Junggesellen-Schützenfest Der Tambourmajor ist König

Drensteinfurt -

Der neue König des Junggesellen-Schützenvereins heißt René Krämer. Er regiert gemeinsam mit seiner Freundin Sandra Niehoff. Um 18.21 Uhr holte er das hölzerne Federvieh am Samstag mit dem 287. Schuss von der Stange. Auch wenn das Wetter an den ersten beiden Festtagen nicht mitspielte, wurde ausgelassen gefeiert.

Von Anna Spliethoff
Neuer König des Junggesellen-Schützenvereins ist seit Samstag René Krämer. Zu seiner Mitregentin erkor er seine Freundin Sandra Niehoff.
Neuer König des Junggesellen-Schützenvereins ist seit Samstag René Krämer. Zu seiner Mitregentin erkor er seine Freundin Sandra Niehoff. Foto: -anf-

René Krämer , Tambourmajor des Spielmannszugs „Grün-Weiß“, ist neuer König des Junggesellen-Schützenvereins. Nach einem langen Dreikampf war es der 287. Schuss, mit dem er am Samstag um 18.21 Uhr die Reste des hölzernen Vogels von der Stange holte. Zu seiner Mitregentin erkor er seine Freundin Sandra Niehoff .

Das Fest der Junggesellen ist stets das letzte der Saison. Diesmal meinte es das Wetter nicht gut mit den Schützen. Knapp 15 Grad und Regen waren nicht gerade die besten Bedingungen. Schützen, Vorstand und Avantgarde ließen sich das Fest dennoch nicht vermiesen.

Los ging es am Freitag mit dem Antreten. Wegen des Dauerregens wurde das im Festzelt veranstaltet, ein Umzug fand nicht statt. Am Abend konnten die Schützen jedoch ihre Treffsicherheit beim Schießen auf die Hirschscheibe beweisen. Nach dem 154. Schuss, abgegeben von Avantgardist Paul Hunsteger, fielen die Reste von der Stange.

Nach durchzechter Nacht ging es schon um halb elf am Samstag weiter. Pastor Martin Goebel hielt die Schützenmesse am Malteserstift. Am Mittag war dann auf dem Marktplatz kein Durchkommen mehr. Knapp 100 Schützen – so viele zählten zumindest Spieß Björn Philliper und Hauptmann Max Fronda – waren mit Stock und Hut zum Antreten gekommen. Und dieses Mal hatten sie Glück: Den ganzen Nachmittag über blieben sie von Regen verschont. Jedoch wurden mickrige Blumensträuße, abgeknickte Federn und zu kleine Hüte von Fronda und Philliper mit einer Tanzeinlage – ganz zur Freude des Publikums – bestraft.

Nach einem kleinen Marsch samt Kranzniederlegung am Ehrenmal ging es in den Schlosspark. Kai Grewe, zu diesem Zeitpunkt noch König, eröffnete das Schießen. Viele Schützen versuchten ihr Glück an der Vogelstange, manch einer wurde mit Insignien belohnt.

Mit dem 23. Schuss sicherte sich Christopher Fels das Fass, nach dem 141. Schuss ging auch die Krone an ihn. Bernd Heimken holte mit Schuss 85 das Zepter von der Stange. Thomas Dudek erledigte mit dem 88. Schuss den Apfel.

Die Uhr zeigte 18.21 Uhr an, als Jubel den Schlosspark erfüllte. René Krämer riss begeistert die Arme in die Luft und wurde auf Schultern über den Platz getragen. Der 287. Schuss war sein goldener Treffer. König René Krämer und seine Königin Sandra ließen sich feiern – nicht nur am Nachmittag, sondern auch am Abend. Die Band „Seventy Four“ sorgte für ausgelassene Stimmung beim ersten Festball.

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