Pastoralreferent auf Sendung
90 Sekunden für die frohe Botschaft

Ostbevern -

Pastoralreferent Florian Schulz ist bald im Radio zu hören. Er freut sich drauf. Und hat doll Respekt vor der Aufgabe.

Donnerstag, 29.03.2018, 07:03 Uhr

Künftig wird Pastoralreferent Florian Schulz (rechts) aus Ostbevern, wie bei dieser Übung, häufiger in ein Mikrofon sprechen: Er wird „Augenblick mal“-Beiträge für Radio WAF produzieren. Foto: Ladermann, Bistum Münster

90 Sekunden hat Florian Schulz künftig Zeit, um seine Botschaft an die Frau und den Mann zu bringen – oder genauer gesagt: an die Hörerin und den Hörer. Denn der Pastoralreferent aus der Pfarrei St. Am­brosius in Ostbevern wird regionale „Augenblick mal“-Beiträge“ bei Radio WAF produzieren. In loser Reihenfolge gestaltet er mit weiteren Autorinnen und Autoren aus dem Kreis Warendorf Kurzbeiträge aus der katholischen Kirche exklusiv für den Lokalsender.

„Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt der 38-Jährige und fügt hinzu: „Aber ich habe auch Respekt davor.“ Während er beim Predigen in der Kirche mehrere Minuten zur Verfügung habe, müsse er nun in 90 Sekunden einen Gedanken auf den Punkt bringen – bestenfalls garniert mit Originaltönen von Messdienern, Pfadfindern oder Pilgern, je nach Thema. Herausforderung und zugleich Chance – so sieht es der Pastoralreferent mit Blick auf das Medium. „Über das Radio erreichen wir viele Menschen im Kreis Warendorf, auch solche, die keinen direkten Bezug zur Kirche haben“, weiß Schulz um die Chancen, die dieses Medium bietet.

Das Handwerkszeug für das richtige Verkündigen im Radio hat Schulz gemeinsam mit seinen Kollegen bei einer zweitägigen Fortbildung des Bistums Münster gelernt. Jennifer Sünderkamp, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, weihte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ostbevern, Herzfeld, Coesfeld und Sassenberg mit mehreren Übungen in das Zusammenspiel von Stimme, Atmung und Körperhaltung ein. „Sie können Spannung im Text ebenso weitergeben wie ein Wohlgefühl“, informierte die Trainerin und gab den Tipp: „Binden Sie ihre Körperbewegungen beim Sprechen ein. Das ist eine gute Unterstützung für die Stimme.“ In kurzen Interview-Trainings erhielten die Teilnehmer ein Gefühl für das Sprechen vor dem Mikrofon.

„Ziel des Projektes ist es, glaubensbezogene Impulse mit Themen und Stimmen aus der Region zu besetzen“, erklärt Martin Wißmann von der Rundfunkarbeit im Bistum Münster. Sowohl Radio WAF als auch das Bistum Münster profitierten davon: „Menschen aus der Region sprechen zu Menschen in der Region“, wird Wißmann im Pressebericht des Bistums zitiert.

Die katholischen Beiträge aus dem Kreis Warendorf werden an Werktagen in ungeraden Kalenderwochen meist auf dem Programmplatz um 18.23 Uhr von Radio WAF gesendet. „Unsere Autoren können so bis zu 26 Sendewochen im Jahr bespielen“, erklärt Wißmann, „in der Regel liefen sie einen Beitrag pro Woche“.

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