Verein „Naturnah – unser Garten in Telgte“
Garten mit Erlebnischarakter

Telgte -

Telgte soll naturnaher, lebensfroher und attraktiver für Insekten, Vögel und Menschen werden. Das ist eines der Ziele, dass der von Pia Loy, Conny Austermann und Anja Niedermeier neu gegründete Verein „Naturnah – unser Garten in Telgte“ verfolgt. Die ersten Projekte stehen bereits. Die Umsetzung erfolgt schon bald.

Donnerstag, 28.12.2017, 20:12 Uhr

Zeigen sich davon überzeugt, in Telgte neue Erlebnis- und Naturräume zu schaffen: Conny Austermann (r.), Pia Loy und Anja Nierdermeier (l.).Die Planungen für den ersten Gemeinschaftsgarten stehen.
Zeigen sich davon überzeugt, in Telgte neue Erlebnis- und Naturräume schaffen zu können: Conny Austermann (r.), Pia Loy und Anja Niedermeier (l.).Die Planungen für den ersten Gemeinschaftsgarten stehen. Foto: Pohlkamp

Sie wollen Telgte naturnaher, lebensfroher und attraktiver für Menschen, Vögel und Insekten machen und mit ihrer naturgärtnerischen Begeisterung Bürger infizieren – und sie für dieses Angebot zu begeistern: Pia Loy , Conny Austermann und Anja Niedermeier sind drei engagierte Frauen aus der Emsstadt, die gemeinsam mit zehn Gleichgesinnten einen Verein aus der Taufe gehoben haben, der aus brachliegenden Flächen eine naturnahe Erlebnis- und Entdeckungswelt schaffen will. Der Anfang ist gemacht, einige Hürden sind genommen. Aus einem lange Zeit ungenutzten ehemaligen Spielplatzgelände zwischen Beethoven- und Brucknerstraße entsteht im kommenden Jahr ein naturnaher Garten.

Die Möglichkeit, diese ungenutzte Fläche in einen Naturgarten zu verwandeln, motivierte 13 Telgter, einen neuen Verein zu gründen: „Naturnah – unser Garten in Telgte“. Initiatorin war die jetzige Vorsitzende Pia Loy. Sie suchte im Vorfeld für ihre Idee, in Telgte ungenutzte Flächen sinnvoll mit Naturerlebnissen zu gestalten, Mitstreiter. Und fand sie zunächst in Conny Austermann, als „die Waldmeisterin in Telgte“ bekannt.

Die Stadt Telgte fördert dieses Projekt. Bürgermeister Wolfgang Pieper: „Der Rat hat in jüngster Zeit verschiedene Beschlüsse gefasst, die in Richtung einer naturnahen Gestaltung der Grünflächen und des Insektenschutzes zielen. Von daher kommen die Aktivitäten des neuen Vereins zur richtigen Zeit, und die Stadt unterstützt hier gerne.“ Ihno Gerdes vom Amt Planen, Bauen und Umwelt hat dem Verein dabei geholfen, das erste Grundstück für das Projekt auszusuchen: „Ich bin davon überzeugt, dass dieser Verein Telgte gut tut.“ Er wünscht sich, dass auch Telgter – insbesondere die Nachbarn – diesem Vorhaben positiv gegenüberstehen.

Die Idee zur Vereinsgründung entstand im Spätsommer 2017. „Nach einem Gespräch mit der Stadt wurde uns das beschriebene Gelände angeboten. „Wir waren begeistert“, so Pia Loy, die Ausschau hielt nach Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Diese fand sie. Am 10. Oktober erfolgte die Gründungsversammlung. Vor Kurzem hat bereits die Vereinsregistereintragung stattgefunden. Die Prüfung der Gemeinnützigkeit des Finanzamtes Warendorf fiel positiv aus. „Nun können wir bereits Spenden annehmen“, so die Vorsitzende. Eine eigene Homepage (www.naturnah-telgte.de) ist bereits online geschaltet. „Über neue Mitglieder freuen wir uns jederzeit“, sagt Conny Austermann.

An der Gründung des Vereins nahmen neben Pia Loy und Conny Austermann auch Karin Horstmann (FDP), Wolfgang Pieper (Bürgermeister), Barbara Röttgermann (CDU), Tatjana Scharfe (Die Grünen), Hildegard Theilmeier (Landschafts- und Gartenbau), Markus Fahl (Gärtner), Sandra Radünz (Feng-Shui-Beraterin), Anja Niedermeier und Elisabeth Jenders teil.

„Unser erster naturnaher Garten entsteht mitten in einem Wohngebiet. Wir haben somit die große Chance, Nachbarn und Mitbürger von unserer Idee, aus dem ehemaligen Spielplatz einen gestalteten Erlebnisraum mit langlebigen Pflanzengesellschaften und umweltfreundlichen Baumaterialien zu schaffen, zu begeistern und sie teilnehmen zu lassen, an unserem Tun. Unsere Offenheit für Neues und die Freude am Gärtnern reichen aus, um einen naturnahen Garten anzulegen und zu pflegen,“ sieht Pia Loy hier für den Verein und die Interessenten Chancen, gemeinsam brachliegende Flächen in der Stadt in naturnahe, ökologisch gestaltete Gärten und Landschaften zu verwandeln. So wünscht sich der Vorstand über das gemeinsame Gärtnern hinaus Kontakte und einen aktiven Austausch. „Wir sehen uns als Gemeinschaftsgartenverein und nicht als Kleingartenverein“, legt die Vorsitzende Wert darauf, dass es sich hier um ein Gemeinschaftswerk handelt, das öffentlich zugänglich ist.

Pia Loy, die mit ihrer Familie seit drei Jahren in der Telgter Altstadt wohnt, ist davon überzeugt, dass die Emsstadt so bunter, schöner, vielfältiger und artenreicher an Tieren und Pflanzen wird. Sie hat im Vorfeld Gespräche mit Nachbarn geführt und auch ein Nachbarschaftsreffen auf dem ehemaligen Spielplatz organisiert. „Den Anliegern wurde der Plan vor Ort erläutert“, so Ihno Gerdes. „Außerdem haben einige Anwohner die Vereinbarungen eingesehen und Anregungen dazu gegeben. Soweit wie möglich werde der Verein darauf Rücksicht nehmen. „Ziel muss immer bleiben, Beeinträchtigungen auf die umliegende Nachbarschaft zu vermeiden“, betont Gerdes ausdrücklich und ergänzt: „Es wird ein Schild durch den Verein aufgestellt, auf dem die Nutzer auf eine ordnungsgemäße Nutzungsart und auf die Nutzungszeit hingewiesen werden.“ Wie die aussieht, schildert Ihno Gerdes gegenüber den WN wie folgt: „Zum Schutz der Nachbarn werden die Nutzungszeiten des öffentlich zugänglichen Gemeinschaftsgartens analog zur Nutzungszeit der Spielplätze in Telgte festgelegt und sind auf der Informationstafel anzugeben.“

„Das Gartengrundstück kann vom 1. April bis zum 30. September von 8 bis 21 Uhr und vom 1. Oktober bis zum 31. März von 8 bis 19 Uhr genutzt werden. Um die Einhaltung von Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen sowie täglich im Zeitraum zwischen 13 und 15 Uhr wird im Rahmen einer harmonischen Nachbarschaftsbeziehung gebeten.“

Pia Loy und ihre Mitstreiter haben bereits genaue Vorstellungen, wie ihr erstes Projekt zwischen Beethoven- und Brucknerstraße aussehen soll. Die Planung für das Grundstück sieht eine weitere Einhaltung der Vorgaben des Bebauungsplan als öffentliche Grünfläche mit Nutzung Spielplatz vor. Der Verein wird einen naturnahen Spielplatz mit vielfältigen Möglichkeiten zum Verstecken, Klettern und Balancieren, dem Experimentieren und Kennenlernen der Elemente Wasser, Erde und Feuer ermöglichen. Im nördlichen Bereich des Grundstückes ist ein großer Anbaubereich in Form eines Mandala-Beetes vorgesehen, der den ökologischen Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern im Permakulturverfahren ermöglicht und aufgrund seiner Form auch von mehreren Erwachsenen und Kindern zeitgleich gepflegt werden kann. .

Der Verein hat sich seine Ziele hoch gesteckt. Der in 2018 neu entstehende Garten soll nur einer von vielen sein, die in den nächsten Jahren das Stadtbild von Telgte nach und nach bereichern werden.

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