Vorstellungen in Drensteinfurt Zirkusfamilie auf dem Amtshof

Drensteinfurt -

Den sechsten Winter verbringt der „Circus Fantasia“ nun schon auf dem Amtshof. Langsam geht die Pause zu Ende. Akrobaten, Clowns & Co. bereiten sich auf die neue Saison vor. Nächste Woche werden sie ihr Winterquartier verlassen. Ihre ersten Vorstellungen 2017 geben sie in Drensteinfurt.

Von Stefan Flockert
Jerome Schmidt zeigt eine Tigerpython, die während der Vorstellungen auch Teil der „Indiana-Jones-Show“ ist. Im Hintergrund ist ein Leguan zu sehen.
Jerome Schmidt zeigt eine Tigerpython, die während der Vorstellungen auch Teil der „Indiana-Jones-Show“ ist. Im Hintergrund ist ein Leguan zu sehen. Foto: -stk-

Der „Circus Fantasia“ scheint sich auf dem Amtshof wohlzufühlen. Sonst hätte die 15-köpfige Familie dort wohl nicht zum sechsten Mal in Folge ihr Winterquartier aufgeschlagen. Eher zufällig sind die Zirkusleute vor Jahren nach Drensteinfurt gekommen. Über einen Bekannten waren sie auf den Amtshof aufmerksam geworden. Schnell war der Kontakt zu Adolf Graf von Meran und zur Amtshof-Besitzerfamilie von Landsberg hergestellt. Und seither schlägt der Zirkus dort in der dunklen Jahreszeit seine Zelte auf.

Bis auf das marode Wohnhaus werde der gesamte Amtshof genutzt, erzählt Janine Tränkler . Ein Nebengebäude wurde zur Werkstatt umfunktioniert, in der im Winter all das repariert oder neu gestrichen wird, was in der vorangegangenen Saison kaputt gegangen ist. Der große Stall und die umliegenden Wiesen werden für die Tiere genutzt. Wasser und Strom bekommt die Zirkusfamilie , deren ältestes Mitglied 86 und deren jüngstes ein Jahr alt ist, aus dem Wohnhaus.

Aber durch Reparaturen lässt sich kein Geld verdienen. So gibt der Zirkus während seines Aufenthaltes auf dem Amtshof, der in Regel von Mitte November bis Anfang/Mitte März dauert, kleinere Vorstellungen in Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen. Im Winter werden zudem neue Dressuren trainiert. Dafür wird in einer der Stallungen eigens eine Manege aufgebaut.

Aber warum gibt der Zirkus im Winter keine Vorstellungen? „Es ist schwierig, in dieser Zeit Geld zu verdienen. Das lohnt sich nicht“, sagt Janine Tränkler. „Die Leute geben um Weihnachten kein Geld für Zirkus aus“, weiß sie aus leidvoller Erfahrung. „Außerdem ist es fast unmöglich, ab November einen Standort zu finden, weil die Leute Angst haben, dass wir dann den ganzen Winter über dort stehenbleiben. Da gibt es einfach zu viele Vorurteile.“

In Kürze startet der „Circus Fantasia“ durch. Ihre Premierenvorstellung 2017 geben die Künstler in Drensteinfurt. Vom 23. bis zum 26. März steht das Zelt mit seinen 450 bis 500 Plätzen an der Adenauer-Straße auf der Wiese gegenüber vom „Werkers-Welt“-Baumarkt. Von Donnerstag bis Samstag beginnen die Vorstellungen um 15.30 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr. Am Donnerstag und Freitag ist Familientag. Dann zahlen Erwachsene Kinderpreise.

Geboten wird den Besuchern ein buntes Programm mit Luftakrobaten, Feuerspuckern, Jongleuren, Messerwerfern, Clowns und Seiltänzern. Nicht zu vergessen die Pferdedressuren mit verschiedenen Rassen. „Besonders stolz sind wir auf unser Tropenhaus“, erklärt Janine Tränkler. In einem umgebauten Wagen haben Schlangen, Leguane, Krokodile und Vogelspinnen ihr Zuhause. Einige dieser Tiere sind in der „Indiana-Jones-Show“ zu sehen, die Teil der normalen Vorstellung ist. Wer von den Besuchern möchte, kann dem Tropenhaus aber auch einen Besuch abstatten.

Im Anschluss an seine Auftritte in Drensteinfurt rollt die Zirkusfamilie zunächst weiter in Richtung Hamm-Rhynern, und dann nach Geseke. In 20 bis 25 Städten und Dörfern macht der Zirkus pro Saison Station, bevor es wieder ins Winterquartier geht.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4706673?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F