Infos zum Breitbandausbau
Breitbandausbau bis 2019

Drensteinfurt -

In der Innenstadt geht der Glasfaserausbau (mehr oder weniger) zügig voran. Doch auch die Bewohner der Außenbereiche wollen mit schnellem und stabilem Internet versorgt werden. Wie das bis 2019 gelingen soll, darüber hat Ralf Hübscher, Breitbandkoordinator des Kreises Warendorf, informiert.

Donnerstag, 21.12.2017, 05:12 Uhr

In der Alten Post informierte Ralf Hübscher über den Breitbandausbau in den Außenbereichen der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf. Mit im Bild: Bürgermeister Carsten Grawunder und Wirtschaftsförderin Ute Homann (v.re.).
In der Alten Post informierte Ralf Hübscher über den Breitbandausbau in den Außenbereichen der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf. Mit im Bild: Bürgermeister Carsten Grawunder und Wirtschaftsförderin Ute Homann (v.re.). Foto: Linus Oberhoff/Dietmar Jeschke

Das Interesse an einer schnellen und stabilen Internetverbindung ist groß – und zwar nicht nur bei den Bewohnern der Innenstadt. Das wurde am Dienstagabend deutlich, als Ralf Hübscher, Breitbandkoordinator des Kreises Warendorf, vor rund 70 Interessierten in der Alten Post über den Breitbandausbau im Außenbereich informierte.

In der Begrüßung räumte Bürgermeister Carsten Grawunder ein, dass auch in den Innenstadtbereichen, die vom Unternehmen Deutsche Glasfaser weitgehend vernetzt worden sind, noch nicht alles problemlos läuft. „Wir beschäftigen uns mit dem Thema schon seit einigen Jahren. Fertig sind wir damit sicherlich noch nicht.“

Im Bundesförderprogramm – laut Hübscher ein „Fördermittel-Monster“ – werden nun auch die Haushalte ins Visier genommen, die aufgrund mangelnder Lukrativität für die Unternehmen derzeit noch auf eine Übertragungsrate von weniger als 30 Megabit pro Sekunde zurückgreifen müssen. Ziel des Kreises Warendorf ist es, eine Übertragungsrate von mindestens 50 Mbit pro Sekunde und zukunftsfähige Anschlüsse für jeden Haushalt im Kreis zu gewährleisten. Dank Zuwendungen von Bund und Land soll dieser Ausbau bis Ende 2019 erfolgen. Hübschers Einschätzung nach ist Mitte 2020 für eine Umsetzung des Projektes jedoch eher wahrscheinlich. Die Fördermittel sollen dazu dienen, die streng kontrollierte Wirtschaftlichkeitslücke bei den Unternehmen, die den Ausbau durchführen, zu decken.

In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde zeigten sich einige der Zuhörer skeptisch. „Warum reden wir überhaupt noch über Kupferkabel? In Zukunft brauchen wir alle Glasfaseranschlüsse“, lautete ein Einwand. Hübschers Antwort war deutlich: „Ein flächendeckender Glasfaserausbau ist nicht finanzierbar.“ Durch den vorgesehenen Breitbandausbau werde allerdings eine zeitgemäße und zukunftsfähige Infrastruktur errichtet. Auch über die Definition von Innen- und Außenbereich zum Beispiel im Ortsteil Ameke wurde Unmut geäußert.

Der Bürgermeister zeigte sich zum Schluss trotzdem optimistisch: „Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind auf einem guten Weg.“

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