Neujahresempfang der evangelischen Kirchengemeinde Sassenberg
Lutherjahr bestärkt Ökumene

Sassenberg -

„Das Jahr 2017 war geprägt durch das Reformationsjubiläum“, strich Pfarrer Michael Prien In seinem Jahresrückblick beim Neujahrsempfang der evangelischen Gemeinde deutlich heraus. Gleich am ersten Tag des neuen Jahres hatten sich Gemeindeglieder nach dem Neujahrsgottesdienst im Gemeindehaus getroffen, um Bilanz zu ziehen und sich auf das kommende Jahr einzustimmen. Bürgermeister Josef Uphoff dankte im Rahmen seines Neujahrsgrußes für die Beteiligung am Leben der Stadt.

Mittwoch, 03.01.2018, 11:01 Uhr

Im evangelischen Gemeindehaus fand nach dem ersten Gottesdienst des Jahres am 1. Januar auch traditionell der Neujahrsempfang statt.
Im evangelischen Gemeindehaus fand nach dem ersten Gottesdienst des Jahres am 1. Januar auch traditionell der Neujahrsempfang statt. Foto: Ulrike von Brevern

Das schon im Oktober 2016 angelaufene Jubiläumsjahr prägte das Gemeindeleben durch viel Veranstaltungen und Begegnungen. Auch die große Luther-Statue, die unter dem Motto „Ich bin so frei“ das ganze Jahr über den Kirchplatz schmückte, sei „wider Erwarten nicht versaubeutelt worden“, schmunzelte Prien. Nur ein Mal war sie von Unbekannten auf die Seite gelegt worden, ohne aber Schaden zu nehmen.

Prien lobte rückblickend ausdrücklich die katholischen Initiativen zu gemeinsamen Lutherveranstaltungen, etwa die Lesung zu Luthers Tischreden, die von der katholischen Gemeindebücherei angeregt wurde, oder die ökumenische Fahrt zum Lutheroratorium in Halle. „Das klappte gut und das war sehr schön“, freute sich der evangelische Gemeindepfarrer. Auch die Bereitschaft der katholischen Gemeinde, sich durch eine Spende an den Kosten einer neuen Taufschale zu beteiligen hob Prien hervor. Die Taufschale war um die Jahreswende zum vorigen Jahr aus der Gnadenkirche gestohlen worden. Der Ersatz kann am kommenden Sonntag im Rahmen eines Taufgottesdienstes eingeweiht werden.

Für das soeben begonnene, voraussichtlich ruhigere Jahr kündigte Prien kleinere Baumaßnahmen in der Gemeinde an. So soll der Gemeindesaal zum ersten Mal nach rund 17 Jahren renoviert werden. Ansonsten wünschte er, „dass wir das tun können was unsere Aufgabe ist: das Evangelium zu leben und in die Welt zu tragen.“

Zumindest was das Gebot angeht, des anderen Hab und Gut zu achten, scheint es da noch Nachholbedarf zu geben. So wurde die Gemeinde in diesem Jahr offenbar unfreiwillige zur Weihnachtsbaumspenderin. Erst kurz vor Neujahr entdeckte das Pfarrersehepaar, dass Unbekannte sich an einem der jungen Bäumen bedient hatten, im Garten hinter der Kirche für einen möglichen Einsatz als Kirchenweihnachtsbäume heranwachsen. In der Woche vor Weihnachten war in Kirche und Gemeindehaus eingebrochen worden.

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