Bunter Abend der KFD: Die Spielschar „Wilde 13“ begeistert mit einer Flut an kreativen Sketchen Ein Feuerwerk spritziger Gags

Everswinkel -

Der „Bunte Abend“ der KFD ist für viele Everswinkeler Frauen ein Termin, den sie auf keinen Fall verpassen möchten. 250 erleben am Montagabend in der Festhalle einen fulminanten Abend, der nur so sprüht vor Witz und Kreativität. Ein Gag jagt den nächsten, da bleibt kein Auge trocken. Die talentierte Laienspielschar „Wilde 13“ hat wirklich kein Erbarmen mit den Lachmuskeln ihres vornehmlich weiblichen Publikums. Es wird ein langer Lach-Abend.

Da liegen die Unterschiede: Die 1. Klasse ist ein wahrer Luxus gegen die Billigfliegerabteilung. Anstatt Gurte gibt es dort nämlich eine Wäscheleine für die Sicherheit. Eine von vielen lustigen Geschichten bem „Bunten Abend“ der KFD.Im Gespräch bei Diepenbrock: v.l. Steffi Vorsthove Silvia Erben und Verkäuferin Ulla Eckel. Ohne Krimi geht die Mimi (Ulla Eckel) nie ins Bett.Synchronschwimmen:  Zum Auftakt zeigte die Spielschar einen Tanz im schicken, wenn auch etwas altmodischen Schwimmdress. Fluch der Karibik: Der Piratentanz fand großen Anklang; das Publikum forderte sogar eine Zugabe, die natürlich gern gewährt wurde. Bei Eierbauer Hanhart hatten Irmi (Jutta Zimmermann), Resi (Steffi Vorsthove) und Lissi (Heti Meoerhoff) viel zu gackern.
Da liegen die Unterschiede: Die 1. Klasse ist ein wahrer Luxus gegen die Billigfliegerabteilung. Anstatt Gurte gibt es dort nämlich eine Wäscheleine für die Sicherheit. Eine von vielen lustigen Geschichten bem „Bunten Abend“ der KFD.Im Gespräch bei Diepenbrock: v.l. Steffi Vorsthove Silvia Erben und Verkäuferin Ulla Eckel. Ohne Krimi geht die Mimi (Ulla Eckel) nie ins Bett.Synchronschwimmen:  Zum Auftakt zeigte die Spielschar einen Tanz im schicken, wenn auch etwas altmodischen Schwimmdress. Fluch der Karibik: Der Piratentanz fand großen Anklang; das Publikum forderte sogar eine Zugabe, die natürlich gern gewährt wurde. Bei Eierbauer Hanhart hatten Irmi (Jutta Zimmermann), Resi (Steffi Vorsthove) und Lissi (Heti Meoerhoff) viel zu gackern. Foto: Marion Bulla

Schon der Auftakt amüsiert. Die Hobby-Schauspielerinnen kommen in bunten Bademänteln auf die Bühne und versuchen sich im Synchronschwimmen. Eine nach der anderen taucht ins blaue Wasser. Beim Bäcker Diepenbrock muss sich anschließend die Verkäuferin ( Ulla Eckel ) mit einer ganz ausgebufften Kundin (Steffi Vorsthove) auseinandersetzen. Die will nämlich heute ein Brot von gestern kaufen. Als das nicht geht, meint sie nur lapidar: „Dann nehme ich das morgige Brot von gestern eben schon heute mit.“ Auch die nächste Szene erntet reichlich Lacher: Der Horst ist weg, und das macht Jutta Zimmermann ziemlich zu schaffen. Sie heult sich die Augen aus dem Kopf. Kollegin Mechthild Hagenkötter macht ihr die Sache jedoch schmackhaft und zählt die Vorzüge auf: Kein Schnarchkonzert, kein Fußball und Ruhe. „Ja, ich weiß, jammert die Verlassene zurück, aber seit gestern ist er wieder da!“

Besonders der Sketch im Flugzeug ist ein echter Schenkelklopfer. Wer noch nicht um die Unterschiede zwischen der 1. und 2. Klasse wusste, der bekommt an diesem Abend dahingehend tiefe Einblicke. Es geht schon damit los, dass sich im teuren Bereich eine schicke Stewardess um einen Gast kümmert. Er wird verwöhnt mit Zeitung, Rotwein und allem Komfort. Die Billigflieger haben nicht einmal Gurte, sondern müssen sich mit einer Wäscheleine sichern und bekommen einen lieblosen Fraß vorgesetzt. Auch die Toilette ist eher ein Witz: Es ist eine Schüssel unter dem Sitz. Doch als die zweite Klasse fünf Minuten vor der Landung zum Ausstieg geführt wird, schlägt das dem Fass den Boden aus. Der First-Class-Passagier grinst, hebt sein Glas und turtelt derweil mit der freundlichen Stewardess. Die Zuschauer johlen vor Vergnügen.

Schunkelstimmung kommt so richtig auf, als aus den Lautsprechern „Fluch der Karibik“ ertönt. Die Piraten der Spielschar entern mit authentischen Kostümen und Requisiten die Bühne. Zu den Klängen von Santiano wird getanzt und gekämpft. Das kommt so gut an, dass das Publikum einen Nachschlag wünscht. Als Zugabe gibt es ein Medley. Auf Plattdeutsch, das die Mehrheit der Besucherinnen offensichtlich ob des tosenden Beifalls verstehen, geht die turbulente Show weiter. Die Schwerhörige versteht nicht mehr allzu viel. Lisbeth rät ihr, ein Hörgerät zu kopen. „Wer is besopen?“, kommt da prompt. Am Ende wird das Publikum mit einem wahren Augenschmaus verwöhnt. Mehr oder weniger. Zu Schlagerhits wie „Komm unter meine Decke“, Guten morgen Sonnenschein“ und Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ wird ihnen eine Nachtwäsche-Modenschau geboten, die sich wirklich sehen lassen kann. Am Ende der rund vierstündigen Show bekommen die Darsteller jede Menge verdienten Applaus für einen tollen und diesmal sehr langen Frauenabend mit Charme und ganz viel Witz.

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