Kleingärtner ziehen Bilanz Frost schadet der Ernte

Sendenhorst -

In den Sendenhorster Kleingärten ist die Ernte in diesem Jahr in allen Bereichen niedriger ausgefallen als in den Vorjahren. Der späte Wintereinbruch hat den Pflanzen geschadet.

Der Vorstand des Kleingärtnervereins zeichnete die Gärten von Annette und Wolfgang Kaiser sowie von Renate und Alfred Warzecha aus (vorne v.li.).
Der Vorstand des Kleingärtnervereins zeichnete die Gärten von Annette und Wolfgang Kaiser sowie von Renate und Alfred Warzecha aus (vorne v.li.).

In jedem Jahr ist das Erntedankfest des Kleingärtnervereins „Zur Rose“ der Saisonhöhepunkt. Die Mitglieder hatten sich zu einem gemütlichen Saisonausklang im Vereinsheim an der Telgter Straße eingefunden.

Zunächst ließ Vorsitzender Helmut Jarosch das Gartenjahr Revue passieren, berichtet der zweite Vorsitzende, Hubert Klar . So sei die gesamte Ernte in diesem Jahr in allen Bereichen niedriger ausgefallen, weil der späte Wintereinbruch mancher Pflanze geschadet habe. Jarosch erinnerte daran, dass die Wärmeperiode im März Wachstum und Austrieb von Pflanzen und Blüten beschleunigt hatte, ein paar Minusgrade Ende April aber ausgereicht hätten, die Hoffnung auf eine gute Ernte zunichte zu machen. Gerade die Kirschblüte habe den Kälteeinbruch zum Großteil nicht überstanden, und „auch die Bienen fliegen bei Kälte nicht vor die Tür“. So musste man vielerorts mit einer insgesamt nicht zufriedenstellenden Obsternte leben. Dem gegenüber sei die Ernte in den Kleingärten bei Kartoffeln und Gemüse gut gewesen.

Nach dem Abendessen folgte die traditionelle Einzelgartenbewertung, ein Wettbewerb, der den Garteninhabern seit Jahren viel Freude bereite. Dabei gab es auch für langjährige Mitglieder eine Überraschung, denn die Eheleute Anette und Wolfgang Kaiser, die erst seit einem Jahr eine Gartenparzelle bewirtschaften, erreichten in einer neutralen Bewertung mit 88 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz.

Bewertet wurden unter anderem die Ausnutzung als Kleingarten mit Gemüse-Anbau und Blumenbeeten, Pflege und Schnitt der Obstbäume, die Kompostierung, der Zustand der Laube und der Wege, das Vorhandensein von Nistkästen und Vogeltränken sowie der Gesamteindruck.

Platz zwei ging an die Gartenbesitzer Alfred und Renate Warzecha. Den dritten Platz holten die Eheleute Wekesser.

Mit Optimismus gehen die Kleingärtner in das neue Erntejahr, für das sie auf weniger drastische Temperaturschwankungen hoffen, schreibt Hubert Klar.

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