Axel und Torsten Zwingenberger im Haus Siekmann
Ein vorgezogenes Silvesterfeuerwerk

Sendenhorst -

Zum Boogie-Woogie-Olymp in Sendenhorst luden Axel und Torsten Zwingenberger ein. Die Brüder entfachten ein vorgezogenes musikalisches Feuerwerk.

Freitag, 29.12.2017, 18:12 Uhr

Jeder ein Meister auf seinem Instrument: Axel Zwingenberger am Flügel und sein Bruder Torsten Schlagzeug.
Jeder ein Meister auf seinem Instrument: Axel Zwingenberger am Flügel und sein Bruder Torsten Schlagzeug. Foto: Reinhard Baldauf

„Das Beste kommt immer zum Schluss“, meinte Jürgen Krass vielsagend, als der Besucherstrom am Donnerstagabend in Haus Siekmann nicht abreißen wollte. Zum Boogie-Woogie-Olymp in Sendenhorst begrüßte der Vorsitzende des Fördervereins der überregional ausstrahlenden Kultureinrichtung Axel und Torsten Zwingenberger .

Gemeinsam entfachten die beiden Boogie-Woogie-Legenden ein vorgezogenes Silvesterfeuerwerk mit rollenden Bässen, Tremoli und mitreißenden Rhythmen, so dass der Funke auf die 120 Besucher von der ersten Sekunde an übersprang. Daran hatte auch Torsten, der vier Jahre jüngere Bruder Axels, am Schlagzeug erheblichen Anteil, der die Zuhörer mit auf eine Reise mit der Eisenbahn nahm und dabei das Zischen, Pfeifen und Läuten sowie den stampfenden Rhythmus der langsam Fahrt aufnehmenden Lokomotive lautmalerisch auf dem Schlagzeug nachahmte.

Es sollte während des Konzertes nicht die einzige Einlage dieser Art sein, die die beiden Zwingenberger brillant zelebrierten, eignet sich Boogie Woogie wie kein anderer Musikstil für diese Lautmalerei. Bei so viel Nähe zur Eisenbahn überrascht es nicht, dass Axels größtes Hobby Dampfeisenbahnen sind und er 2006 eine Stiftung zur Rettung historischer Schienenfahrzeuge gegründet hat.

Sein vertrautes Outfit hat der 62-jährige Pianist, der seine ersten Erfolge bereits Mitte der 1970-er Jahre feierte, beibehalten: den Beatles-Pilzkopf, bei dem nur die Haare grauer geworden sind. Ansonsten hat der Sohn eines Arztes, der seit seinem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht erhalten hat, seine Fingerfertigkeit weiter perfektioniert. Das gilt für seinen Bruder Torsten genauso, der seine Technik, Jazzschlagzeug und Percussion gleichzeitig zu spielen, „Drumming5point“ nennt. Die hat es Torsten Zwingenberger ermöglicht, in neue Dimensionen seiner Klangwelt vorzustoßen.

Bei ihrem ersten Konzertauftritt in Sendenhorst spielten sich die beiden Boogie- Woogie-Olympioniken geradezu in einen Rausch und die Frage Axels, ob das Publikum noch ein weiteres Stück dieser Güte vor der Pause hören wollte, war rein rhetorischer Art.

Im zweiten Teil warteten dann die Zwingenberger-Brothers mit einem musikalischen Ausflug nach Afrika mit den entsprechenden Instrumenten auf. Damit kam eine ganz andere Klangfarbe in den ausgelassenen-hämmernden Sound, der für nicht weniger Begeisterung sorgte.

Immer wieder lösten die explosiven Tastenklänge am Flügel und fulminanten Schlagzeug-Soli der Brüder bei den Zuhörern Begeisterungsstürme aus, die die Musiker zu einem noch furioseren Spiel plus Zugaben animierte.

„So ausgelassen habe ich unsere Besucher selten erlebt“, fasste ein ebenfalls begeisterter Krass am Ende seine Eindrücke zusammen.

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