Versuchter Überfall
Räuber mit Dosen in die Flucht geschlagen

Oelde -

Mit drastischen Mitteln haben sich Mitarbeiter einer Tankstelle in Oelde am Donnerstagabend gegen einen Überfall durch einen mutmaßlich entflohenen Häftling gewehrt. Als der Maskierte eine Angestellte mit einem Messer bedrohte und Geld verlangte, beschimpfte sie ihn laut und fing an, den Mann mit Bierdosen zu bewerfen, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Freitag, 22.12.2017, 07:12 Uhr

Versuchter Überfall: Räuber mit Dosen in die Flucht geschlagen
Foto: dpa

Vom Kampfgetöse alarmiert, kam auch der Tankstellenbesitzer hinzu und warf ebenfalls Bierdosen sowie eine Bierkiste auf den Bewaffneten. Eine Kundin und ihre fünfjährige Tochter nutzten das Durcheinander, um zu fliehen.

Als der Tankstellenbesitzer dem Räuber kurzzeitig die Maske vom Gesicht zog, setzte dieser sie wieder auf, drohte nochmals mit dem Messer und flüchtete zu Fuß.

Als Tatverdächtige nahm die Polizei einen 21-Jährigen fest, der zuvor aus dem Gefängnis geflohen war, sowie einen 20-jährigen mutmaßlichen Komplizen. Beide seien betrunken gewesen. Verletzt wurde demnach niemand. «Auch nicht der Räuber», sagte der Sprecher der Polizei.

Laut Ermittlungen der Kriminalpolizei kann eine Tatbeteiligung der zweiten Person ausgeschlossen werden. Da der 21-Jährige noch eine Restfreiheitsstrafe zu verbüßen hat, brachten Beamte der Kriminalpolizei ihn zurück ins Gefängnis.

 

Die kuriosesten Polizeigeschichten des Jahres 2017 aus NRW

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  • DARTH VADER BRAUCHT GELD: Die Dorstener Polizei hatte es vor gar nicht langer Zeit mit einem wahren Schurken zu tun: mit „Darth Vader“ aus Sternen-Saga „Star Wars“. Sie suchte nach einer Unbekannten, die mit Maske und Umhang des dunklen Lords Geld vom Konto einer Frau aus Essen abgehoben hatte. Die Macht war nicht auf der Seite der mutmaßlichen Betrügerin. Im Januar meldete die Polizei, man habe die 28-Jährige ermittelt. In ihrer Wohnung fand man Maske und Umhang.

    DARTH VADER BRAUCHT GELD:

    Die Dorstener Polizei hatte es vor gar nicht langer Zeit mit einem wahren Schurken zu tun: mit „Darth Vader“ aus Sternen-Saga „Star Wars“. Sie suchte nach einer Unbekannten, die mit Maske und Umhang des dunklen Lords Geld vom Konto einer Frau aus Essen abgehoben hatte. Die Macht war nicht auf der Seite der mutmaßlichen Betrügerin. Im Januar meldete die Polizei, man habe die 28-Jährige ermittelt. In ihrer Wohnung fand man Maske und Umhang.

    Foto: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)
  • WEIT SPUCKEN UND TIEF FALLEN:

    Im April fiel ein Student in Witten acht Meter tief von einem Balkon - weil er bei einer Party seine Weitspuck-Fähigkeiten beweisen wollte. „Er hat in seinen Spuckversuch einige Wucht reingelegt“, analysierte ein Polizeisprecher. Ob er das Wettspucken zumindest gewann, wurde nicht aktenkundig. Der Student kam wie durch ein Wunder ohne lebensgefährliche Verletzungen davon - weil er auf ein parkendes Auto prallte.

    Foto: Wilfried Gerharz (Symbolbild)
  • ZANKAPFEL HUNDEHÄUFCHEN:

    Hundekot ist echt ärgerlich. In Essen eskalierte der Streit um einen Haufen aber derart, dass es am Ende einen Schwerverletzten und eine Festnahme gab. Zunächst stritten sich nach Polizeiangaben ein Hausmeister und eine Hundebesitzerin wegen „Nichtentfernens von Hundekot“. Dann mischten sich auch noch der Sohn und der Enkel der Dame in den Zwist ein. Irgendwann traf zudem der Sohn des Hausmeisters ein. Wie sehr der Streit außer Kontrolle geriet, lässt sich an seiner Verletzung ablesen: Er wurde von einer Pfefferpistole aus kurzer Entfernung im Gesicht getroffen.

    Foto: Markus Kampmann (Symbolbild)
  • PAPA HAT ZU TUN:

    In Köln brach ein Mann nachts in eine Bank ein, während sein elf Jahre alter Sohn und seine Frau draußen warteten. Als Polizisten samt Diensthund aufkreuzten, gaben sich Mutter und Kind weitestgehend ahnungslos. Auf dem Handy des Jungen fanden die Beamten aber eine recht eindeutige Nachricht des Mannes: Er könne aktuell nicht aus einem Loch krabbeln, da sei ein Hund. Die Polizei versprach, das Jugendamt werde über die „nächtlichen Aktivitäten der Familie in Kenntnis gesetzt.“

    Foto: Colourbox.de
  • SALAMI-TAKTIK:

    Wurst auf Brot: gut. Wurst auf Auto: nicht gut. Dennoch nutzte in Rahden im Kreis Minden-Lübbecke ein Mann eine Salami, um damit ein vorbeifahrendes Auto zu bewerfen. Als der Fahrer ausstieg, um den Aggressor zur Rede zu stellen, sprühte dieser auch noch Pfefferspray. Nach Angaben der Polizei war der Salami-Werfer betrunken. Warum er aber genau zu der Wurst griff, blieb erstmal sein Geheimnis.

    Foto: Colourbox.de
  • ALLE MEINE ENTCHEN... SIND WEG:

    Im Sommer beschäftigte ein mysteriöses Verschwinden von Entenküken Siegburg. Augenzeugen gaben entsprechende Beobachtungen von einem örtlichen Weiher zu Protokoll. „Wir haben den Fall, dass da irgendwas im Wasser die Küken wegfrisst oder einsaugt“, konstatierte der Leiter der städtischen Grünflächenabteilung. Es schossen Theorien ins Kraut, auch Hundebesitzer waren in Sorge um das Leben ihrer Tiere. Ein Monster in Siegburg? Der Verdacht fiel dann auf einen Wels.

    Foto: Sigmar Syffus (Symbolbild)
  • UNGLEICHES PS-DUELL:

    Ein Zwölfjähriger in Dortmund nahm im Juli die Verfolgung eines flüchtigen Lastwagenfahrers auf - auf einem Tretroller. Er entschied das ungleiche Duell sogar für sich, die Polizei berichtete begeistert. Der Fahrer hatte einen Stromkasten gerammt, der Junge das beobachtet. Er verfolgte den Brummi, bis dieser wieder parkte und gab die Information an die Polizei weiter.

    Foto: Colourbox.de (Symbolbild)
  • BADEMANTEL-BOTSCHAFTEN:

    Ein Mann im Bademantel auf dem Dach ließ im März Nachbarn bei Aachen aufschrecken. Sie dachten, er wolle springen und alarmierten die Polizei: Der Mann sei habbackt und spreche auch noch mit sich selbst. Wie sich herausstellte, war die Situation fehlgedeutet worden. Beim Streichen auf dem Dach habe er sich mit Farbe bekleckert, erzählte der Mann. „Also habe ich mich geduscht und mir den Bademantel angezogen.“ Blöderweise klappte danach der Fernseher nicht richtig. Er war beim Streichen wohl an die Satellitenschüssel gekommen. Also wieder rauf aufs Dach, um das Ding zu richten - im Bademantel. Weil das nicht gleich klappte, habe er ein wenig geschimpft.

    Foto: Colourbox.de (Symbolbild)

 

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