Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel Leitlinien beachten und Prioritäten setzen

Bürgermeister Berthold Streffing sieht das städtische Handeln im kommenden Jahr durch finanzielle Konsolidierungsmaßnahmen bestimmt. In seinem Grußwort ist er zuversichtlich, dass sich Sendenhorst 2018 gut entwickeln wird.

Bürgermeister Berthold Streffing sieht das städtische Handeln im kommenden Jahr durch finanzielle Konsolidierungsmaßnahmen bestimmt.
Bürgermeister Berthold Streffing sieht das städtische Handeln im kommenden Jahr durch finanzielle Konsolidierungsmaßnahmen bestimmt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich grüße Sie zum Jahreswechsel 2017/2018 sehr herzlich.

Trotz guter finanzieller und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist es der überwiegenden Zahl der Kommunen in Nordrhein-Westfalen weiterhin nicht möglich, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Auch in Sendenhorst stehen seit vielen Jahren den Aufwendungen keine entsprechenden Erträge gegenüber. Die Ursachen für die finanzielle Situation sind vielfältig. Es gibt Einflussfaktoren, die vom Rat der Stadt nur bedingt bis gar nicht beeinflusst werden können (etwa steigende Sozialleistungen), und solche, die durch die Stadt steuerbar sind wie freiwillige Leistungen.

Diese Situation darf natürlich nicht zu dem Ergebnis führen, dass alle Konsolidierungsüberlegungen und -maßnahmen überflüssig sind, weil sich „ja sowieso nichts ändern“ wird. Ganz im Gegenteil: Es ist unsere zentrale Herausforderung, die Haushaltssituation mit Blick auf eine „Normalisierung“ der seit einigen Jahren überproportionalen Steuerzuwächse sowie einem Ende der Niedrigzinspolitik zukunftsfähig aufzustellen.

Der Rat der Stadt Sendenhorst hat vor diesem Hintergrund nach einem längeren Strategieprozess im Juli 2017 Leitlinien beschlossen, die als Grundlage für das Handeln der Stadt Sendenhorst in den nächsten Jahren dienen.

Die „Leitlinie Wirtschaft“ fordert uns auf, gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu schaffen die dazu dienen, dass die ansässigen Unternehmen prosperieren beziehungsweise sich neue Unternehmen am Ort ansiedeln. Ziel ist es, die Anzahl und die Qualität der einkommensteuerpflichtigen Arbeitsplätze zu erhalten und weiterhin auszubauen.

Die „Leitlinie Wohnen“ fordert uns auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen die dazu dienen, dass unsere Stadt von den Bürgern als attraktive Wohnstadt wahrgenommen wird. Ziel ist es auch, dass Familien in unserer Stadt ihren Lebensmittelpunkt behalten oder finden.

Die „Leitlinie Gemeinwesen“ fordert uns auf, so zu handeln, dass das Zusammenleben und das bürgerschaftliche Engagement erhalten und gestärkt werden.

Das politische Handeln wird sich in den nächsten Jahren eng an diesen beschlossenen Leitlinien orientieren. Wir alle werden akzeptieren müssen, dass bestimmte Leistungen, die ohne Frage sicherlich wichtig und wünschenswert für unsere Kommune sind, nicht oder nur eingeschränkt realisiert werden können und sich (zunächst) anderen vordringlich wahrzunehmenden Angelegenheiten unterordnen müssen. Nur mit solchen Maßnahmen wird es dauerhaft möglich bleiben, die städtische Finanzsituation eigenverantwortlich zu steuern.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit der Entwicklung des Gewerbegebietes Ostheide haben wir vor einigen Jahren gute Rahmenbedingungen für ansiedlungswillige Unternehmen geschaffen. So freut es mich besonders, dass wir der VTS ein geeignetes und attraktives Gewerbegrundstück anbieten konnten. Mittlerweile haben wir alle Flächen im Gewerbegebiet vermarktet, und wir sind nun gehalten, weitere Gewerbeflächen auszuweisen und baureif zu machen. Positiv bewerte ich auch die Maßnahmen zur Schaffung von Baugrundstücken. Im Baugebiet Hagenholt-Nord werden nunmehr die notwendigen Erschließungsmaßnahmen im Frühjahr 2018 durchgeführt, sodass dann anschließend die ersten Häuser gebaut werden können. In Albersloh im Baugebiet Kohkamp werden derzeit noch Verhandlungen geführt. Ich hoffe aber, dass wir auch hier in den nächsten Monaten zu einvernehmlichen Lösungen kommen können, denn auch in Albersloh ist die Nachfrage nach Baugrundstücken unverändert hoch. Mit dem Zuzug vieler Familien nach Albersloh in den vergangenen Jahren ist auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten gestiegen. Mit Hilfe eines Investors ist es unter Beteiligung des Kreises Warendorf sehr schnell gelungen, einen Kindergarten zu bauen und das Betreuungsangebot in Albersloh bedarfsgerecht auszubauen.

In Sendenhorst ist im Jahr 2017 mit dem Bau von zwei Wohnheimen (Auf der Geist und Seilerstraße) begonnen worden. Es ist richtig, wenn wir im Rahmen unserer sozialen Verantwortung auch kleinere und bezahlbare Wohneinheiten schaffen, die von sozial schwächeren Familien und Flüchtlingen bewohnt werden können.

Straßenbaumaßnahmen in städtischer Verantwortung waren die Sanierungsarbeiten Auf der Geist und die Erneuerungsmaßnahme Bersenkampstraße, die mit dem Aufbringen der Deckschicht Anfang 2018 dann auch endgültig fertiggestellt wird.

Für das Jahr 2018 sind ebenfalls wieder viele Investitionsmaßnahmen vorgesehen: So steht die Erweiterung der Mensa an der Montessori-Schule an, ebenso wie der Anbau eines Multifunktionsraumes am Haus Siekmann, der zweite Bauabschnitt der Spurrinnensanierung Auf der Geist und der Bau von Parkplätzen an der Grundschule in Albersloh, die weitere Umsetzung von Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung und der Bau von generationsübergreifenden Spiel- und Aufenthaltsräumen.

Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam 2018 viel für unsere Stadt und die hier lebenden Menschen erreichen werden.

Mit meinen Neujahrsgrüßen danke ich all jenen, die sich im Jahr 2017 für die stete Fortentwicklung in unserer Stadt tatkräftig eingesetzt und um das allgemeine Wohl bemüht haben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2018 alles Gute, Glück und Gesundheit und Frieden.

Ihr

Berthold Streffing

Bürgermeister

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5387935?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F