Hermann Dirksen verabschiedet sich und schließt nach 20 Jahren das Kapitel „Senioren Service Everswinkel“
Ende einer Erfolgsgeschichte

Everswinkel -

1997 wurde das Angebot eingerichtet. Die Adressaten: die Senioren in der Vitus-Gemeinde. Der Initiator: Hermann Dirksen. Mit dem „Senioren-Service-Everswinkel“ bot der engagierte Everswinkel etwas völlig Neues: Ein Beratungs- und Unterstützungsangebot für die älteren Bürger mit regelmäßigen Sprechstunden. Das ist nun vorbei. Hermann Dirksen schließt das SSE-Kapitel.

Donnerstag, 08.02.2018, 07:02 Uhr

Im Rahmen der DRK-Vorstandssitzung wurde Hermann Dirksen (Mitte) vom Vorsitzenden Dr. Hans-Bernd Unterbusch (r.) und dem stellvertretenden Vorsitzenden Uwe Henkel verabschiedet.
Im Rahmen der DRK-Vorstandssitzung wurde Hermann Dirksen (Mitte) vom Vorsitzenden Dr. Hans-Bernd Unterbusch (r.) und dem stellvertretenden Vorsitzenden Uwe Henkel verabschiedet. Foto: Susanne Müller

„Ich gehe, ehe jemand sagt, ,Hau ab!‘.“ Mit diesen Worten Hermann Dirksens ging eine überaus fruchtbare ehrenamtliche Tätigkeit zu Ende. Zuvor hatte der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Dr. Hans-Bernd Unterbusch, im Rahmen der regulären Vorstandssitzung im DRK-Heim die Leistung des ehemaligen Sparkassenleiters würdigend hervorgehoben.

Am 1. Dezember 1997 fiel auf Anregung Dirksens der Startschuss für eine 20-jährige Erfolgsgeschichte – die des SSE . Senioren-Service-Everswinkel. „Als Sparkassenbediensteter musste ich immer wieder feststellen, dass bei vielen älteren Menschen, sprich Senioren, gewisse Schwellenängste bestehen und im bürokratischen ‚Dschungel‘ Hilfe gesucht wurde.“ Folgerichtig stand Dirksen fortan zweimal wöchentlich, zunächst im Heimathaus, allen interessierten älteren Bürgern mit Rat und Tat zur Verfügung. Später fand das Angebot im Bereich „Sozialarbeit“ des DRK seine ideelle und im DRK-Heim am Feuerwehrhaus seine reale neue Heimat.

Eine neuerliche Umstrukturierung räumlicher und zeitlicher Art schloss sich im nächsten Schritt an. So zog Dirksen näher an seine Zielgruppe der Senioren ins St.-Magnus-Haus und bot dort seine Dienste einmal wöchentlich an. Vielerorts, etwa an allen Krankenhäusern, waren in der Zwischenzeit Sozialdienste etabliert worden, die den Umfang der im Vitus-Dorf erbetenen Beratung deutlich verringerten. Auch die zunehmende Digitalisierung reduzierte die Zahl der Hilfesuchenden, da heutzutage die Enkelgeneration die erforderlichen Formalitäten übers Internet erledige, erläuterte Unterbusch. Leider sei es nicht gelungen, für Hermann Dirksen einen Nachfolger zu finden, obwohl man sich seit Bekanntwerden des Rückzugswunsches vor einem halben Jahr sehr darum bemüht habe, um den Senioren im Ort weiterhin eine wesentliche Unterstützung bieten zu können.

So schwang ein doppelt bedrückter Unterton mit, als der DRK-Ortsvorsitzende Abschied nahm von seinem langjährigen Weggefährten und gleichzeitig dem Senioren-Service-Everswinkel. Dirksen, der in naher Zukunft 80 Jahre alt wird, wünschte dem Vorstand „viel Spaß bei der Arbeit“ und schloss die Tür mit den Worten, „Tschüss, ich fahre jetzt zu meiner Frau.“

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