Besuch aus Frankreich Kassler und Kräuterschnaps

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde -

Mit einem Gläschen Hochprozentigem begrüßte Bürgermeister Carsten Grawunder seinen französischen Amtskollegen Christian Dumas in der Brennerei Eckmann. Drei Tage lang erkundete die 16-köpfige Delegation aus Ingré die Stadt Drensteinfurt – und natürlich auch den Weihnachtsmarkt.

Festliche Tafel: Am Samstagabend hatte die Stadt die französischen Gäste sowie die Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum Empfang in die Teamschule eingeladen.  
Festliche Tafel: Am Samstagabend hatte die Stadt die französischen Gäste sowie die Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum Empfang in die Teamschule eingeladen.   Foto: -dje-

739 Kilometer sind die Gäste aus der künftigen französischen Partnerstadt Ingré am Freitag nach Drensteinfurt gereist, wo während des gesamten Wochenendes ein straffes Programm auf sie wartete.

Eine der ersten Stationen der 16-köpfigen Gruppe war die Brennerei Eckmann in Walstedde. „Ich bin derjenige, der hier vom Alkohol lebt“, bemerkte Theo Brüggemann zu Beginn und hatte den einen oder anderen Lacher auf seiner Seite. Danach erklärte der Brennerei-Inhaber die Betriebsabläufe und beantwortete einige Fragen der Besuchergruppe. Eine Verköstigung zwischen 22 verschiedene Sorten an hochprozentigen Köstlichkeiten von Vanille über Schokolade-Chili bis Bratapfel oder „Eckpaohl“ durfte ebenfalls nicht fehlen, bevor es zum gemütlichen Abendessen ins Hotel Volking ging.er

Der Rinkeroder Dorfplatz war international beflaggt, als die Delegation gemeinsam mit den Drensteinfurter Gastgebern am Samstagvormittag mit einem Bus im Davertdorf eintraf, um die St.-Pankratius-Kirche zu besichtigen. Auch einige Vertreter der Vereine hatten sich eingefunden, um die Gäste willkommen zu heißen.

Pfarrer Clemens Röer gab einen kompakten Einblick in die Kunstgeschichte des vom Barock-Architekten Pictorius erbauten Gotteshauses, wobei auch für eine Übersetzung gesorgt wurde. Interessiert folgten die Vertreter der ebenfalls katholisch geprägten Stadt Ingré den Ausführungen des Pfarrers, in denen er auch das eine oder andere humorvolle Ausstattungsdetail des Sakralbaus nicht aussparte.

Andächtige Stimmung kam kurzzeitig auf, als zwei Damen der französischen Delegation spontan das ruhige Weihnachtslied „Noël“ zweistimmig intonierten. Im Anschluss hieß es „bon appétit!“ im Pfarrzentrum. Das siebenköpfige Kochteam der Seniorenmensa um Mechtild Pfumfel hatte ein typisch westfälisches Mittagessen für die Besucher zubereitet. Serviert wurden Kassler und Mettendchen mit Sauerkraut und Kartoffelbrei sowie Grießpudding mit Himbeersoße zum Dessert. Danach ging es für die Gruppe mit dem Bus weiter nach Münster zur Besichtigung des Friedenssaals.

Damit war das Programm aber noch längst noch nicht vorbei. Denn nach der Rückkehr ging es für die Gäste zunächst auf den Weihnachtsmarkt, bevor Bürgermeister Carsten Grawunder und sein Amtskollege Christian Dumas die Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum offiziellen Empfang im Forum der Teamschule begrüßten. In seiner Ansprache verwies Grawunder auf die besondere Bedeutung des deutsch-französischen Verhältnisses als ein Garant für den dauerhaften Frieden in Europa. „Wir scheinen aus der Geschichte etwas gelernt zu haben“, so Grawunder. Sein Amtskollege Christian Dumas dankte derweil den Organisatoren für den herzlichen Empfang. Zudem ließ er durchblicken, dass die offizielle Beschließung der Städtepartnerschaft wohl nur noch eine „Formsache“ ist. Denn schließlich hatte der Rat der Stadt Ingré bereits einstimmig seine Sympathie bekundet.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5347410?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F