Grußwort zum Jahreswechsel
„Dem Ziel ein gutes Stück näher“

Bürgermeister Carsten Grawunder blickt in seinem traditionellen Grußwort auf das vergangene Jahr zurück, wirft aber auch einen Blick in die Zukunft.

Sonntag, 31.12.2017, 08:12 Uhr

Bürgermeister Carsten Grawunder blickt zurück.
Bürgermeister Carsten Grawunder blickt zurück.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wieder geht ein Jahr zu Ende. Und es ist Zeit, innezuhalten, das Geschehene zu reflektieren, das eine oder andere gegebenenfalls auch kritisch zu betrachten, aber auch mit Zuversicht nach vorne zu schauen.

Auch im Jahr 2017 ist in Drensteinfurt viel passiert. Der Breitbandausbau ist weiter vorangeschritten und in den Innenstadtbereichen nahezu abgeschlossen. Jetzt geht es daran, die bisher unversorgten Außenbereiche besser zu erschließen. Wir haben weitere Bürgerradwege einweihen können, drei Brücken im Außenbereich erneuert sowie den Neubau des städtischen Bauhofes an der Gildestraße in Betrieb nehmen können. Und auch der seit langem ersehnte Kunstrasenplatz in Walstedde konnte in diesem Jahr rechtzeitig vor Beginn des kalten Wetters fertiggestellt und schon für den Spielbetrieb freigegeben werden. Die Einweihung werden wir gemeinsam mit dem Verein im kommenden Frühjahr vornehmen und natürlich noch gebührend feiern.

Die Nachfrage nach Wohnbauland in unseren drei Ortsteilen ist unvermindert hoch. Und erfreulicherweise sind wir an verschiedenen Stellen dabei, weiteres Bauland zu erschließen. Drensteinfurt wird auch in den nächsten Jahren weiter wachsen, und auch die kommunalen Aufgaben haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Eine erste Großtagespflege haben wir in diesem Jahr eröffnet. Ein Angebot, welches nötig geworden war, weil unsere heutige Gesellschaft im Privat-, vor allem aber im Arbeitsleben veränderten Herausforderungen gegenüber steht. Fachkräfte werden zunehmend knapp, neues Personal ist immer schwieriger zu gewinnen. Und so ist es in vielen Berufszweigen mittlerweile schon fast selbstverständlich, dass gerade junge Eltern nur für kurze Zeit aus dem aktiven Berufsleben aussteigen und möglichst schnell, zumindest für einen Teil, wieder ins Arbeitsleben zurückkehren. Hierfür sind ausreichende und gute Betreuungsmöglichkeiten für die jungen Familien erforderlich. Ein fünfter Kindergarten in Drensteinfurt ist bereits in der Planung und soll das Betreuungsangebot ab dem kommenden Jahr an dieser Stelle bedeutend erweitern. Erstmals wird es auch eine 24-Stunden-Betreuung geben.

Auch in der Schullandschaft gab es spürbare Veränderungen. So haben wir im Sommer, nicht ganz ohne Wehmut, unsere ehemalige Haupt- und unsere ehemalige Realschule schließen müssen. Jedes Ende bedingt jedoch auch einen Neuanfang. Und so können wir nun an unserer Teamschule alle Konzentration darauf legen, den ersten Abschlussjahrgang, den wir im kommenden Jahr werden verabschieden können, so gut wie möglich auf den weiteren Ausbildungsweg vorzubereiten. Und auch an unseren Grundschulen gibt es noch einiges zu tun, um sich für die Zukunft zu rüsten. Beginnen werden wir hier mit dem barrierefreien Um- und Ausbau der Lambertusschule im Ortsteil Walstedde.

Auch haben wir in diesem Jahr wieder den Drensteinfurter Kultursommer durchführen können. Bei seiner mittlerweile siebten Auflage haben sich mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher an 15 attraktiven Veranstaltungen beteiligt. In 2018 starten wir kulturell mit einem Neujahrskonzert am 11. Januar in der Teamschule. Ich freue mich darauf, viele Freunde der klassischen Musik so früh im Jahr in Drensteinfurt begrüßen zu dürfen. Das Kartenkontingent ist begrenzt, aber noch sind Karten zu bekommen.

Einen besonderen Schwerpunkt konnten wir in Drensteinfurt neben vielen anderen Dingen auf die Gründung unserer Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Ingré legen. Im September waren wir mit einer ersten Delegation in Frankreich, und Anfang Dezember konnten wir uns bereits über den Gegenbesuch freuen. Beide Besuche, die von großer gegenseitiger Herzlichkeit und freundschaftlicher Verbundenheit geprägt waren, haben uns ohne Zweifel dem Ziel ein gutes Stück näher gebracht. Europa steht heute stärker denn je vor einer Zerreißprobe. Ohne ein starkes Europa gibt es aber die Stabilität, die uns heute unseren Frieden, unseren Wohlstand sowie die Anerkennung als verlässlicher internationaler Partner sichert, nicht. Internationale Städtepartnerschaften sind daher wichtiger denn je, denn sie ermöglichen es, Europa für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen und unsere europäische Haltung zu stärken. Daher lade ich alle Bürgerinnen und Bürger von Drensteinfurt in allen Ortsteilen herzlich ein, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen.

Ich wünsche Ihnen und all denen, die sich mit Ihnen verbunden fühlen, ein gesundes, ein erfolgreiches und glückliches, aber vor allem ein friedliches Jahr 2018.

Ihr Carsten

Grawunder,Bürgermeister

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