60 Jahre Gunnemann
Zwischen Heilkräutern und Fotolabor

Sendenhorst -

Seit 60 Jahren gehört die Foto-Drogerie Gunnemann als fester Bestandteil zur Gewerbelandschaft in der Stadt. Als sich Cilli Menke mit ihrer Foto-Drogerie an der Nordstraße im Jahr 1957 selbstständig machte, war sie erst 25 Jahre alt. Seit 1997 führt Cordula Gunnemann das Geschäft.

Mittwoch, 27.12.2017, 10:12 Uhr

1957 eröffnete Cilli Gunnemann, damals noch Cilli Menke, ihre Foto-Drogerie an der Nordstraße.
1957 eröffnete Cilli Gunnemann, damals noch Cilli Menke, ihre Foto-Drogerie an der Nordstraße.

Als sich Cilli Menke mit ihrer Foto-Drogerie in Sendenhorst 1957 selbstständig machte, war sie erst 25 Jahre alt. Der Name Menke wird daher wahrscheinlich vornehmlich den älteren Sendenhorstern etwas sagen. Der Name Gunnemann da wohl eher, den die Drogerie seit Cillis Heirat im Jahr 1959 trägt. Seit nunmehr 60 Jahren gehört die Foto-Drogerie Gunnemann als fester Bestandteil zur Gewerbelandschaft in der Stadt.

Cilli Menke hatte seinerzeit in der Drogerie Schmidt gelernt. Fachdrogistin war ihre Berufsbezeichnung. Nach ihrer Ausbildung habe sie die Drogerie Schmidt fast alleine geführt, erzählt Cordula Gunnemann , die in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten ist, und die Drogerie/Reformhaus Gunnemann seit 1997 führt. Und da habe sie sich wohl irgendwann gedacht, das könne sie ja auch auf eigene Kosten tun. Sie eröffnete ihre Drogerie an der Nordstraße.

Cilli Gunnemann in ihrem Reich an der Nordstraße.

Cilli Gunnemann in ihrem Reich an der Nordstraße. Foto: Gunnemann

Zur Ausbildung zur Drogistin gehörte damals und gehört auch heute noch auch die Ausbildung im Bereich Fotografie, die sich im Laufe der Jahre zu Cilli Menkes Steckenpferd entwickelte. „Meine Mutter war viel mit der Kamera in Sendenhorst unterwegs. Schützenfeste und Familienfeiern – Mama war immer dabei“, erinnert sich Tochter Cordula. „Vielleicht habe ich mein Interesse für die Fotografie daher übernommen“, überlegt sie. „Und danach kam die komplette Arbeit in der Dunkelkammer dazu. Dabei hat dann auch mein Vater viel geholfen“, erzählt sie weiter.

1982 begann Cordula Gunnemann eine Lehre im elterlichen Betrieb. Parallel dazu nahm sie an vielen Schulungen teil und ließ sich zur Reformhausfachberaterin an der Reformhausfachakademie in Oberursel ausbilden. „Jedes Reformhaus braucht mindestens eine dieser Fachkräfte“, erläutert Cordula Gunnemann.

Die Ausbildung zur Drogistin sei sehr umfangreich und vielfältig. So sei eines der Fächer beispielsweise Drogenkunde, woher sich auch das Wort Drogerie ableite. Ja, richtig gehört, Drogenkunde, denn laut Arzneimittelbuch seien Heilpflanzen Drogen, erklärt die Drogistin. Darüber hinaus wurde sie beispielsweise in der Kunde der Nahrungsergänzungsmittel und Vitalstoffe und der Kosmetik unterrichtet. Außerdem werde man in der Ernährungs- und Diätberatung geschult. Ständige Fortbildungen gehörten ebenfalls dazu, erklärt Cordula Gunnemann.

Seit 1997 führt Cordula Gunnemann das Geschäft an der Schulstraße.

Seit 1997 führt Cordula Gunnemann das Geschäft an der Schulstraße. Foto: Gunnemann

Der Standort Sendenhorst, der 1984 an die Schulstraße verlegt wurde, war und ist nicht der einzige des Unternehmens. 25 Jahre lang gab es eine Filiale in Enniger. 2012 kam eine in Oelde dazu. Und seit 2015 gibt es Drogerie und Reformhaus Gunnemann in Warendorf.

Außerdem erinnern sich viele Sendenhorster sicher auch an den Jeansshop Gunnemann, den es bis 2013 gab. „Früher hat man passend zur Babynahrung in der Drogerie auch Windeln und Strampler gekauft“, erinnert sich Cordula Gunnemann. Daraus wurde dann unter Cilli Gunnemanns Regie der Jeansshop.

1997 übernahm Tochter Cordula das Geschäft. Zunächst wurde sie von ihrer Mutter noch unterstützt. Doch im Jahr 2000 musste die „Seniorchefin“ krankheitsbedingt schlagartig ausscheiden. „Es geht ihr aber gut“, berichtet Cordula Gunnemann. „Und wenn sie heute ins Geschäft kommt, weiß sie genau, dass sie das einmal aufgebaut hat.“

Es habe sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, blickt Cordula Gunnemann zurück. Ja, man habe auf Nachfrage der Kunden Biowaren hinzugenommen. Aber während es in Bioläden nur um die Waren ginge, läge der Schwerpunkt im Reformhaus- und Drogeriebereich von je her mehr im Bereich der Beratung, der Problemlösung. „Die Kunden kommen auch wieder öfter und fragen um Rat bei uns“, freut sich die Fachfrau.

Die Sendenhorster werden am 60-Jährigen übrigens nach Weihnachten teilhaben können, wenn es auf alles Rabatt im Rahmen des Inventurverkaufs gibt.

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