Neues aus der Stadtverwaltung Wieder ein Jurist im Haus

Drensteinfurt -

Jan Schwering, 31 Jahre alter Jurist aus Unna, wird neuer Leiter des städtischen Fachbereichs 1 (Steuerung und Zentrale Dienste). Zeitgleich sollen die erst vor gut zweieinhalb Jahren zusammengelegten Fachbereiche 1 und 2 (Finanzen) wieder getrennt werden. Die Aufgaben sind zu umfangreich.

Von Nicole Evering
Neuer Leiter des Fachbereichs 1 (Steuerung und Zentrale Dienste) wird Jan Schwering (M.), hier mit Bürgermeister Carsten Grawunder und dessen persönlicher Referentin Carolin Zulka.
Neuer Leiter des Fachbereichs 1 (Steuerung und Zentrale Dienste) wird Jan Schwering (M.), hier mit Bürgermeister Carsten Grawunder und dessen persönlicher Referentin Carolin Zulka. Foto: Nicole Evering

Jan Schwering wird neuer Leiter des Fachbereichs 1 (Steuerung und Zentrale Dienste) der Stadt Drensteinfurt. Der 31-jährige Jurist aus Unna tritt seine neue Stelle zum 1. Dezember an.

„Aus zwei mach eins“, lautete Anfang 2015 das Motto, als die Fachbereiche 1 und 2 in der Verwaltung zusammengelegt worden sind. Nun macht die Stadt jedoch eine Rolle rückwärts.

„Nach dem Ausscheiden von Karlheinz Mangels Ende 2014 haben wir die Fachbereiche Zentrale Dienste und Finanzen zusammengefasst“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder am Montag im Pressegespräch. Doch mit der Zeit sei deutlich geworden, dass die Aufgaben zu umfangreich und für eine Person alleine nicht leistbar seien. Deshalb soll es nun einen neuen Zuschnitt geben. Den Bereich Finanzen wird Kämmerer Ingo Herbst verantworten. Um juristische Fragen sowie die Themen Personal, Organisation und IT ist dann Schwering zuständig. Eine detaillierte Festlegung der Aufgabenbereiche soll nach einer Phase der Einarbeitung wohl zum Jahresbeginn erfolgen.

Das Bewerbungsverfahren hatte die Stadt erstmals zusammen mit dem Zentrum für Management- und Personalberatung (ZFM) in Bonn durchgeführt, das eine erste Vorauswahl getroffen hat. 18 Kandidaten hatten sich auf die Stelle beworben, am Ende des Prozesses stellten sich zwei dem Haupt- und Finanzausschuss vor. Die Entscheidung für Jan Schwering fiel im Stadtrat. Er wurde vom Bürgermeister am Montag zudem zum Stadtrechtsrat ernannt. Nach dem Weggang von Dirk Niggemann hat Drensteinfurt nun also wieder einen Volljuristen im eigenen Hause. Insgesamt sind 117 Menschen bei der Stadt beschäftigt.

Besonders am Herzen liegt dem Bürgermeister das Thema „E-Government“, das auch in Jan Schwerings Aufgabenbereich fällt. „Hier müssen wir uns dringend auf den Weg machen“, meint Grawunder, dass andere Kommunen in Sachen Digitalisierung schon weiter seien. „Man kann an jedem Ort der Welt seine Bankgeschäfte erledigen. Aber um seinen Personalausweis zu verlängern, muss man ins Bürgerbüro gehen.“ Er strebt ein Online-Formularsystem an, das aber sicher sein müsse. Zudem solle die Idee „weg vom Papier, hin zu digitalen Akten“ stärker verfolgt werden. „Es ist ein langer Prozess, aber wir müssen damit anfangen“, so Grawunder.

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