Freiwillige Feuerwehr Ostbevern Bereit für den Ernstfall

Ostbevern -

Auch während der Feiertage stehen immer genügend Kameraden bereit, um im Ernstfall ausrücken zu können.

Von Anne Reinker
 
  Foto: Anne Reinker

A llzeit bereit, ist ein Grundsatzmotto bei den Kameraden der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr . Allzeit, dass heißt: Zu jedem Zeitpunkt müssen Wehrleute in Rufbereitschaft stehen. Das gilt natürlich auch für die anstehenden Feiertage. So mussten sich für Weihnachten wie auch Silvester genügend Freiwillige melden, die im Notfall parat stehen.

Gefahrenquellen rund um die Festtage gibt es genug: der trockene Weihnachtsbaum und der Adventskranz, die vielleicht mit Echtkerzen ausgestattet sind oder die Silvesterrakete, die querschießt. Wie die Tätigkeit zum Jahresende für die Wehrkameraden aussieht, erzählen Michael Saabe , Hermann-Josef Spitthoff und Nico Holtkemper.

Die Notfallhäufigkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten verschoben. Die elektrischen Lichterketten und künstlichen Weihnachtsbäume minimieren die Gefahr des Zimmerbrandes, das immer größere Interesse an Feuerwerkskörpern dagegen lässt die Feuerwehr des öfteren zum Beginn des neuen Jahres ausrücken. „Früher ist Weihnachten sehr viel mehr passiert“, erklärt Hermann-Josef Spitthoff. „Aber so ein Adventskranz kann immer noch mal hochgehen.“

Anders beim Jahreswechsel. „Die Geldbörse sitzt zu Silvester locker“, meinte Michael Saabe, hiesiger Leiter der Feuerwehr. Mit der Folge, dass auch die Notfallhäufigkeit zunimmt. Falsch gestellte Raketen könnten etwa nicht „nur“ einen Heckenbrand auslösen, sondern auch ernstliche Verletzungen bei den Anwesenden verursachen. „In der Regel müssen wir Silvester immer ausrücken“, sagt Nico Holtkemper. „Meistens so zwischen Mitternacht und 2 Uhr“, fügt sein Kamerad Saabe hinzu. Sein Tipp zur Brandvorbeugung: „Es kann nicht schaden, Weihnachten und Silvester einen Eimer Wasser in der Nähe stehen zu haben“, riet er. Dieser könne für einen Entstehungsbrand durchaus ausreichend sein.

Wenn es aber wortwörtlich brenzlig wird, darf der Notruf unter 112 nicht gescheut werden. Der Anruf geht in die Leitstelle ein, die wiederum die örtliche Wehr informiert. Die Kameraden, die in der Bereitschaft sind, tragen dafür Funkmeldeempfänger, die durch starke Vibration und Geräusche auf einen Notfall aufmerksam machen. Sind die ersten Freiwilligen am Gerätehaus eingetroffen, warten dort schon in gedruckter Form sowie durch eine Karte von Google Maps auf dem Bildschirm die Informationen über den Brand auf sie. Somit kann zielgerichtet ausgerückt werden.

Doch finden sich immer genügend Kameraden, die an den Feiertagen Dienst schieben möchten? Zumal einige Schutzziele zu erfüllen sind: Acht Minuten nach dem Alarm müssen neun Feuerwehrleute an der Einsatzstelle sein, nach 13 Minuten weitere sechs Funktionen vor Ort sein. „Weihnachten ist eigentlich kein Problem“, stellt Michael Saabe fest. Zu Silvester dagegen ist der Bereitschaftsplan nicht so schnell gefüllt. Denn die Kameraden müssen im Ort und mobil sein, um schnell zum Gerätehaus kommen zu können – und den kompletten Abend und die Nacht alkoholfrei bleiben. An einem Festtag, an dem viele Partys und Feiern veranstaltet werden, ist das keine Selbstverständlichkeit, die aber natürlich vorausgesetzt wird. „Meistens rücken dann aber doch mehr Feuerwehrleute zur Einsatzstelle aus, als vorher eingeplant waren“, freut sich Michael Saabe über das gute Miteinander in der Kameradschaft. „Und auch an Silvester kann man auf die Nachbarschaftshilfe durch die Wehrleute im Umkreis zählen“, meint sein Stellvertreter Nico Holtkemper. „Es ist aber wünschenswert, dass die Fahrzeuge an den Feiertagen drin bleiben können“, sagt er.

Die Ostbeverner Wehrkameraden wünschen allen Bürgern der Gemeinde ein frohes Weihnachtsfest und einen schönen und sicheren Wechsel in ein gesundes Jahr 2018.

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