Gebühren für Dienstleistungen
Tonnen gehören jetzt der Stadt

Drensteinfurt -

Über mehrere Gebührensatzungen hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Bei der Abfallentsorgung werden die Bürger entlastet, Straßenreinigung und Bestattungen werden hingegen teurer.

Freitag, 15.12.2017, 06:12 Uhr

Die Gebühren für Restmüll können im kommenden Jahr gesenkt werden.
Die Gebühren für Restmüll können im kommenden Jahr gesenkt werden. Foto: Dietmar Jeschke

Was muss der Bürger für bestimmte Dienstleistungen der Stadt zahlen? Mit dieser Frage hat sich der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) beschäftigt und über mehrere Gebührensatzungen entschieden.

►  Abfallentsorgung: Müll wird günstiger. Hat eine 80-Liter-Restmülltonne bisher 197 Euro pro Jahr gekostet, müssen ab 2018 nur noch 194 Euro bezahlt werden. Die Gebühren für eine 120-Liter-Tonne sinken von 275 auf 270 Euro. Möglich macht dies eine Vereinbarung von 2010. Bei der kreisweiten Ausschreibung der Abfallentsorgung war damals festgelegt worden, dass die Gefäße nach Vertragsende der jeweiligen Kommune kostenlos überlassen werden. Das Angebot fiel bei der Neuausschreibung folglich günstiger aus, weil alle Behälter vorhanden waren und nicht vom neuen Entsorger gestellt werden müssen.

► Straßenreinigung: Um kostendeckend zu arbeiten, ist eine leichte Erhöhung um zwei Prozent erforderlich. Die Gebühren für Anliegerstraßen betragen nun 1,78 statt 1,74 Euro je laufendem Meter. Andere innerörtliche Straßen schlagen mit 1,60 statt 1,57 Euro zu Buche, außerorts werden 1,34 statt wie bisher 1,31 Euro fällig. Im vergangenen Jahr waren die Straßenreinigungsgebühren noch um neun Prozent gesenkt worden. Denn: „Die Kosten für Streumittel und die Höhe der Einsatzstunden der Mitarbeiter des Bauhofes im Winterdienst schwanken von Jahr zu Jahr“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

► Friedhofs- und Bestattungswesen: Ein Wahlgrab auf dem kommunalen Friedhof kostet in Zukunft 1345 Euro (vorher: 1291 Euro). Das bedeutet eine Anhebung der Gebühren um fünf Prozent. Einst hatte die Verwaltung vorgeschlagen, der Kostendeckung in Zehn-Prozent-Schritten näherzukommen. Doch um die Bürger an dieser Stelle nicht übermäßig zu belasten, entschied man sich, für 2018 lediglich eine Fünf-Prozent-Anhebung vorzunehmen. Zudem ist angedacht, die Satzung nicht mehr wie bisher jährlich, sondern nur noch alle vier Jahr anzupassen. Zum Vergleich: In Ahlen kostet eine Grabstelle 1675 Euro, in Ascheberg 1401 Euro, in Telgte hingegen nur 800 Euro. Verwaltungsmitarbeiter Martin Brinkötter legte noch dar, dass man mit den aktuellen Flächen für Erdbestattungen auf dem Friedhof am Merscher Weg noch drei bis fünf Jahre auskomme. Um rechtzeitig reagieren zu können, seien für die nächsten Jahre Planungskosten in den Haushalt eingestellt worden, um weitere Flächen für die Bestattung bereitstellen zu können.

Alle Satzungsänderungen wurden vom HFA einstimmig beschlossen.

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