Stammgäste in der 1. Startreihe
Vitus-Bad nach Sanierung und Umbau wiedereröffnet

Everswinkel -

Pünktlich wie die Maurer griffen der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Rotthege und der Geschäftsführer der Gemeindewerke, Hermann-Josef Jansen, um Punkt 10 Uhr am Mittwochmorgen zu Schere und Flatterband, um das Vitus-Bad nach genau 114 Tagen Sanierungsphase wiederzueröffnen. Hinter ihnen hatte sich schon eine kleine Schlange von Badegästen versammelt, um gleich am ersten Tag das neue Flair im Everswinkeler Freizeitbad zu genießen.

Donnerstag, 28.12.2017, 07:12 Uhr

Wiedereröffnung nach 114 Tagen Schließungsphase: Der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Rotthege (2.v.r) und GWE-Geschäftsführer Hermann-Josef Jansen gaben am Mittwoch den Startschuss für die neue Badezeit im Vitus-Bad.Probeliegen vor der neuen Fensterfront: Hermann-Josef Jansen (r.) und Bernhard Rotthege zeigten sich angetan von der neuen hellen Atmosphäre des Vitus-Bades.
Wiedereröffnung nach 114 Tagen Schließungsphase: Der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Rotthege (2.v.r) und GWE-Geschäftsführer Hermann-Josef Jansen gaben am Mittwoch den Startschuss für die neue Badezeit im Vitus-Bad.Probeliegen vor der neuen Fensterfront: Hermann-Josef Jansen (r.) und Bernhard Rotthege zeigten sich angetan von der neuen hellen Atmosphäre des Vitus-Bades. Foto: Klaus Meyer

Als erste überschritten eine Mutter und ihre beiden Kinder aus Wolbeck die imaginäre Startlinie. Sie hatten sich die erste Startreihe auch verdient: „Wir sind Stammgäste hier“, lachte die Frau und eilte mit dem erwartungsfrohen Nachwuchs in die Umkleidekabinen.

Draußen erinnert das noch verbliebene Gerüst daran, dass die Arbeiten noch nicht gänzlich abgeschlossen sind. „Der Zeitplan war so gestrickt und die Arbeiten waren so abgestimmt“, verweist Jansen auf die restlichen Maßnahmen im Außenbereich und an der Außenfassade, die den Badebetrieb nicht beeinträchtigen. Die Vorbereitungen für die Wiederinbetriebnahme des Freizeitbades liefen seit vergangenem Mittwoch. Dazu zählten technische Maßnahmen und natürlich die Reinigung. „Wir waren bis Samstagnachmittag noch gut beschäftigt.“

Das Wasser ist schon seit einer Woche im Becken und wurde langsam erwärmt. „Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen.“ Zur Eröffnung waren dann 29,4 Grad im Hauptbecken sowie 34 Grad im Baby-Becken erreicht. Werte, die über denen eines normalen Hallenbades liegen. „Wir konzentrieren uns auf unsere Hauptgruppe, Familien mit Kindern“, erläutert Jansen die durchgehenden „Warmbadetage“. Neben dem Familiencharakter kommt auch der Gesundheitsaspekt zum Tragen mit Wassergymnastik, Aqua-Fitness-Kursen, Schwimmschule und Entspannung.

Eine halbe Stunde nach der Wiedereröffnung parkten schon rund 40 Autos auf dem Parkplatz des Vitus-Bades, darunter viele mit Münster-Kennzeichen. Am Nachmittag lockte eine Schatzsucher mit einer Extra-Portion an Preisen; darunter fünf Mal Fünfer-Eintrittskarten. Der erste Tag zog schon. Übers Jahr gesehen sind es zwischen 110 000 und 130 000 Badegäste inklusive des Schulschwimmens. Ein Wert, der gerne noch ansteigen darf, wenn es nach dem GWE-Geschäftsführer geht. Schließlich dienten die vergangenen dreieinhalb Monate nicht nur der Sanierung, sondern auch der Attraktivierung des Vitus-Bades. Die neue Fensterfront zum Außenbereich lässt nicht nur viel Licht herein, sondern im Sommer auch viel Frischluft. Vorbei die Zeiten, wo nur ein kleines Türchen den Zutritt zum Außenbereich ermöglichte. Ab sofort sind es acht Meter, die per Schiebetüren geöffnet werden können.

Damit ist man in Sachen Aufwertung aber noch nicht am Ende. „Wir wollen auch den Außenbereich attraktiver gestalten“, blickt Jansen aufs Frühjahr. Die Überlegungen dazu sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber klar ist, dass der Strandbereich vergrößert wird. „Es soll der größte Sandkasten von Everswinkel werden“, schmunzelt Jansen. „Wir wollen eine Alternative zum Baggersee bieten im Sommer.“ Ferner ist ein barrierefreier Zugang von der Bistro-Terrasse zum Freigelände vorgesehen, und auch ein Barfuß-Trampelpfad ist angedacht. Weitere Ideen sind in der Planung. Fürs Vitus-Bad, seinerzeit eines der ersten Freizeitbäder in Nordrhein-Westfalen, sind die Weichen auf Zukunft gestellt.

Hermann-Josef Jansen und Bernhard Rotthege machten es sich testweise einmal bequem vor der neuen Fensterfront des Vitus-Bades.

Hermann-Josef Jansen und Bernhard Rotthege machten es sich testweise einmal bequem vor der neuen Fensterfront des Vitus-Bades. Foto: Klaus Meyer

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