dass sie etwas in deren Poesiealben einträgt. Zitate standen bei den Kindern ganz hoch im Kurs – und immer wieder die Frage: „Was ist Ihr Lieblingstier?“ Ihre Antwort war immer dieselbe: „die Eule!“ Und warum, wollten die Schüler von ihr wissen: „Weil mich diese Vögel mit ihren großen, vorgerichteten Augen und dem kugeligen Kopf so faszinieren,“ erinnert sich Christa-Maria Brüggemann. Heute ergänzt sie: „Die Eule gilt als Symbol der Weisheit und wird mit Doktorhut und Talar oder auf Büchern sitzend gezeigt. Die Eule ist für mich Glück.“

Doch 1977 sammelte sie noch nicht. Erst als eine Schülerin zu ihr kam und sie eine gestickte Eule geschenkt bekam“, löste dieses die Leidenschaft aus, die noch heute – vier Jahrzehnte später – ungebrochen ist.

„Auf meinen Urlaubsreisen entdeckte ich immer wieder zunächst ungewollt Eulen, die als Andenken angeboten wurden. Ich habe sie gekauft. Dann habe ich alles genommen, was ich fand,“ lächelt Christa-Maria Brüggemann. „Später wurde ich wählerischer“, erinnert sich die Hobbysammlerin. „Als meine Familie, Freunde und Bekannte von meinem Sammelspaß hörten, begannen auch diese, für mich Eulen zu sammeln.“ Andenken verbinden und spiegeln Erlebnisse wider. „Jede Eule erinnert mich an ein Land, an eine Begegnung, an eine erholsame Zeit. Ich liebe Eulen,“ freut sich die Telgterin beim Anblick der Stücke, die in der gesamten Wohnung verteilt sind und eine sehr angenehme Atmosphäre ausstrahlen. Ihre damals zwölfjährige Tochter Stefanie hat ihr sogar eine dreiseitige Eulen-Geschichte mit dem Titel „Eulalia“ geschrieben.

„Eulen wirken imposant, stolz und sind majestätisch. Es sind einfach wunderbare Vögel“, strahlt die Hobbysammlerin. Eulen sieht sie auch als Glücksbringer.

Die Eule galt in der Antike als Sinnbild für Weisheit und Schutz. Doch nicht in allen Ländern und Kulturen werden Eulen positiv.

Noch nie habe sie eine Eule in der Natur gesehen, lediglich bei Zoobesuchen.

Von allen Kontinenten – aus 100 Ländern – hat sie Eulenmotive in ihrem ganzen Haus verteilt. Eine ausgestopfte Eule ist nicht dabei. „Anfangs wollte ich jede Eule, jedes Motiv, einfach alles. Heute sortiere ich schon. Meine schrecklichsten Eulen befinden sich in einem Karton auf dem Dachboden,“ erzählt Christa-Maria Brüggemann, um gleich von ihren Lieblingseulen zu sprechen: Dazu gehören eine chinesische Eule als Pillendose, eine Mosaik-Eule aus Sevilla, ein Zauberer als Eule, eine Eule mit Katze, eine Lupe als Eule oder eine Eule aus Bienenwachs. Auf der Kanareninsel La Palma entdeckte sie eine wunderschöne bunte Eule, die in einem Holzstamm geschnitzt ist. Heute verschönert dieses Andenken ihr Wohnzimmer. Schaut man sich die Sammlung von Christa-Maria Brüggemann weiter an, ist die kunterbunte Vielfalt an Motiven wohl grenzenlos. In aller Welt beschäftigen sich die Menschen mit diesen Tieren: Fingerhüte, Teetassen, Broschen, Parfümdöschen, Servietten, Kuscheltiere, Kissen, Kerzenständer, Spieluhren - und noch vieles tragen Eulenmotive, eines schöner als das andere. Einen wunderschönen Hocker aus Holz mit einer gemalten prächtigen Eule hat sie einmal im Kölner Zoo entdeckt und erworben. Natürlich befindet sich auch die Telgter Eule aus Ton aus der Töpferei Schäfer, die als Wasserpfeife einen gurgelnden Ton abgibt, zur Sammlung. Stolz ist Christa-Maria Brüggemann auch auf ihre Wandbilder; zwei Eulen-Aquarelle ragen dabei heraus, die für sie von Susanne Sommer-Fartmann und Monika Brors gemalt wurden.

Die „Liebe zu den Eulen“ erstreckt sich auch auf ihren Balkon und auf ihren Garten: Eulen aus Ton und in Stein gemeißelt lachen sie dort an. Das Material ist sehr unterschiedlich. Eulen gibt es zum Beispiel aus Draht, Ton, Glas, Bronze, Porzellan, aus Holz, Plüsch, Stein oder Zinn.

Bei ihrem Suchen nach Eulen kommt sie immer wieder mit Menschen ins Gespräch. „Sie teilen oft meine Begeisterung, bereichern manchmal sogar meine Sammlung – auch das sind wunderschöne Geschichten“, erzählt die Telgterin: „Ich hätte nie im Leben gedacht, wie viel Spaß, Lebensinhalt und Freude ein derartiges Hobby bereiten kann.“

Jahreszeiten spielen in der Sammlung ebenfalls eine Rolle: Es gibt Weihnachtsmotive oder Ostermotive. Sogar Glückwunschkarten gehören zu ihrer Sammlung. Viele Kunstkarten aus unterschiedlichsten Materialien – zum Beispiel eine Eule aus Stroh oder Aquarelle und sogar eine aus Belgien gehäkelte Spitze mit einem Eulenmotiv – zeigen wie kreativ die Hersteller sind. Eine Eule passt besonders in die Weihnachtszeit: Es ist eine mit einer Weihnachtsmütze.

Die Sammlerin liest auch gerne Bücher. Als Symbol tragen diese fast immer eine Eule. Ihre Familie hat sich ebenfalls von der Sammelleidenschaft anstecken lassen. Eine ihrer Töchter entwickelte sogar eine Serviettentechnik: Sie hat Eulenkästchen geformt.

Wenn sie in den „Eulenspiegel“ im Wohnzimmer schaut, dann sieht sie viele ihrer Eulen auf einen Blick. Sie liebt ihre Exponate, die Ruhe, Faszination und Freude ausstrahlen.

Ihr Wunsch ist es, einmal mit Eulen auf Augenhöhe zu sein, ihnen Auge in Auge sich zu begegnen. Doch zunächst tut es auch ein Fotobuch – mit Eulen-Motiven.

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