Schulträger schafft für 34 000 Euro neue Medien an „Quantensprung für Unterricht“

Telgte -

Die Stadt als Schulträger nimmt eine Menge Geld in die Hand, um die weiterführenden Schulen mit digitalen Medien auszustatten. Rund 34 000 Euro stellt die Stadt alleine dem Gymnasium zur Verfügung, um zwei Klassensätze Tablet-PCs zu beschaffen. Auch die Real- und Hauptschule wollen solche tragbaren PCs verwenden.

Von Thomas Biniossek
Die Schüler der Klasse 9a des Gymnasiums, hier (v.l.) Luca Inkmann, Lukas Nachtigäller und Alisa Mondry, freuen sich über den Einsatz der mBooks für den Geschichtsunterricht.
Die Schüler der Klasse 9a des Gymnasiums, hier (v.l.) Luca Inkmann, Lukas Nachtigäller und Alisa Mondry, freuen sich über den Einsatz der mBooks für den Geschichtsunterricht. Foto: Biniossek

Die Stadt als Schulträger nimmt eine Menge Geld in die Hand, um die weiterführenden Schulen mit digitalen Medien auszustatten. Rund 34 000 Euro stellt die Stadt alleine dem Gymnasium zur Verfügung, um zwei Klassensätze Tablet-PCs zu beschaffen. Auch die Real- und Hauptschule wollen solche tragbaren PCs verwenden. Die Sekundarschule wurde und wird pro Klasse mit digitalen Tafeln und einem Laptop ausgestattet, und die Medienkonzepte der Grundschulen sollen fortgeführt werden. Hinzu kommen die Aufrüstung des WLan-Netzes und Erneuerung der Hardware, die mit 19 000 Euro zu Buche schlägt. Ein Teil des Geldes wird jetzt, ein weiterer Teil im kommenden Jahr benötigt. Dem Konzept stimmten die Kommunalpolitiker einstimmig zu.

„Wir haben als Fachbereich Geschichte die Möglichkeit, an einem Pilotprojekt der Uni Eichstätt-Ingolstadt und dem Landesmedienzentrum teilzunehmen“, berichtet auf WN-Nachfrage MSM-Lehrer Gerd Schumacher . Das bedeutet, dass ab sofort in den Stufen 5, 8 und 9 nicht mehr mit Geschichtsbüchern aus Papier, sondern mit sogenannten mBooks gearbeitet wird. „Das ist für uns ein echter Sprung, ein Weg zum modernen Geschichtsunterricht“, freut sich Schumacher.

Der Gymnasiallehrer erklärt, was sich hinter mBook verbirgt: Die Schüler arbeiten mit dem Tablet, das zum einen das Schulbuch ersetzt, zum anderen auf vielfältige Art genutzt werden kann. So gibt es nicht nur die Grund- und Hintergrundinformationen, es gibt zudem den Themen entsprechende Verlinkungen, Animationen und Filme. Und nicht zuletzt können die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause mit einer entsprechenden App direkt in das Buch schreiben, dort ihre Hausaufgaben erledigen. „Wir Lehrer können auf die entsprechenden mBooks zugreifen und so beispielsweise Aufgaben der Schüler kontrollieren und korrigieren“, sagt Schumacher.

In den kommenden Tagen werden die Schüler an den vorhandenen 30 mBooks von den Geschichtslehrern eingewiesen, die zuvor eine Weiterbildung absolviert haben. Begleitet wird das Pilotprojekt wissenschaftlich. „Und wir geben Rückmeldung an die Uni Eichstätt “, so Schumacher. Auch wenn bislang lediglich für das Fach Geschichte ein entsprechendes Programm vorliegt, geht Schumacher davon aus, dass dieses mBook zukünftig auch für andere Fachbereiche, beispielsweise Mathematik, zum Einsatz kommen wird. „Das ist jedenfalls der Schub, den wir für einen modernen Unterricht brauchten“, so der Pädagoge.

Für die Stadt bedeutet das Kosten von erstmal 42 000 Euro., wobei für den ersten Klassensatz schon 17 000 Euro ausgegeben wurden. Finanziert wurde das aus dem allgemeinen EDV-Budget der Schulen. Und Gelder stehen zudem bereit, weil bei den Schulen unter anderem wegen G8 weniger Lernmittel als geplant zur Verfügung gestellt werden mussten.

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